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Sonntag

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sonntag (Begriffsklärung) aufgeführt.
Datei:Paul Signac Dimanche.jpg
Paul Signac: Dimanche (Sonntag), 1888–1890

Der Sonntag (althochdeutsch sunnun tag oder ahd. frôn(o)tag ‚Herrntag‘, lateinisch dies solisTag der Sonne“ und dies dominica, griechisch κυριακή ημέρα (kyriaki emera)Tag des Herrn Jesus Christus“ ist heute im deutschsprachigen Raum[1] der siebte Wochentag, kulturhistorisch aber im jüdisch-christlichen Raum der erste Wochentag.

Gesetzliche Regelungen

Praktisch alle europäischen Länder haben gesetzliche Einschränkungen der Sonntagsarbeit. So ist die Sonntagsruhe auch in Deutschland gesetzlich geregelt und geht in ihren Ursprüngen auf die Gewerbeordnungsnovelle vom 1. Juni 1891 von Kaiser Wilhelm II. zurück.

Christliche Bedeutung

In den meisten vom Christentum geprägten Ländern ist der Sonntag der wöchentliche Feiertag, an dem in fast allen Kirchen der Gottesdienst gefeiert wird als Feier von Tod und Auferstehung Christi 'am ersten Tag der Woche'. Nach der jüdischen Tradition beginnt mit dem Sonntag die siebentägige Woche, die in den Schabbat als 7. Tag einmündet, der am Samstagabend endet.[2].

Entwicklung des Sonntags

Grundsätzlich wurde in der griechisch-römischen Antike der Jahresverlauf vor allem durch periodische Feste eingeteilt. Innerhalb der Monate wurden regional unterschiedliche Tage hervorgehoben (für die römische Zeit: Kalenden, Nonen, Iden). Für die frühe römische Zeit ist die Nundinalwoche (8-Tage-Rhythmus) als allgemeine Verbindlichkeit hoch umstritten, in griechischen Poleis ist aber oft ein 10-Tage-Rhythmus zu finden (Dekade). Mit der ursprünglich babylonischen 7-Tage-Woche wurden von Römern und Griechen auch die Bezeichnungen der Tage nach den alten sieben Planeten (einschließlich Sonne und Mond) übernommen. Bereits ab Gaius Iulius Caesar ist eine Berücksichtigung der jüdischen Sabbatwoche belegt.[3] So hieß der erste Tag, der der Sonne gewidmet war, griechisch hêméra Hêliou und lateinisch dies solis. Rechtlich kann die Verbindlichkeit dieser 7-Tage-Woche erst mit Kaiser (Konstantin) ab 321 n. Chr. in der Gesetzgebung zur Arbeits- und Gerichtstagsfreiheit des Sonntags festgemacht werden.[4] Bei Übernahme der Wocheneinteilung durch die Germanen im 4. Jahrhundert n. Chr. übersetzten sie den Begriff zu „Sonntag“, althochdeutsch sunnûntag. In romanischen Sprachen setzte sich die kirchenlateinische Bezeichnung Dominica dies (Tag des Herrn) durch, so im Französischen dimanche.

Frühes Christentum

Die älteste Bezeichnung des christlichen Sonntags ist „Erster Tag nach dem Sabbat“. Der Schabbat wiederum bezieht sich auf den 7. Tag der Schöpfungswoche:

„Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes, da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in deinen Toren ist. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer, und alles was darinnen ist. Aber am siebenten Tag ruhte er von allen seinen Werken. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.“

(Ex 20,8-10 LUT, bezogen auf Gen 2,3 LUT)

Bereits in (Apg 20,7 NGÜ) wird beschrieben, dass sich die Christen am ersten Tag der Woche zum "Brotbrechen" (Gottesdienst) trafen.

Die Auferstehung Jesu Christi fällt demnach auf den Sonntag als „8. Tag“ der Woche. Der Barnabasbrief (Alexandria, um 100, andere Datierung: um 60) lässt Gott sagen: „Nicht die jetzt gefeierten Sabbate will ich, sondern allein den Sabbat, den ich selbst gemacht habe, den Sabbat, an dem ich selbst die ganze Weltgeschichte zur Ruhe bringen und den Anfang des achten Tages machen werde, das heißt: den Anfang einer anderen, neuen Welt. Deswegen begehen wir auch den achten Tag, den Sonntag, uns zur Freude als ersten Tag. Denn an diesem Tag ist Jesus auferstanden von den Toten und den Jüngerinnen und Jüngern erschienen und in den Himmel hinaufgestiegen."[5]

Der Sonntag als achter Tag und als dritter Tag

Im Neuen Testament ist vom 8. Tag direkt keine Rede (siehe aber unter fünfzigster Tag). Lediglich in 2 Petr 2,5 wird auf die Achtzahl der Geretteten in der Arche Noah hingewiesen, wobei die Sintflut als Bild der Taufe galt (vgl. auch 1 Petr 3,19f), die im frühen Christentum in achteckigen Baptisterien gespendet wurde (zu den ältesten Auferstehungsbildern in den Katakomben gehören Darstellungen der Arche Noah). Als Hinweis auf die Auferstehung können die acht Seligpreisungen der Bergpredigt verstanden werden (Mt 5,1-10).

