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Scheitholz (Brennstoff)

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Scheitholz nennt man mit einer Axt oder einem Holzspalter in Längsrichtung gespaltene Stammholzabschnitte, die vorwiegend als Brennholz oder zur Herstellung von Holzschindeln dienen. Die einzelnen Stücke werden Holzscheite, veraltet Holzscheiter genannt, abgeleitet von althochdeutsch scît: Holzstück. Für die Verfeuerung ganzer Scheithölzer dienen Scheitholzheizkessel. Auf „Scheitholz knien“ war eine Züchtigungsmaßnahme in Zeiten als auch die Körperstrafe in der Kindererziehung erlaubt war.[1]

Besonders dünn gespaltene Holzscheite werden auch Spanholz oder Span genannt, wobei solche langfaserigen Holzspäne auch beim Hobeln oder Behauen von Holz als Abfall anfallen. Langfaserige Holzspäne vor allem aus Pappelholz werden zur Herstellung von Spanschachteln und Holzsteigen verwendet.

Spanholz als Anfeuerholz

Spächtele aus Fichte und Buche
Ein sogenannter Schnaber, ein früher beliebtes Werkzeug auch zum „Spächtelesmachen“, heute selten geworden.

Für Spanholz als Anfeuerholz ist insbesondere in Baden-Württemberg der Begriff Spächtele 'ʃbɛçdələ (in der Regel im Plural verwendet, Singular: das Spächtele, 'ʃbɛçdəle),[2] in Österreich der Begriff Spreissel in Verwendung, die Herstellung wird „Spächtele machen“, „Spreissel machen“ genannt.

Für die Herstellung werden Holzspäne mit dem Beil von größeren Stücken Holzes auf einem Hackstock sehr dünn abgespalten. Bei entsprechend weichem Holz (etwa Fichte) kann auch schon ein Messer als Spaltgerät genügen, vorteilhaft ist in jedem Fall, dass das zu zerteilende Ausgangsstück Holz trocken und astfrei ist, damit die mit Beil oder Messer längs der Laufrichtung gesetzten Risse sogleich leicht und ungehindert durchs ganze Stück laufen; auf geeignete Stücke hat schon ein Auge, wer das Holz einlagert, um sie sorgsam für ihre spätere „feinere“ Verwendung beiseitezulegen. Das Durchschnitts-„Spächtele“ ist etwa 20 cm lang, etwa 2–3 cm breit und sollte nicht viel dicker als 1 cm sein.

In bäuerlichen Haushalten wird die Herstellung von Anfeuerholz (Spanholz oder manuell hergestelltes Hackgut aus Baumschnitt-Abfallholz) in der Regel dort bewerkstelligt, wo dieses Anfeuerholz dann zum Abtrocknen der Holzfeuchte gelagert wird, beispielsweise in einer Hütte abseits des Hauses.

Einzelnachweise

  1. vgl. Anonymus: Hat der Schulmeister Brod? oder Ich bin Schulpatron, Text eines Lustspiels, Prag und Leipzig bei Caspar Widtmann 1786, online einsehbar bei Google-Books.
  2. Hermann Fischer: Schwäbisches Wörterbuch. Band 5 (O. R. S. bearb. unter Mitwirkung von Wilhelm Pfleiderer). H. Laupp, Tübingen 1920.

Weblinks

Siehe auch

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