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Palästinaamt

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Das Palästinaamt als Abteilung der Jewish Agency for Palestine (auch Palästina-Amt Jewish Agency in Deutschland) war eine Einrichtung der Jewish Agency for Israel in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und wurde in zahlreichen Staaten errichtet.[1] Es war die offizielle Vertretung der Zionistischen Weltorganisation in Jafo und wurde ab dem 1. April 1908 unter der Leitung des Soziologen sowie Zionisten Arthur Ruppin tätig und verfügte über mehrere Büros innerhalb der nationalen Einrichtungen.

Geschichte und Zweck

1907 wurde auf dem 8. Zionistenkongress die Errichtung des Palästinaamt beschlossen.

Zu den Aufgaben des Palästinaamts gehörten die Besorgung von Ausreiseerlaubnissen und Visa die sowie die Bereitstellung von Geldern für die Emigration. Neben den eingerichteten Beratungsstellen wurden Ausreise-Handbücher verfasst sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die unter anderem dem Erwerb von handwerklichen und landwirtschaftlichen Fähigkeiten dienten, angeboten. Zur Verbesserung der Integration in die neue Heimat wurden Fremdsprachenkurse in Hebräisch angeboten. 1941 musste die Organisation ihre Tätigkeit im Deutschen Reich und in den besetzten Gebieten einstellen, was die jüdischen Selbsthilfe fast unmöglich machte[2]

Vertretungen in Europa

Deutschland

Die Einrichtung des Palästinaamtes in Deutschland erfolgte im Jahre 1924 in Berlin. Mitgründer war unter anderem der Schriftsteller und Verleger Georg Strauss.

1941 musste die Organisation ihre Tätigkeit im Deutschen Reich einstellen.

Jugoslawien

Das Palästinaamt in Jugoslawien Palenstki ured za Jugislaviju unterhielt neben der Hauptstelle in Zagreb Büros in Sarejow, Belgrad, Novi Sad, Bitola und Skoplje.[3]

Österreich

Ab März 1938 veranlasste Adolf Eichmann Dr. Alos Rothenberg zum Leiter des Palästinaamtes einzusetzen und als Zweig des Auswanderungsamts der Jewish Agency die Auswanderung der Juden zu beschleunigen.[4]

Tschechoslowakei

Der Zionist Jakob Edelstein war von 1933 bis 4. Dezember 1941 Leiter des Palästinaamtes in Prag.[5]

Einzelnachweise

  1. Gedenktafel am Hause Meinekestraße 10 in Berlin., abgerufen am 29. März 2014
  2. und noch die Rettung einzelner Juden ermöglichte.Jüdische Selbsthilfe im NS-Staat., abgerufen am 25. März 2014
  3. dokumente.de/publikationen/Boeckh/Boeckh_Juedische_Gemeinde_von_Zagreb.pdf Die jüdische Gemeinde von Zagreb, abgerufen am 25. März 2014
  4. Yehuda Bauer: Der Hüter meines Bruders. Eine Geschichte des Amerikanischen Jüdischen Vereinigten Verteilungskomitees 1929-1939", abgerufen am 25. März 2014
  5. Andreas Löw: Deutsches Reich und Protektorat September 1939 - September 1941. Band 3 Google Boog - Digitalisat (auszugsweise), S. 601 (Anmerkungen), ISBN 978-3-486-58425-7


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