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Schlapphut

Aus Jewiki
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Dieser Artikel beschreibt eine Kopfbedeckung. Zu Informationen über Spione siehe Spionage.
Französische Kavaliere mit Schlapphut, Wams und Stulpenstiefeln, 1629

Der Schlapphut (gelegentlich auch Kavaliershut[1]) gehörte zur Tracht in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges; in Europa war zu dieser Zeit ein militärisch geprägter Kleidungsstil verbreitet, zu dem auch diese besondere Hutform gehörte. Der Schlapphut bestand aus weichem Filz, hatte eine breite, vorn, seitlich, hinten oder an zwei Stellen aufgeschlagene Krempe und war mit einer oder mehreren Federn geschmückt.

Anfangs des 16. Jahrhunderts herrschte zwar das Barett vor, aber schon um 1550 wurde der Hut wieder modern, zuerst als hoher, gesteifter spanischer Hut, danach als niederländischer, sogenannter Rubenshut. Bald nach Beginn des 17. Jahrhunderts kam dann der schwedische Schlapphut auf, der fast alle anderen Kopfbedeckungen verdrängte. Die dem Zeitgeschmack entsprechende Ausgestaltung machte den Schlapphut mitunter zu einem kostspieligen Renommierstück.

Sonstiges

Als „Schlapphüte“ werden salopp die Mitarbeiter eines Geheimdienstes bezeichnet, vor allem bei Ausübung ihrer Tätigkeit – den verdeckten Operationen im In- und Ausland. Der Hintergrund ist der im 19./20. Jahrhundert reale Einsatz von breitkrempigen Hüten bei Geheimdiensten, die tief in das Gesicht gezogen wurden, um es möglichst nicht erkennbar zu machen. Cartoonisten, wie Harm Bengen bedienen sich in ihren Werken diesem Bild, meist ergänzt um Sonnenbrille und Lodenmantel.

Siehe auch

Literatur

  • Eintrag Hut. In: Meyers Enzyklopädisches Lexikon. Bibliographisches Institut, Lexikonverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1975, Band 12, S. 365.
  • Erika Thiel: Geschichte des Kostüms. 8. Auflage. Henschel-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-89487-260-8, S. 213.

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Schlapphut aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.