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Schlomo Elieser Alfandri

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Schlomo Elieser Alfandri

Schlomo Elieser Alfandri (geb. ca. 1820 in Konstantinopel; gest. 20. Mai 1930 in Jerusalem), auch bekannt als Saba Kadischa (der "heilige Grossvater"), war ein hochangesehener Tora-Weiser, Rabbiner (Chacham Baschi), Kabbalist und Rosch Jeschiwa in seiner Geburtsstadt Konstantinopel und fungierte später ebenso als Oberrabbiner von Damaskus (seit 1897) und Safed (bis 1918; in Erez Israel, zunächst in Haifa, war er seit 1904).

Alfandri, der sich trotz der Wertschätzung, die man ihm entgegenbrachte, lange Zeit geweigert hatte, als Raw zu amtieren, war bekannt für seine strenge Auslegung der Halacha und seine kompromisslose Hingabe an die Werte der Tora. So verbot er zum Beispiel jegliche Form von Bartrasur, sogar mittels Schere oder anderer Methoden, und weigerte sich strikt, mit bartlosen Männern zu sprechen, selbst mit frommen, die mit ihm über talmudische Fragen disputieren wollten.

Auch in der Frage des Schmitta-Gesetzes war er unerbittlich und stellte sich gegen die Regelung des Oberrabbinats, das die einheimischen Bauern mit einer nachsichtigen Interpretation des Religionsgesetzes vor allzu grossen Verlusten bewahren wollte.

Nach Abschluss einer Kiddusch-Levana-Zeremonie im April 1914 soll er, vier Monate vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, in Tränen ausgebrochen sein und eine sehr grosse kriegerische Auseinandersetzung vorausgesagt haben.

Kurz vor seinem Tod wurde er von Moshe Wallach behandelt, der ihm aber nicht mehr helfen konnte. Er wurde beinahe 110 Jahre alt und auf dem Ölberg im Beisein von Tausenden beigesetzt. Seine Schüler trugen seinen Sarg zu Fuss von seiner Jerusalemer Wohnung bis zum endgültigen Begräbnisplatz.

Alle seine Responsen und halachischen Entscheidungen wurden erst nach seinem Tod publiziert.

Die Jerusalemer Strasse, in der Alfandri gelebt hat, wurde nach ihm benannt

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