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Haggada

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Haggadabücher am Sedertisch.
Haggada aus dem 14. Jahrhundert

Die Haggada (hebr.הגדה‎, Verbalnomen von der Wortwurzel ‏נגד‎; dt. „erzählen“, „berichten“) ist im Rahmen des religiösen jüdischen Lebens Erzählung und Handlungsanweisung für den Sederabend zu Beginn von Pessach, dem Fest der ungesäuerten Brote. Die Haggada ist ein meist reich bebildertes Büchlein, aus dem beim Festmahl mit der Familie gemeinsam gelesen und gesungen wird. Das Buch, das teilweise auf Aramäisch und teilweise auf Hebräisch geschrieben ist (heute meist mit Übersetzung und einigen Erklärungen in der Landessprache), beschreibt die Vorgänge, die man im Buch Exodus nachlesen kann: Das Exil in Ägypten und den Auszug in die Freiheit; dazu kommen traditionelle rabbinische Ausschmückungen und Auslegungen dieser Geschichte. Zahlreiche Lieder begleiten das Festmahl, das Teil des Sederabends ist. Den traditionellen Abschluss der Haggada bildet das Lied Chad gadja.

„Die“ Haggada (im Sinne des Spezialfalls = Pessach-Haggada) ist nicht zu verwechseln mit Aggada, dennoch wird häufig der Begriff Haggada benutzt, wenn eigentlich Aggada gemeint ist.

Einer der ältesten noch erhaltenen Haggada-Texte aus Deutschland ist die so genannte Vogelkopf-Haggada.

Literatur (Auswahl)

  • Zvi Shua Faust, History of the Kibbutz Haggadah, Jerusalem 2011
  • Elazar Ari Lipinski: Abrabanel Haggada. Pessach das Fest der Fragen. Pessach Zeitschrift 109/2009 des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Bayern. Chefredakteur Prof. Daniel Krochmalnik. Abrabanel Haggada. Pessach das Fest der Fragen. Pessach-Ausgabe 109/2009 der Zeitschrift des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden in Bayern (pdf; 271 kB). Auch unter [1] und [2] auffindbar.

Siehe auch

Weblinks


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