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Visp

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BW
Visp
Wappen von Visp
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis
Bezirk: Vispw
Gemeindenummer: 6297i1f3f4
Postleitzahl: 3930
UN/LOCODE: CH VIS
Koordinaten: (634225 / 126852)46.2922167.882776658Koordinaten: 46° 17′ 32″ N, 7° 52′ 58″ O; CH1903: (634225 / 126852)
Höhe: 658 m ü. M.
Fläche: 13.22 km²
Einwohner: 7498 (Fehler: Ungültige Zeitangabe)[1]
Website: www.visp.ch
Karte
Karte von Visp
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Visp (französisch Viège, walliserdeutsch Fischp) ist eine politische Gemeinde und Hauptort des gleichnamigen Bezirks im Schweizer Kanton Wallis.

Der Ort liegt am Eingang zu den Südtälern Mattertal und Saastal.

Geschichte

Aus der Zeitenwende ist eine kleine, auf Visper Territorium gefundene gallo-römische Statue «Le Dieu de Viège» erhalten. Eine Kopie ist am Brunnen am Bahnhofplatz angebracht.

Im Jahr 1276 wurde der Verkehr über die Pässe Macugnaga und Antrona von sämtlichen Zollabgaben entbunden. Visp war grosser Nutzniesser, erbaute Susten und wurde zum Marktflecken.

Am 23. Dezember 1388 besiegten die Visper ein Heer der Savoyer, indem sie die Altstadt künstlich vereisen liessen und dann die manövrierunfähigen Angreifer mit grossen Steinblöcken attackierten.

1518 zerstörte ein Grossfeuer zahlreiche Gebäude rund um den Burghügel.

Französische Revolutionstruppen plünderten 1799 grosse Teile von Visp.

1810 wurde Visp mit dem Wallis von Frankreich annektiert und kam 1815 infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses mit dem nun zum Kanton erhobenen Wallis zur Schweiz zurück.

Der Name «Visp» wurde 1847 erstmalig erwähnt, während zuvor «Vispach» der offizielle Name war.

1855 wurde Visp von einem Erdbeben heimgesucht.

1860 kam es im Mittel- und Oberwallis zu grossen Überschwemmungen. In deren Folge wurde das Grossprojekt der Rhonekorrektur in Angriff genommen.

1972 fusionierte die frühere Gemeinde Eyholz mit Visp.

Politik

Gerichts- und Verwaltungsgebäude am Martiniplatz

Der Gemeinderat von Visp besteht aus neun Mitgliedern. In der laufenden Legislaturperiode (2009–2012) sind folgende Parteien im Gemeinderat vertreten: ABP/CSP (4 Sitze), CVP (3 Sitze), FDP (1 Sitz) und SP (1 Sitz).

Die Präsidenten der Gemeinde Visp seit 1925 waren:

Name Amtszeit Bemerkung
Lot Wyer (1880–1965) 1925–1932 KVP
Karl Anthamatten (1897–1957) 1933–1937 KVP
Alex Mengis (1896–1951) 1937–1944 KVP
Adolph Fux (1901–1974) 1945–1960 DP
Hans Wyer (*1927) 1961–1976 ABP/CSP
Peter Bloetzer (*1933) 1977–1992 ABP/CSP
Ruth Kalbermatten (*1950) 1993–2000 CVP
René Imoberdorf (*1950) 2001–2011 ABP/CSP
Niklaus Furger (*1953) 2011–2012 CVP
[2][3]

Parteibezeichnungen

  • KVP/CVP: Katholisch-Konservative Volkspartei/Christlichdemokratische Volkspartei
  • DP: Demokratische Partei (Visper Demokraten)
  • ABP/CSP: Arbeiter- und Bürgerpartei/Christlichsoziale Volkspartei

Wirtschaft

Visp ist das Wirtschaftszentrum des deutschsprachigen Oberwallis und bildet zusammen mit Brig-Glis ein Ballungsgebiet. Visp ist mit der Chemieindustrie (Werk Lonza) sowie weiteren kleineren Unternehmen das Zentrum der Oberwalliser Industrie. Visp hat zudem viele Zupendler (ca. 1300) aus den benachbarten Gemeinden.

Verkehr

Der Bahnhof Visp ist ein wichtiger Knotenpunkt der Matterhorn-Gotthard-Bahn, die 2003 aus der Fusion der Brig-Visp-Zermatt-Bahn und der Furka-Oberalp-Bahn entstand. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 wurde der neue Lötschberg-Basistunnel eröffnet. Visp ist seither wichtiger Umsteigebahnhof der Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT) auf der Linie BaselBernLötschbergDomodossolaMailand. Die Reisezeit nach Bern ist damit auf 55 Minuten verringert worden.

Visp ist auch bekannt als das Nadelöhr vom Oberwallis. Im Strassenverkehr sind zu Stosszeiten, beidseitig der Stadt, jeweils längere Staus zu beobachten. Eine Lösung des Problems wurde schon in den 70er Jahren erstellt, doch wegen politischer Querelen immer wieder verworfen. Seit 2001 wird nun an der 8,8 km langen vierspurigen Südumfahrung von Visp gearbeitet. Das Teilstück der Nationalstrasse A9 kann voraussichtlich im Jahre 2012 (provisorisch) in einem zweispurigen Tunnel mit Gegenverkehr in Betrieb genommen werden. Der Vollausbau wird voraussichtlich im Jahr 2016 vollendet sein. Die vorgesehenen Kosten werden sich auf etwa 1.775 Mia. Franken belaufen.