Paulus spricht in 1 Kor 15,4 von der Auferstehung Christi am „dritten Tag“; dasselbe sagt Jesus nach dem Zeugnis der Evangelien auch selbst bei seinen drei Ankündigungen seines Leidens, Sterbens und Auferstehens „am 3. Tag“ (Mk 8,31 parr.). Der dritte Tag nach Jesu Kreuzestod am Freitag (= 6. Tag) ist dann ebenfalls der 8. Tag. Dass der 6. Tag der Kreuzigung Christi als Erlösung mit dem 6. Tag der Erschaffung des Menschen und dem Sündenfall zusammen gesehen wurde, bezeugt Bischof Irenäus von Lyon (2. Jh.): „Er [Christus] kam zur Passion, einen Tag vor dem Sabbat, dem sechsten Schöpfungstag, an dem auch der Mensch gebildet wurde, indem er ihm die zweite Erschaffung, die ihn dem Tod entriss, durch seine Passion schenkte.“[6]

Auch für den unbekannten christlichen Autor des Traktats „Vom Mysterium der Buchstaben“ (6. Jh.), genannt Ps.-Sabas, ist der Sonntag der achte Tag nach dem Sabbat: „Daher geschieht auch die Beschneidung nach dem Gesetz am achten Tag, und nach der Siebenzahl des Sabbat ist Christus am Sonntag von den Toten auferstanden, beschnitt uns vom Teufel und befreite uns von ihm durch die Beschneidung der Taufe.“[7]

Vor dem Hintergrund der Schöpfungswoche bedeutet die Bezeichnung „achter Tag“ der Auferstehung einen Überstieg über die 7-Tage-Schöpfung als Neuschöpfung, wie dann Paulus die Taufe versteht (2 Kor 5,17). Joseph Ratzinger schreibt: „In der Schöpfung selbst ist schon jenes Licht da, das dann am achten Tag in der Auferstehung des Herrn und in der neuen Welt zu seiner vollen Helligkeit kommt, uns den Glanz Gottes sehen lässt.“[8] Ratzinger wendet hier denselben hermeneutische Grundsatz an, der auch für das altchristliche und das jüdische Schriftverständnis gilt: „’In der Bibel gibt es kein Vorher und Nachher.‘ Auch wenn die Auferstehung am Ende erzählt wird, sie gilt genauso für Adam, für Noah.“[9]

Im Licht einer geistigen Auslegung der Thora, wie sie durch die Auferstehung Christi am achten Tag ermöglicht wird (vgl. die Emmaus-Erzählung Lk 24,25-27), kann Friedrich Weinreb am Ende seines Hauptwerkes über die Struktur der Bibel in jüdischer Überlieferung formulieren: „Der achte Tag ist in der Bibel eine ebenso klare Realität wie der sechste oder siebte. Wäre es nicht so, würde der Tod am Ende des siebten Tages eine zur Verzweiflung führende Tatsache sein müssen. Mit der Realität der Struktur aber, die dem achten Tag eine ebenso deutliche Stellung einräumt wie diesem siebten, bekommt der Tod einen ganz anderen Charakter. Dann ist der Tod offenkundig, solange es diesen siebten Tag noch gibt, der Übergang in den achten Tag.“[10]

Achter Tag und fünfzigster Tag

Wie der achte Tag auf das Jenseits der Sieben-Tage-Woche und damit die Vollendung der Schöpfung verweist, so auch der fünfzigste Tag als Überstieg über die 7² (= 49), s. Zahlensymbolik. Am fünfzigsten Tag, jüdisch Schawuot, christlich Pfingsten, wird die fünfteilige Thora als Wort Gottes bzw. der Geist Gottes als Quint-essenz vom Himmel gesandt. Das Symbol des Geistes ist das Öl der Salbung; der Messias als Geist-Gesalbter ist daher der „König des achten Tages“. „Der achte Tag ist der Tag des Messias.“[11]

