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Streusiedlung

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Typische alpine Streusiedlung von Frutighäusern im Berner Oberland (Adelboden, Kuonisbärgli)

Eine Streusiedlung oder Einzelhofsiedlung ist eine nicht geschlossene Siedlung, die aus weit auseinander liegenden Bauernhöfen und Weilern ohne eigentlichen Ortskern besteht.

Streusiedlungen können durch spontane, individuelle Besiedlung oder durch geplante Kolonisierung entstehen. In der Regel führte geplante Kolonisierung zu regelmäßigen Siedlungsmustern, individuell und spontan besiedelte Streusiedlungen sind dagegen meistens unregelmäßig.

Mitteleuropa

Weitverbreitet findet sich die Siedlungsform im gesamten Alpenraum und angrenzenden Tiefländern rund um die geschlosseneren Orte, desgleichen im Raum der Böhmischen Masse. Alte, unregelmäßige Streusiedlungen sind etwa die vorherrschende Siedlungsform in großen Teilen Westfalens.[1] Auch bestehen die Großstädte des Ruhrgebiets in ihren ländlichen Teilen rein aus alten Streusiedlungen und Weilern, durchsetzt von Neubaugebieten und Industrieanlagen.

Ganz aus Streusiedlung bestehende Gemeinden wurden im alemannischen Sprachgebiet als Bäuert, im niederdeutschen als Bauerschaft bezeichnet.

Zinnwald-Georgenfeld, Beispiel einer durch den Bergbau entstandenen Streusiedlung

Junge Streusiedlungen aus dem 18. bis 20. Jahrhundert sind durch die Kultivierung von Mooren (Norddeutschland, Donauniederung, Spreewald) und Landgewinnung an der niederländischen und deutschen Nordseeküste entstanden. Während der Separation entstandene Streusiedlungen im Oderbruch tragen den Namen Loose (etwa Güstebieser Loose oder Zäckericker Loose)

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Streusiedlungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. im historischen Sinne, also einschließlich des westlichen Niedersachsen, allerdings nicht in der Hellwegzone östlich von Unna (dort gibt es rein geschlossene Dörfer).


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