Medien

In Visp befindet sich der Sitz des Senders Radio Rottu Oberwallis.

Sport

Bekannt ist der 1939 gegründete Eishockey Club EHC Visp. Dieser wurde 1962 einmal Schweizer Meister in der National-Liga A und 1960 und 2011 Schweizer Meister in der National-Liga B. Seit 1999 spielt der Club wieder in der National-Liga B, da das Geld fehlt (Budget ca. 1.8 Mio. Franken) und die alte Litternahalle, in der der EHC Visp spielt, nicht den Ansprüchen der obersten Schweizer Liga (National-Liga A) genügt. Zum Club zählen 14 Mannschaften: 3 Aktive, 1 Damen, 1 Senioren, 9 Nachwuchs. Es spielen 300 aktive Spielerinnen und Spieler (Stand August 2011).

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Martinskirche, im unteren Teil des Gebäudes die Bruder-Klaus-Kapelle, rechts unten das Pfarrhaus
Der Chor der Martinskirche
Kultur- und Kongresszentrum La Poste

Zahlreiche römisch-katholische Kirchengebäude und Kapellen prägen das Dorf- und Landschaftsbild. Hauptkirche ist St. Martin. Seit 1951 hat Visp auch eine reformierte Kirche.

Eines der kulturellen Zentren des Oberwallis ist das La Poste – Kultur und Kongresszentrum im Zentrum der Stadt.

Vereine und religiöse Gemeinschaften

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Die Stadt hat viele sportliche, musikalische, literarische, religiöse und andere kulturelle Vereine anzubieten.

Zwischen dem Albanischen Kulturzentrum Visp sowie dessen Moschee, die im Osten der Stadt liegt, und dem Forum Migration Oberwallis besteht ein sehr guter Kontakt und Austausch. Die albanischsprachige Diaspora-Gemeinde in Visp kommt mehrheitlich aus der mazedonischen Stadt Tetovo und dessen Region. Diese albanisch-muslimische Gemeinde zählt ca. 220 Mitglieder und ist sunnitisch geprägt. Mit Hilfe einiger regionaler Pfarreien, der Gemeinde Visp und Spenden der Emigranten-Gemeinde wurde die Moschee errichtet. In Visp und in den umliegenden Gemeinden leben heute ca. 1000 Muslime.

Persönlichkeiten

  • Hans Jodok Burgener (1657–1721), Landeshauptmann (1707–1721)
  • Johann Joseph Arnold Blatter (1684–1752), Bischof von Sitten (1734–1752)
  • Arnold Blatter (1653–1737), Landeshauptmann (1731–1737)
  • Franz Joseph Burgener (1697–1767), Landeshauptmann (1742–1761)
  • Joseph Anton Blatter (1745–1807), Bischof von Sitten (1790–1807)
  • Joseph Theodul Burgener (1782–1852), Staatsrat (1837–1843)
  • Joseph Burgener (1872–1964), Staatsrat (1905–1925)
  • Karl Anthamatten (1897–1957), Staatsrat (1937–1957)
  • Paul Eugen Burgener (1917–2001), Kantonsrichter (1960–1977)
  • Hans Wyer (* 1927), Staatsrat (1977–1993)
  • Peter Bloetzer (* 1933), Ständerat (1991–1999)
  • Joseph Blatter (* 1936), Präsident der FIFA (1998–2015)
  • Pierre Imhasly (* 1939), Schriftsteller
  • Ruth Kalbermatten (* 1950), Nationalrätin (1999)
  • René Imoberdorf (* 1950), Ständerat (2007–)
  • Thomas Burgener (* 1954), Staatsrat (1999–2009)
  • Hans-Peter Kunisch (* 1962), Journalist und Schriftsteller
  • Stefanie Heinzmann (* 1989), Sängerin und Gewinnerin der Castingshow SSDSDSSWEMUGABRTLAD

Literatur

  • Herbert Schmid, Peter Steinmann, Jutta Glanzmann: Der neue Bahnhof Visp. Mobilität und urbane Transformation. 1. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel 2009, ISBN 978-3-03-460076-7.
  • Wanderkarte Visp. 1:25.000, Region Bürchen, Moosalp, Augstbordregion, Turtmanntal, Visperterminen, Nanztal, Simplonpass, Sonnige Halden. Rotten, Visp 2009, ISBN 978-3-905756-63-0.

Weblinks

 Commons: Visp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ungültiger Metadaten-Schlüssel Quelle
  2. Jean-Marc Biner, Walliser Behörden 1848–1977/79: Kanton und Bund, Jahrbuch der Walliser Kantonsbibliothek, des Staatsarchivs und der Museen von Valeria und Majoria, Sitten 1982
  3. Alois Grichting, Das Oberwallis 1840–1990, Rotten Verlag, Brig 1990
Panorama über Visp, Blick Richtung Süden