Messias (hebr. maschiach), Salböl (hebr. schemen) des Geistes und acht (hebr. schmona) bzw. achter Tag bilden im Hebräischen schon sprachlich eine untrennbare Einheit: „Öl ist ja Acht, Öl kommt erst am achten Tag!“[12] Entsprechend brennt beim Tempelweih- bzw. Öl-Fest Channuka (= Erneuerung) das Öl acht Tage lang, auch „die Herstellung neuen Öls dauerte acht Tage“.[13]

Wenn man nach Kardinal Jean Daniélou wegen der Auferstehung Jesu „die Lehre vom achten Tag für rein christlichen Ursprungs halten“ müsse,[14] dann doch nur in dem Sinn, dass das Christliche auf dem Biblischen aufbaut. Der achte Tag hat im Alten Testament seine zentrale Bedeutung: Er ist der Tag der Beschneidung (Gen 21,4; Lev 12,3) als Zeichen des Bundes, das dann im Bundeszeichen der Taufe weitergeführt wird; und er ist Symbol des Gelobten Landes der Einheit als Ziel des Auszugs aus ‚Ägypten’, dem Land der Zweiheit oder der leidvollen Gegensätzlichkeit: „Die Wanderung von Ägypten nach Kanaan ist also der Weg von der Zwei zur Eins.“[15] Der Wegführer zur Einheit ist am Ende nicht mehr Mose, sondern Josua, der Sohn des Nun, das heißt der Fünfzig (Num 27,18.23): „Josua, der Führer in die neue Welt, ist der ‚ben nun’, ist der Sohn des Nun, der 50, somit … der Eintritt in den achten Tag.“[16]

Von daher erzählt dann auch das Markusevangelium das Leben Jesu von seinem ersten öffentlichen Auftreten (Mk 1,15: „Die Zeit ist erfüllt“) bis zu seinem Tod am Kreuz in sieben Wochen mit der Auferstehung am ersten Tag der achten Woche oder am 50. Tag, als „eben die Sonne aufging“ (Mk 16,2).[17] Ob hier schon zwischen dem Auferstehungstag und dem Dies solis eine Beziehung hergestellt wird, ist theologisch umstritten, auch weil die Sonne biblisch ja nicht am 1. Tag, sondern am 4. Tag erschaffen wird (Gen 1,14-19). Zweifellos aber besteht ein enger Bezug zwischen der Auferstehung und dem einen Urlicht des 1. Tages. Von ihm sagt die jüdische Überlieferung: Das Urlicht „wird von Gott weggenommen, um am wirklichen Tag wiederzukommen.“[18] Das Urlicht „ist in seinem nicht-materiellen Sinn identisch mit ‚chessed’, was sich mit Liebe, Gnade, Güte umschreiben lässt, ein Schenken ganz umsonst.“[19]

Sonntag und Sonnenaufgang im Osten

In diesem Sinn ist die Auferstehung am achten Tag als dem wirklichen Tag der Durchbruch der Gnade und des Geistes Gottes, der der am 6. Tag, am ‚Freitagnachmittag’, im Sündenfall gefallenen Welt einen neuen Anfang schenkt und zugleich die 7-Tage-Schöpfung vollendet. Diese Vollendung in der ‚Wiederkunft’ Christi bleibt das Hoffnungsziel der Glaubenden, weshalb die Kirchen (ab dem 5. Jh.) „geostet“ wurden: „Die Sonne symbolisiert den wiederkehrenden Herrn, den endgültigen Sonnenaufgang der Geschichte. Nach Osten beten bedeutet: dem kommenden Christus entgegengehen.“[20]

Mit dem Osten als Aufgang des Lichts (vgl. Lk 1,78) verbanden die frühen Christen den ‚Anfang’ der Schöpfung und zugleich den Anfang des Jahres (Frühlingsbeginn). Die Bibel verortet deshalb das Paradies „im Osten“ (Gen 2,8). Im frühchristlichen Taufritus vollzog der Täufling im ‚kleinen Exorzismus‘ buchstäblich eine Wendung (conversio) vom Westen hin zum Osten, wodurch er die Absage an den Satan und die Zusage an Christus zum Ausdruck brachte, der geradezu mit dem Osten (als Ursprung) identifiziert wurde. So sagt Ps.-Athanasios: „Die Gläubigen jedoch mögen es hören und lernen, dass die seligen Apostel deshalb die christlichen Gemeinden sich nach Osten richten ließen, damit wir auf das Paradies blicken, auf unsere alte Heimat und unser Land, aus dem wir herausgefallen sind; wir bitten Gott den Herrn, uns dorthin zurückzuversetzen, woher wir vertrieben worden sind.“[21]

