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Staatstheater Cottbus

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Datei:Staatstheater.Cottbus.jpg
Staatstheater Cottbus, 2013

Das Staatstheater Cottbus ist das einzige staatliche Theater in Brandenburg. Das Vierspartentheater bietet in Cottbus Vorstellungen der eigenen Ensembles für Schauspiel, Musiktheater (Oper, Operette, Musical), Orchester und Ballett. Im Jahr 2011 verzeichnete es insgesamt über 98.000 Besucher.[1]

Geschichte

Datei:Cottbus staatstheater.jpg
Staatstheater Cottbus,
Großes Haus, ca. 1916
Datei:DBP 1993 1679 Staatstheater Cottbus.jpg
Staatstheater Cottbus auf einer Briefmarke der Deutschen Bundespost (1993)

Seinen Bau verdankt das Cottbuser Theater den Wünschen seiner Bürger. Eine florierende Textilindustrie hatte die ökonomische und politische Stellung des Cottbuser Bürgertums zur Jahrhundertwende gestärkt und weckte nun stärker kulturelle Bedürfnisse. Die errungene Position sollte selbstbewusst mit einem Theaterneubau repräsentiert werden. Die Stadtverordneten beschlossen am 1. November 1905 den Neubau eines Stadttheaters mit einem Kostenvoranschlag von 800.000 Mark und schrieben dazu einen Architekturwettbewerb aus. Den Zuschlag erhielt Bernhard Sehring, der bereits 1896 mit seinem Theaterbau „Theater des Westens“ in Berlin großes Aufsehen erregt und lebhafte Diskussionen ausgelöst hatte.

Der Theaterbau in Cottbus - ein Bauwerk des sezessionistischen Jugendstils - ist Sehrings reifeste architektonische Leistung. Geschickt verwob er hier Architektur, Kunsthandwerk, Malerei und Plastik.

Nach nur 16 Monaten Bauzeit wurde das Theater am 1. Oktober 1908 mit Lessings Schauspiel Minna von Barnhelm eröffnet. Liebstes Kind der Cottbuser war schnell die Operette, Schauspiel hatte es schwer. Mangels eines eigenen Opernensembles etablierte der erste Intendant die "Monatsoper", am Ende der Spielzeit wurde einen ganzen Monat nur Oper gespielt - ausschließlich mit Gästen aus größeren Häusern. Erst ab 1912 gab es ein theatereigenes Orchester und ein festes Opernensemble.

Bildergalerie

Cottbuser Bürger verhinderten 1945 die Sprengung des Gebäudes, das während des Krieges auch als Munitionslager gedient hatte. Eine aufwändige sechsjährige Rekonstruktion in den 1980er-Jahren beseitigte im Laufe der Zeit entstandene Schäden. Technische Neuerungen wurden architektonisch einfühlsam eingebaut. Im Oktober 1986 wurde das Haus feierlich wiedereröffnet.

Seit 1992 ist das Cottbuser Theater das einzige Staatstheater im Land Brandenburg. 1993 trat Christoph Schroth die Intendanz an, die er bis 2003 innehatte. Derzeit ist Martin Schüler Intendant. In mehreren Spielstätten (u. a. der Kammerbühne) wird ein vielseitiger Theater- und Konzertspielplan geboten. Mit den Inszenierungen des Musiktheaters und des Schauspiels hat sich das Staatstheater Cottbus auch überregional einen Namen gemacht.

Auszeichnungen

Die Max-Grünebaum-Stiftung [2] ehrt jährlich „junge, herausragende Künstler“ des Staatstheaters Cottbus:

  • 1997: Oliver Bäßler
  • 1998: Nils Brück
  • 1999: Sigrun Fischer
  • 2000: Dirk Glodde
  • 2001: Susann Thiede
  • 2002: Kai Börner

Film

  • So ein Theater! 100 Jahre Theater Cottbus. Dokumentation, Deutschland, 45 Min., Moderation: Uwe Kockisch, Produktion: rbb, Erstsendung: 1. Oktober 2008, Inhaltsangabe von rbb

Weblinks

 Commons: Staatstheater Cottbus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistische Angaben der Stadtverwaltung - Besucher ausgewählter Kultureinrichtungen
  2. Preisträger der Max-Grünebaum-Stiftung
51.75722222222214.325555555556


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Staatstheater Cottbus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.