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Wilhelm Winterstein

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Wilhelm Winterstein (* 28. November 1930 in München)[1] ist ein deutscher Privatbankier und Mäzen. Er war Sprecher der Geschäftsleitung und ist Vorsitzender des Gesellschafterausschusses des Privatbankhauses Merck Finck & Co.

Leben

Wilhelm WInterstein ist ein Neffe von August von Finck senior. Seine Mutter Elisabeth ist das dritte Kind von Wilhelm von Finck und Marie, geb. Fäustle. Sein Vater ist der Kunstsammler Alfred Winterstein.[2] Er wurde am 28. November 1930 in München geboren, wo er auch die Schule besuchte. Wilhelm Winterstein ist Volljurist und promovierte 1958 an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Würzburg. Nach einem Jahr bei Delbrück & Co. in Köln und einem weiteren in Amerika stieg er 1960 in die Bank seiner Familie ein.[1]

Leistungen

Er wurde 1960 Prokurist bei der Bank seiner Familie. 1963 stieg er zum persönlich haftenden Gesellschafter auf.[1] In den folgenden Jahren verantwortete er nacheinander das Wertpapiergeschäft, die Auslandsabteilung und den Personalbereich; eine Zeitlang leitete er auch die Niederlassung der Bank in Frankfurt.[3] Im Oktober 1990 verkaufte August von Finck junior das Bankhaus für rund 600 Millionen Mark an die britische Barclays Bank Plc. 1991 wurde Winterstein auf Bitten des neuen Mehrheitsaktionärs Sprecher der Geschäftsleitung, die er bis zu seinem 65. Geburtstag innehatte.[1]

Nach dem Tode von August von Finck (1980) übernahm Wilhelm Winterstein den Aufsichtsratsvorsitz in den Lloyd-Gesellschaften (Leben und Sach). 1989 wurde Wilhelm Winterstein zudem in den Verwaltungsrat der Assicurazioni Generali (Consiglio di Amministrazione) in Triest gewählt. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Aachen-Münchener durch die Assicurazioni Generali wurden alle bisherigen deutschen Gruppen (Deutscher Lloyd, Deutsches Geschäft der Interunfall, Direktion für Deutschland und der Ersten Allgemeinen Unfall und Schaden, Münchener Leben) zuletzt auch die Thuringia in der Gruppe Generali Lloyd AG zusammengefasst und schließlich in die Aachen-Münchener Versicherungen eingebracht. Im Jahre 2000 trat Winterstein in den Aufsichtsrat der AMB Aachener und Münchener Beteiligungs-Aktiengesellschaft ein.[4] Darüber hinaus hatte er verschiedene Aufsichtsratsmandate, z.B. Viag, Didier, Isar-Amperwerke, Pfleiderer.[1]

Mäzenate

Winterstein setzt sich unter anderem für die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, das Bayerische Nationalmuseum, die Glyptothek, das Lenbachhaus, das Haus der Kunst sowie die alte und die moderne Pinakothek in München ein.[5][6] Daneben engagiert er sich auch für die Graphische Sammlung der Klassik Stiftung Weimar, die er mit zahlreichen Schenkungen bedachte.[7] Sein Engagement für Kunst und Kultur zeigt sich auch an Vorstandspositionen im Pinakotheksverein, im Förderverein des Bayerischen Nationalmuseums oder als Verwaltungsrat des Wittelsbacher Ausgleichsfonds.[1][8] Neben der Kunst fördert Winterstein auch die Hochschulen in Bayern. In Anerkennung wurde er u.a. Ehrensenator der TU München und Ehren- und Kuratoriumsmitglied des Universität Bayern e.V..[9]

Auszeichnungen und Ehrungen

Literatur

Wilhelm Winterstein: Selbsteintritt und Eigenhandel nach den allgemeinen Gechäftsbedingungen der Banken unter dem Einfluß der Rechtsprechung der Nachkriegszeit. 1957 (Dissertation Universität Würzburg).

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Wilhelm Winterstein 65 Jahre. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 28. November 1995, S. 19, abgerufen am 11. Oktober 2014.
  2. 2,0 2,1 Michael Helbing: Graphische Sammlungen im Schloss präsentiert. In: Thüringer Allgemeine. 17. November 10, abgerufen am 11. Oktober 2014.
  3. Hermann Bößenecker: Den Erben die Hände gebunden. In: Die Zeit, Nr. 19. 2. Mai 1980, abgerufen am 11. Oktober 2014.
  4. Hans Pohl: Historische Skizzen zur Bankassekuranzt. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-515-09878-6.
  5. Mäzenatenpreis "Maecenas" für Privatbankier Wilhelm Winterstein. In: Die Welt. 30. September 14, abgerufen am 11. Oktober 2014.
  6. Gisela Maria Freisinger: Mäzene in Deutschland. Der neue Charme der Bourgeoisie. In: manager magazin online. 10. März 2014, abgerufen am 11. Oktober 2014.
  7. Schenkungen Dr. Winterstein. Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar zeigt hochkarätige Auswahl an deutschen und französischen Landschaftsdarstellungen. In: Pressemitteilung. Klassik Stiftung Weimar, 16. November 2010, abgerufen am 11. Oktober 2014.
  8. assicurazioni generali. In: Bloomberg Businessweek. Abgerufen am 11. Oktober 2014.
  9. Ehrensenatoren der Technischen Universität München. Technische Universität München, abgerufen am 11. Oktober 2014.
  10. 10,0 10,1 Medieninformation: MAECENAS-EHRUNG 2014 an Dr. Wilhelm Winterstein. In: Pressemitteilung. Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V. - AsKI, 30. September 2014, abgerufen am 11. Oktober 2014.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Wilhelm Winterstein aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.