Sonntag und Frühlingsvollmond

Damit hängt die Bindung von Ostern und des Ostersonntags an den Frühlingsvollmond zusammen. Im Gegenüber zur Sonne als Geist-Symbol steht Luna in der Bibel für die Körperwelt, für Geburt und Tod sowie für das Weibliche (Mondzyklus und Menstruationszyklus gehören zusammen). Eva wird darum aus Adams ‚Rippe’ (= Mondsichel) ‚gebaut’, die Stelle wird mit „Fleisch“ aufgefüllt (Gen 2,21; s. Adam und Eva). Der Todessymbolik von Luna entspricht ihre Auferstehungssymbolik: „In der Welt der Religionen erscheint der Mond mit seinen wechselnden Phasen häufig als Symbol des Weiblichen, besonders aber als Symbol der Vergänglichkeit. So entspricht die kosmische Symbolik des Mondes dem Geheimnis von Tod und Auferstehung, das im christlichen Pascha begangen wird. Wenn der Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond als Osterdatum erscheint, verbinden sich die Symbolik von Sonne und Mond: Vergänglichkeit ist hineingehalten ins Unvergängliche. Tod wird zur Auferstehung und mündet ins ewige Leben hinein.“[22]

Von diesem ewigen Leben handelt die Bibel schon in der Geschichte vom Garten Eden, in dessen einen Mitte zwei Bäume stehen: der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse sowie der Baum des Lebens, das heißt des ewigen Lebens (Gen 2,9; 3,22). In der Johannes-Apokalypse sagt der Auferstandene: „Wer siegt, dem werde ich zu essen geben vom Baum des Lebens, der im Paradies Gottes steht“ (Offb 2,7). Das Motiv des Sieges bezieht sich auf den Ostersieg der ‚Sonne der Gerechtigkeit’ über Sünde, Tod und Teufel oder die (gefallene) „Welt“ in der Ermöglichung von Glaube, Hoffnung und Liebe: „Das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat: unser Glaube. Wer sonst besiegt die Welt, außer dem, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist? Dieses ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist“ (1 Joh 5,5f; vgl. 3,5.8). Wasser und Blut werden auf die Taufe Jesu am Anfang und seinen blutigen Kreuzestod am Ende oder auf die Sakramente Taufe und Eucharistie bezogen (vgl. Joh 19,34).

Die Eucharistie wurde von den frühen Christen als die Frucht vom neuen Lebensbaum des Kreuzes verstanden, der das ewige Leben schenkt. Im Dialog mit dem Juden Tryphon sagt Justin der Märtyrer (2. Jh.): „Auf den, welcher gekreuzigt worden war, um, wie die Schrift zeigt, in Herrlichkeit wiederzukommen, verwies geheimnisvoll das Holz des Lebens, das, wie berichtet ist, im Paradies gepflanzt wurde, und die Geschichte aller Gerechten.“[23] Von der Symbolik von Sonne und Mond als Geist- und Leibseite der Schöpfung lassen sich beide Bäume auch als Sonnen- und Mondbaum verstehen, die in der Wiederherstellung des ‚Bundes im Blut Christi’ (Lk 22,20) eins werden.[24]

In diesen Kontext gehört auch das Symbol der dreistündigen ‚Sonnenfinsternis’ (Lk 23,44); sie wird in der Regel mit Amos 8,9f als ‚endzeitliches‘ Zeichen gedeutet. In dieser ‚Mittagsnacht’ des Karfreitags sind Sol und Luna als kosmische Urbilder des Ur-Männlichen und Ur-Weiblichen gleichzeitig voll, was in der jüdischen Mystik für die ‚Endzeit’ auch erwartet wurde. Für die jüdische Mystik verkörpert der „heilige Mond“ die Sabbat-Braut bzw. die Schechina (Einwohnung Gottes) in der Welt, die mit der Ekklesia Israel identifiziert wird. „Die monatliche periodische Verkleinerung des Mondes (analog zur monatlichen = mondlichen Menstruation) symbolisiert das ‚Exil der Schechina’, die Wiederherstellung des Mondes zu ursprünglicher Größe und Leuchtkraft dagegen die Erlösung des Leibes aus dem Exil.“[25]

Der Sonntag als Herrentag

Die enge Verbindung des 8. Tages der Auferstehung „mit dem ersten Tag jener kosmischen Woche (vgl. Gen 1,1-2,4)“, der als „Tag der Erschaffung des Lichtes (vgl. 1,3-5)“ gilt, unterstreicht auch Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben „Dies Domini“ (1998) zum ‚Tag des Herrn’ (bes. n. 24). Die Bezeichnung Tag des Herrn lebt heute noch in vielen romanischen Sprachen als Bezeichnung des Sonntags fort: franz. dimanche, ital. domenica, spa. domingo leiten sich von dies dominicus bzw. dies dominica, der lateinischen Übersetzung des griechischen Kyriake heméra, ab.

