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Blütenhülle

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(Weitergeleitet von Perianth)
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Schematische Darstellung einer perigynen Blüte mit unterständigem Fruchtknoten:
1. Blütenboden/Receptaculum
2. Kelchblätter/Sepalen
3. Kronblätter/Petalen
4. Staubblätter/Stamina
5. Fruchtblätter/Karpelle

Die Blütenhülle oder Perianth ist die Gesamtheit der sterilen Blattorgane in der Blüte von Bedecktsamigen Pflanzen. Sie sitzt unten bzw. außen. Die Funktion der Blütenhülle ist der Schutz der fertilen Organe im Knospenstadium und die Anlockung von Bestäubern während der Anthese.[1]

Formen

Als ungleichförmig oder heterochlamydeisch wird eine Blütenhülle bezeichnet, die in Kelch und Krone gegliedert ist. Eine nicht in Kelch und Krone gegliederte Blütenhülle wird gleichförmig oder homoiochlamydeisch genannt und auch als Perigon bezeichnet.[2]

Fehlt die Blütenhülle, wie etwa bei der Gemeinen Esche (Fraxinus excelsior), wird die Blüte als nackt oder apochlamydeisch bezeichnet.[2]

Die Glieder der Blütenhülle können miteinander verwachsen sein. Dies nennt man beim Perigon Syntepalie, beim Kelch Synsepalie, bei der Krone Sympetalie.[2]

Historisches

Der Begriff Perianth wurde zunächst von Jungius 1678 verwendet. Er wie auch Ray 1682 und Linné 1751 verwenden Perianth für den Kelch. Die Krone wurde damals als die eigentliche Blüte angesehen. Erst seit Mirbel 1815 wird Perianth im heutigen Sinn für die ganze Blütenhülle verwendet.[3]

Weblinks

 Wiktionary: Blütenhülle – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Nachweise

  1. Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783827414557 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
  2. 2,0 2,1 2,2 M. A. Fischer, K. Oswald, W. Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Dritte Auflage, Land Oberösterreich, Biologiezentrum der OÖ Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9, S. 93f.
  3. Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783937872940 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.


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