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Schmalkaldische Artikel

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UB Heidelberg, Cod. Pal. germ. 423

Die Schmalkaldischen Artikel sind neben dem Kleinen und Großen Katechismus die einzigen lutherischen Bekenntnisschriften aus der Feder Martin Luthers.

Die Artikel, die im Auftrag des sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich im Dezember 1536 verfasst und auf der Bundesversammlung in Schmalkalden im Februar 1537 vorgelegt wurden, sollten ursprünglich auf dem vom Papst Paul III. einberufenen Konzil zu Mantua verlesen werden. Jedoch haben bereits die Mitglieder des Schmalkaldischen Bundes die Artikel für das Konzil als nicht geeignet eingestuft und nur mit Vorbehalt unterzeichnet. Letztlich fand dieses Konzil, das die Glaubensspaltung beilegen sollte, erst ab 1545 in Trient und größtenteils ohne Beteiligung der Lutheraner statt.

Im Jahre 1544 wurden die Schmalkaldischen Artikel zur Bekenntnisschrift erhoben und später sind sie Teil des Konkordienbuches geworden, in dem die Grundlagen des evangelisch-lutherischen Glaubens niedergelegt sind.

Sie enthalten insbesondere eine Auseinandersetzung mit den Lehren und Praktiken der römisch-katholischen Kirche, die die Lutheraner ablehnen. Themen sind Erlösung, Messe, Papsttum, Heiligen- und Reliquienverehrung, Ablass und ähnliche Themen. Die Sprache ist deutlich und einprägsam.

Die Schmalkaldischen Artikel wurden von insgesamt 43 führenden Gelehrten unterzeichnet, u.a. von Philipp Melanchthon, Johannes Bugenhagen, Johannes Agricola, Justus Jonas und Georg Helt.

Siehe auch

Literatur

  • Die Bekenntnisschriften der evangelisch–lutherischen Kirche (BSLK); Göttingen 1930, 199812 (wissenschaftliche Ausgabe, latein/deutsch).

Weblinks

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