Die Bedeutung des Sonntags wird bereits für den Beginn des 2. Jahrhunderts durch die Didache (ca. 90), später auch durch Plinius, den Barnabasbrief (s.o.), durch Ignatius von Antiochia um 110 in Asien, durch Justin den Märtyrer und durch Irenäus von Lyon (um 180) bezeugt.

Didache (ca. 90): Wenn ihr aber am Herrentag zusammenkommt, dann brecht das Brot und sagt Dank, nachdem ihr zuvor eure Übertretungen bekannt habt, damit euer Opfer rein sei.
Plinius, Kleinasien (um 110): Sie pflegten sich an einem bestimmten Tage vor Sonnenaufgang zu versammeln, Christus als ihrem Gott einen Wechselgesang zu singen … Hernach seien sie auseinandergegangen und dann wieder zusammengekommen, um Speise zu sich zu nehmen …
Justin der Märtyrer, Rom, 1. Apologie (um 150): An dem nach der Sonne benannten Tage findet die Zusammenkunft von allen, die in Städten oder auf dem Lande herum weilen, an einem gemeinsamen Ort statt. Es werden die Aufzeichnungen der Apostel und die Schriften der Propheten vorgelesen, soweit es die Zeit erlaubt. Wenn dann der Vorleser aufgehört hat, hält der Vorsteher eine Ansprache, in der er ermahnt und auffordert, diesen schönen Lehren und Beispielen nachzufolgen. Sodann stehen wir alle zusammen auf und schicken Gebete zum Himmel * für uns selbst … und für alle anderen auf der ganzen Welt, auf daß wir würdig werden, … auch in Werken als gute … Menschen und als Beobachter der Gebote befunden zu werden, um so das ewige Heil zu erlangen. Nachdem wir die Gebete beendet haben, grüßen wir einander mit einem Kusse. Dann wird dem Vorsteher der Brüder Brot gebracht und ein Becher mit einer Mischung von Wasser und Wein. Dieser nimmt es, sendet durch den Namen des Sohnes und des Heiligen Geistes Lob und Preis zum Vater aller Dinge empor und verrichtet eine lange Danksagung dafür, daß wir dieser Gaben von ihm gewürdigt wurden. Ist er mit den Gebeten und der Danksagung zu Ende, stimmt das ganze anwesende Volk ein, indem es spricht: Amen. Nachdem der Vorsteher die Dankhandlung vollbracht und das ganze Volk eingestimmt hat, reichen die Diakone, wie sie bei uns heißen, jedem Anwesenden vom dankgesegneten Brot und vom mit Wasser vermischten Wein zum Genuß dar und bringen davon auch den Abwesenden.

Daraus lässt sich schließen, dass der Brauch bereits zur Zeit der ältesten Schriftquellen verbreitet war. Was sich allerdings nicht daraus schließen lässt, ist eine durchgehende „Heilighaltung“ des Sonntags im Sinne eines Tages der Arbeitsruhe.

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Der Sonnabend, Juden vor der Synagoge, Deutschland ca. 1800

Für die Nichtbeachtung des Schabbats und die Einführung des sonntäglichen Feier- und Gedenktages bei den Heidenchristen wird als Grund angeführt: Die frühen Judenchristen, die zum Synagogengottesdienst am Schabbat gingen, lasen die Heilige Schrift und verstanden sie anders als andere antike Strömungen des Judentums. Der Tag des Herrn war Vorgriff auf Gottesgericht und Weltvollendung, den endzeitlichen Tag des Herrn. Beim rabbinischen Judentum stellt er einen Tag des sehnsuchtvollen Erwartens des universellen Weltfriedens der messianischen Zeiten und der kommenden Welt dar.

Ein zweiter Grund kam hinzu: für die Heidenchristen war Jesus Christus Herr und Gott (Kyrios) und nicht der römische Kaiser, der den göttlichen Titel „Herr“ (Kyrios) für sich beanspruchte. Mit der Feier des Tags des Herrn distanzierten sich die Christen vom vergöttlichten römischen Kaiser bzw. dem Kaiserkult, und damit wurde ihr Tag des Herrn zum gelebten Glaubensbekenntnis und in einem gewissen Sinn auch zum Politikum.

