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Salvatore Vitale

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Salvatore Vitale (Begriffsklärung) aufgeführt.
Salvatore Vitale

Salvatore „Good Looking Sal“ Vitale (* 22. September 1947 Maspeth, Queens, New York City) ist ein ehemaliger Caterer in New York City und ehemaliger Underboss der Verbrecherfamilie Bonanno, bevor er zum Pentito und Informanten der US-amerikanischen Regierung wurde.[1]

Leben

Salvatore Vitale wurde als Sohn von Giuseppe und Lilli Vitale geboren. Beide waren nach dem Zweiten Weltkrieg aus einem Dorf namens San Giuseppe Jato in Sizilien in die USA ausgewandert. Bereits drei Töchter der beiden waren im Kindbett gestorben.[2]

Bereits als Kind traf Vitale Joseph Massino, den späteren Boss der Bonanno-Familie.[3] Später verliebte sich Massino in dessen Schwester Josephine Vitale und beide heirateten 1960.[4][5] Massino und Salvatore Vitale wurden gute Freunde.[3]

Im Gegensatz zu Massino, der schon früh die Karriere eines Berufsverbrechers anstrebte, beendete Vitale die High School[6][3] diente in der US-Armee und wurde 1968 entlassen und war als Sozialarbeiter für Drogenabhängige tätig.[3][7]

Legale Karriere

Er und Diana zogen nach Long Island und stellten so eine räumliche Distanz zu dem Mafialeben in Maspeth, Queens her. Später betrieb Salvatore dann einen Socialclub in Maspeth, Queens. Damit war er wieder in der Nähe seines Schwagers Joseph Massino, der mit dem CasaBlanca Restaurant und einem Catering Service Tarnfirmen betrieb. Sals Sohn Anthony arbeitete später für den Mafia-Assoziierten Robert Perrino bei der New York Post bevor er vom College flog.

Kriminelle Karriere

Vitale schmiss seinen Job und fragte Massino nach Arbeit im Mafiageschäft. Schnell beteiligte er sich an Einbrüchen und Entführungen von Lastwagen. 1975 war er an der Leichenbeseitigung von Paul Castellanos Schwiegersohn Frank Amato beteiligt. Ihm wurde ein sogenannter „no-show-job“ gegeben. Mit 38 hatte er seine erste Herzattacke, die zweite 2001.

Vitale hatte 1981 an dem sogenannten Three Capos Murder teilgenommen. Dabei handelte es sich um die Ermordung der Bonanno-Capos Alphonse „Sonny Red“ Indelicato, Dominick Trinchera und Philip Giaccone, um die familieninternen Machtkämpfe zu beenden.

Vitale wurde im Jahr 2001 unter Hausarrest gestellt, durfte aber seinem No-Show-Job bei King Caterers in Farmingdale, Long Island als "Lebensmittel -Consultant" nachgehen. Er musste abends vor 18:00 Uhr zuhause sein. Er durfte seine Frau drei Mal pro Woche zum Abendessen einladen. Später beteiligte sich Vitale an der Ermordung von vier Personen zusammen mit Gerlando Sciascia. Außerdem war er an Kreditwucher, illegaler Buchmacherei, Erpressung und illegalem Glücksspiel beteiligt. Die Belastung von Hausarrest und die damit verbundenen rechtlichen Probleme störten die bereits angespannte Ehe.

Joseph Massino

Obwohl Vitale durch Massino zum Underboss der Bonanno-Familie ernannt worden war, genoss er wenig Respekt in der Familie, da er als macht- und geldgierig galt und lediglich als Zögling seines Schwagers angesehen wurde, ohne den er niemals diesen hohen Posten erlangt hätte.

Vitale war ein erfolgreicher Geschäftsmann und Mitinhaber und Geschäftsführer des erfolgreichen J & S Catering Social Club und des Restaurants Casablanca. Als Sal Vitale schließlich verhaftet wurde, informierte ihn das FBI, dass Massino seine Ermordung planen würde. Vitale beschloss die Omertà zu brechen und als Pentito Massino zu verraten.

Informant

Im Januar 2004 offenbarte eine geheime Aufnahme eines Gesprächs mit Capo James Tartaglione, dass Diana Vitale verängstigt vor Massino war und sich bis zum Zeitpunkt seiner Verhaftung von ihrem Mann Salvatore fernhielt. Im Jahr 2003 wurden Vitale und Joseph Massino vom FBI verhaftet und wegen Erpressung und Mordes angeklagt. Vitale wurde auch für einen weiteren Mord angeklagt.

Vitale Aussage betraf im Wesentlichen eine Serie von Morden, die von Massino und John Gotti in Auftrag gegeben worden waren. Vitale sagte dem FBI über seine und Massinos Involvierung in über zehn Morde aus. Darunter waren die Morde an Indelicato, Trinchera, Giaccone, Dominic Napolitano, Anthony Mirra, Cesare Bonventre, Gerlando Sciascia, Gabriel Infante, Joseph Pastore, John Favara und Vito Borelli. Während alle aus dieser Gruppe Berufsverbrecher waren, hatte John Favara John Gottis Sohn versehentlich bei einem Verkehrsunfall getötet. Diese Informationen halfen dazu, Massino zu überführen.

Bis 2010 hatte Vitale gegen 51 Verbrecher aus der organisierten Kriminalität ausgesagt.[8]

Am 29. Oktober 2010 wurde Vitale wegen mehrere Morde verurteilt und dann ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen. 2012 sagte er gegen Thomas Gioeli aus.[9]

Literatur

  • Anthony DeStefano: King of the Godfathers: “Big Joey” Massino and the Fall of the Bonanno Crime Family, 2007 paperback (en), New York: Pinnacle Books 2006, ISBN 978-0-7860-1893-2
  • Simon Crittle: The Last Godfather: The Rise and Fall of Joey Massino. Berkeley 2006, ISBN 0-425-20939-3
  • Joseph D. Pistone, Richard Woodley: Donnie Brasco: My Undercover Life in the Mafia. Hodder & Stoughton, 1999, ISBN 0-340-66637-4.
  • Joseph D. Pistone, Charles Brandt: Donnie Brasco: Unfinished Business. Running Press, 2007, ISBN 0-7624-2707-8.
  • Selwyn Raab: Five Families: The Rise, Decline, and Resurgence of America’s Most Powerful Mafia Empires. St. Martin Press, New York 2005, ISBN 0-312-30094-8.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. The Bonanno/Rastelli/Vitale Family. The Mafia in New Jersey – La Cosa Nostra – State of New Jersey Commission of Investigation 1989 Report
  2. DeStefano, S. 41–42
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Raab, S. 621
  4. DeStefano, S. 43
  5. Crittle, S. 50
  6. Raab, S. 604–605
  7. DeStefano, S. 64
  8. Betrayed by a Mafia Underboss (englisch). , 28. Oktober 2010. Abgerufen am 27. Juni 2012. 
  9. Rosenberg, Noah: Former Underboss Offers Primer on Mob Life (en). , 20. März 2012. Abgerufen am 24. März 2012. 
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Salvatore Vitale aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.