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Werner Jothann

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Werner Jothann (geb. 18. Mai 1907[1] in Eldenburg (Waren) / Waren (Müritz); gest. unbekannt) war ein deutscher Hochbauingenieur, der ab Oktober 1943 die Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei Auschwitz führte.

Tätigkeiten im Zweiten Weltkrieg

Jothann wurde Anfang 1941 der Bauleitung der SS-Neubauabteilung KL Auschwitz/Oberschlesien zugeteilt, die das Stammlager ausbaute. Im Dezember 1941 wurde diese in die Zentralbauleitung der Waffen-SS und Polizei Auschwitz unter Leitung von Karl Bischoff integriert.

Im März 1942 wurde Jothann zum SS-Sturmmann ernannt. Jothann war vor allem für den Bau der Zünderfabrik der Krupp AG und das Fernheizwerk verantwortlich. Trotz des niedrigen Dienstgrades wurde er dann von Bischoff zur „Schlüsselkraft für die durchzuführende Sonderaktion“ ernannt. Jothann erfuhr im März 1943 eine außerordentliche Rangerhöhung und wurde unmittelbar zum SS-Obersturmführer (F) befördert.

Im Oktober 1943 übernahm er als Nachfolger Bischoffs die Bauleitung in Auschwitz und wurde mit der Wahrnehmung der Geschäfte als Leiter der Zentralbauleitung betraut. Er blieb dabei „seinem ehemaligen Chef eng verbunden und unterstellt.“[2]

Jothann beauftragte die Firma Topf und Söhne damit, die Öfen der Krematorien von Auschwitz-Birkenau zu überholen, und ließ beim Eintreffen der ungarischen Juden im Mai 1944 eine Entlüftung in eine Gaskammer einbauen.[3]

Einzelnachweise

  1. Christian Gerlach, Christoph Dieckmann: Durchschnittstäter: Handeln und Motivation, Verlag Assoziation, 2000, S. 182
  2. Jean-Claude Pressac: Die Krematorien von Auschwitz – Die Technik des Völkermordes. Neuausgabe München/Zürich 1995, ISBN 3-492-12193-4, S. 179.
  3. Jean-Claude Pressac: Die Krematorien von Auschwitz, ISBN 3-492-12193-4, S. 179.


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