Ab dem 3. Jahrhundert gab es außer den Ebioniten noch mehrmals uns wenig bekannte Gruppen, die parallel zum Tag des Herrn auch den Sabbat feierten, wie z. B. die Albigenser.

Spätes Römisches Reich

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Konstantin der Große (307-337) als Sol invictus. Geprägt ca. 309-310, Lugdunum. Sol stehend mit dem Gesicht nach rechts, rechte Hand erhoben, den Globus in der linken, mit 7 strahliger Gloriole des Helios (4 Strahlen von der Seite sichtbar).

Im Jahre 321 erklärte Konstantin I. den dies solis zum verpflichtenden Feiertag, auch für die Christen und Mithrasanhänger.

Alle Richter und Einwohner der Städte, auch die Arbeiter aller Künste, sollen am ehrwürdigen Tag der Sonne ruhen.

Dringende landwirtschaftliche Arbeit ist bei Konstantin ausgenommen. Dieser gefeierte Tag war bei den Anhängern des Mithraskults, dem überwiegend die römischen Soldaten anhingen, der heilige Tag, den auch die Heidenchristen als Tag des Herrn feierten. Konstantin konnte mit diesem Edikt also gleich zwei wichtigen Religionen dienen, wiewohl er sich selbst auch auf Münzen als Sol invictus (unbesiegte Sonne) prägen ließ.

Mittelalter

Während im Frühmittelalter Sonntagsruhe im heutigen deutschen Sprachraum noch kein Thema war, entwickelten sich im Laufe des Mittelalters kirchliche Gebote: Christen hatten am Gottesdienst teilzunehmen, der Sonntagsfrevel (Sonntagsarbeit) gefährde das Seelenheil. Gleiches galt auch für eine allmählich immer weiter zunehmende Zahl von kirchlichen Feiertagen.

Reformation

In der Reformation war der absolut arbeitsfreie Sonntag nicht wesentlich, es ging bei der Sonntagsheiligung in erster Linie um den Gottesdienstbesuch. Die meisten anderen kirchlichen Feiertage wurden abgeschafft.

Martin Luther, Großer Katechismus: Darum geht nun dies Gebot nach dem groben Verstand uns Christen nichts an, denn es ein ganz äußerliches Ding ist, wie andere Satzungen des Alten Testaments, an sonderliche Weise, Person, Zeit und Stätte gebunden, welche nun durch Christum alle frei gelassen sind. Aber einen christlichen Verstand zu fassen für die Einfältigen, was Gott in diesem Gebot von uns fordert, so merke, daß wir Feiertage halten nicht um der verständigen und gelehrten Christen willen, denn diese bedürfen nirgends zu, sondern erstlich auch um leiblicher Ursache und Notdurft willen, welche die Natur lehrt und fordert für den Gemeinden Haufen, Knechte und Mägde, so die ganze Woche ihrer Arbeit und Gewerbe gewartet, daß sie sich auch einen Tag einziehen, zu ruhen und erquicken. Darnach allermeist darum, daß man an solchem Ruhetage (weil man sonst nicht dazu kommen kann) Raum und Zeit nehme, Gottesdienstes zu warten; also daß man zu Haufe komme, Gottes Wort zu hören und handeln, darnach Gott loben, singen und beten.
Heidelberger Katechismus: 103. Was will Gott im vierten Gebot? – Zum Ersten will Gott, daß das Predigtamt und die Schulen erhalten werden und ich besonders am Feiertage regelmäßig zur Gemeinde Gottes komme, um das Wort Gottes zu lernen, die heiligen Sakramente zu gebrauchen, den Herrn öffentlich anzurufen und das christliche Almosen zu geben. Zum Zweiten will er, daß ich alle Tage meines Lebens von meinen bösen Werken feiere, den Herrn durch seinen Geist in mir wirken lasse und so den ewigen Sabbat in diesem Leben anfange.

Neuzeit

Im 17. Jahrhundert kam durch die von den Puritanern beeinflussten Pietisten wieder eine sabbatähnliche Sonntagsheiligung auf, die in den folgenden Jahrhunderten wegen der Industrialisierung immer weniger eingehalten wurde.

Erst Ende des 19. Jahrhunderts kamen wieder erste Arbeitsgesetze, die die Arbeit am Sonntag einschränkten (z. B. Schweizer Fabrikgesetz von 1877).

Die Weimarer Reichsverfassung legte 1919 in Art. 139 fest: Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt. Nach Art. 140 des Grundgesetzes von 1949 ist der Artikel der Weimarer Verfassung „Bestandteil dieses Grundgesetzes“.

Gegenwart

Datei:Gott sei Dank es ist Sonntag.jpg
„Gott sei dank, es ist Sonntag“; Spruchband an einer Kirche

Der wirtschaftliche Druck durch Maschinen, deren Auslastungszeit möglichst 24 Stunden an jedem Tag der Woche betragen soll, setzt sich sowohl gegen die traditionell-religiösen als auch gegen die sozialen und humanitären Gründe durch. Neuere Arbeitsgesetze lassen für den Sonntag mehr und mehr Ausnahmen zu. Insofern ist der Sonntag als "großes Kulturgut" (Reinhard Kardinal Marx) zu schützen, zumal wir die Gestaltung des Lebens immer mehr der "Wirtschaft unterordnen" (Heinrich Bedford-Strohm) .[26]

Neben dem Judentum und dem Christentum kennt auch der Islam den siebentägigen Feiertagsrhythmus. In vielen islamischen Ländern nimmt der Freitag die Rolle des Ruhetags ein, wobei der Tag früher nicht arbeitsfrei war, sondern nur jedermann der mittägliche Besuch der Moschee ermöglicht werden sollte. Arbeitsfreier Tag wurde der Freitag in islamischen Ländern im 20. Jahrhundert – analog zum Sonntag in christlichen Ländern. Da auf Arabisch der Sonntag den Namen „yom al ahad“ (erster Tag) trägt, ist diese Bezeichnung als arabisches Lehnwort oder als Übersetzung in den Sprachen der meisten Muslime (Arabisch, Iranisch/Tadschikisch, Tatarisch, Malaiisch/Indonesisch) zu finden.

Besonderes

Der Hamburger Fischmarkt, der an Sonn- und Feiertagen abgehalten wird, beginnt um 5, im Winter um 7 Uhr morgens und endet bereits um 9:30 Uhr. Die frühen Öffnungszeiten gehen auf den historischen Fischmarkt, der seit 1703 abgehalten wurde, zurück: der leicht verderbliche Fisch sollte an Sonntagen vor dem Kirchgang um zehn Uhr verkauft sein.[27]

Der schottische Leichtathlet Eric Liddell weigerte sich als tiefgläubiger Christ bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris zum Vorlauf seiner Spezialdisziplin, des 100-Meter-Laufs, anzutreten, da dieser an einem Sonntag stattfand. Stattdessen wurde er überraschend und mit einem neuen Weltrekord Sieger im 400-Meter-Lauf, bei dem Vorläufe und Finale an Werktagen ausgetragen wurden. Diese Ereignisse wurden im 1981 erschienenen Film Die Stunde des Siegers (engl. Chariots of Fire) aufgegriffen.[28][29]

In den Niederlanden verbietet ein Gesetz von 1954 das Fußballspielen vor 13 Uhr.[30]

Einzelnachweise

  1. (z. B. DIN 1355) seit 1. Januar 1976)
  2. Schöpfungstexte der Genesis
  3. Philon, Legatio ad Gaium 158.
  4. Codex Theodosianus 2,8,1.
  5. Zit. nach: Das Neue Testament und frühchristliche Schriften, übers. und komm. von Klaus Berger und Christiane Nord, Frankfurt/M. u.a. 2005, 237-263, hier S. 257 (= Kap. 15,8f).
  6. Irenäus von Lyon: Adversus Haereses. Gegen die Häresien, Buch V 23,2, übers. und eingel. von Norbert Brox, Freiburg u.a. 1995 (ähnlich dann im Mittelalter Bonaventura: Hexaemeron, XV, 17).
  7. Der Traktat „Vom Mysterium der Buchstaben“. Kritischer Text mit Einführung, Übersetzung und Anm. von Cordula Bandt, Berlin u. a. 2007, S. 135 Vgl. ebd. „Überall nämlich in der göttlichen Schrift, wo die Zahlen Acht und Achtzig vorkommen, wirst du feststellen, dass sie sich auf Christus und seine Kirche beziehen.“
  8. Joseph Ratzinger: Der Geist der Liturgie. Eine Einführung, Freiburg u.a. 2000, S. 106.
  9. Friedrich Weinreb: Innenwelt des Wortes im Neuen Testament. Eine Deutung aus den Quellen des Judentums, Weiler i.A. 1988, S.240.
  10. Friedrich Weinreb: Schöpfung im Wort. Die Struktur der Bibel in jüdischer Überlieferung, Zürich ²2002, S. 881f.
  11. Friedrich Weinreb: Schöpfung im Wort. Die Struktur der Bibel in jüdischer Überlieferung, Zürich ²2002, S. 247 und S. 260.
  12. Friedrich Weinreb: Schöpfung im Wort. Die Struktur der Bibel in jüdischer Überlieferung, Zürich ²2002, S. 239.
  13. Friedrich Weinreb: Schöpfung im Wort. Die Struktur der Bibel in jüdischer Überlieferung, Zürich ²2002, S. 239f.
  14. Jean Daniélou: Liturgie und Bibel. Die Symbolik der Sakramente bei den Kirchenvätern, München 1963, S. 265–289: Der achte Tag.
  15. Friedrich Weinreb: Schöpfung im Wort. Die Struktur der Bibel in jüdischer Überlieferung, Zürich ²2002, S. 226 (zu Eins und Zwei vgl. die biblische Zahlensymbolik).
  16. Friedrich Weinreb: Schöpfung im Wort. Die Struktur der Bibel in jüdischer Überlieferung, Zürich ²2002, S. 227.
  17. Vgl. Ludger Schenke: Das Markusevangelium. Literarische Eigenart – Text und Kommentierung, Stuttgart 2005, S. 13-16.
  18. Friedrich Weinreb: Das Opfer in der Bibel. Näherkommen zu Gott (hg. von Chr. Schneider), Zürich 2010, S. 472.
  19. Friedrich Weinreb: Das Opfer in der Bibel. Näherkommen zu Gott (hg. von Chr. Schneider), Zürich 2010, S. 182.
  20. Joseph Ratzinger: Der Geist der Liturgie. Eine Einführung, Freiburg u.a. 2000, S. 61.
  21. Zit. nach Martin Wallraff: Christus Verus Sol. Sonnenverehrung und Christentum in der Spätantike, Münster 2001, S. 80; vgl. S. 67 und S. 73.
  22. Joseph Ratzinger: Der Geist der Liturgie. Eine Einführung, Freiburg u.a. 2000, S. 88.
  23. Zit. nach V. Pfnür, Das Kreuz: Lebensbaum in der Mitte des Paradiesgartens. Zur Bedeutung der christlichen Kreuzessymbolik (www.uni-muenster/mnkg/pfnuer/kreuzlebensbaum.de), 1–14, hier S. 7. Vgl. ders., Das Kreuz: Lebensbaum in der Mitte des Paradiesgartens.Zur Bedeutung der christlichen Kreuzessymbolik, in: M.-B von Stritzky/ Chr. Uhrig (Hg.), Garten des Lebens, Altenberg 1999, 203–222.
  24. Vgl. Klaus W. Hälbig: Der Baum des Lebens. Kreuz und Thora in mystischer Deutung, Würzburg 2011, S. 287f.
  25. Klaus W. Hälbig: Der Baum des Lebens: Kreuz und Thora in mystischer Deutung, Würzburg 2011, S. 285.
  26. Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm im Gespräch, abgerufen am 2. Februar 2012
  27. Fischmarkt Hamburg(abgerufen 28. April 2009)
  28. Britannica Online Encyclopedia (abgerufen 28. April 2009)
  29. BBC, A Sporting Nation (abgerufen 28. April 2009)
  30. Henk Boesten, "Wo Fußball am Sonntag tabu ist", in: Saarbrücker Zeitung, 7. April 2009 (abgerufen 28. April 2009)

Literatur

  • Klaus W. Hälbig: Geheimnis des Sonntags, in: Christ in der Gegenwart 49/ 2009, S. 557 f.
  • Uwe Becker: Sabbat und Sonntag. Plädoyer für eine sabbattheologisch begründete kirchliche Zeitpolitik, Neukirchener Verlag 2006, ISBN 3-7887-2166-9
  • Peter Häberle: Der Sonntag als Verfassungsprinzip, Duncker & Humblot, Berlin 2006, 2. Auflage, ISBN 3-428-12172-4
  • Ernst Haag: Vom Sabbat zum Sonntag. Eine bibeltheologische Studie (Trierer Theologische Studien; 52), Paulinus-Verlag 1991, ISBN 3-7902-1280-6
  • Wolfgang Mosbacher: Sonntagsschutz und Ladenschluß, Duncker & Humblot 2007, ISBN 3-428-12409-X
  • Berthold Simeon Nuß: Der Streit um den Sonntag. Der Kampf der katholischen Kirche in Deutschland von 1869 bis 1992 für den Sonntag als kollektive Zeitstruktur. Anliegen - Hintergründe - Perspektiven, Komzi 1996, ISBN 3-929522-91-8

Siehe auch

Weblinks

 Wiktionary: Sonntag – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Sunday – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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