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Pädagogische Hochschule Heidelberg

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Pädagogische Hochschule Heidelberg
(University of Education)
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Gründung 1962
Trägerschaft staatlich
Ort Heidelberg
Bundesland Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Rektorin Anneliese Wellensiek[1]
Studenten 4.478 WS 2012/13[2]
Professoren 78 (insgesamt 180 Dozenten)
Website www.ph-heidelberg.de
Pädagogische Hochschule Heidelberg

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist eine der sechs Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg. Die anderen Pädagogischen Hochschulen befinden sich in Karlsruhe, Freiburg, Ludwigsburg, Weingarten und Schwäbisch Gmünd.

Die Hochschule bietet ein Promotionsprogramm sowie postgraduale Qualifikationen, wie zum Beispiel die Habilitation bzw. die Juniorprofessur, an.

Fakultäten

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg gliedert sich in drei Fakultäten:

Studiengänge

An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg kann auf das Lehramt an Grundschulen, auf das Lehramt an Werkreal-/Haupt-/Realschulen und auf das Lehramt Sonderpädagogik studiert werden, was auch den Schwerpunkt des Studienangebotes bildet. Zusätzlich bietet die Hochschule die Bachelorstudiengänge Frühkindliche und Elementarbildung und Gesundheitsförderung an. In einigen Fächern kann der Magisterabschluss erworben werden, außerdem besteht die Möglichkeit der Promotion und der Habilitation. Für Lehramtsabsolventen werden außerdem die weiterführenden Studiengänge der Sonderpädagogik, das Ergänzungsstudium zur Sonderpädagogik und die Erweiterungsstudiengänge zu dem Lehrämtern, die zum Unterrichten zusätzlicher Fächer befähigen, angeboten.
Darüber hinaus bietet die PH Heidelberg eine Reihe von weiterführenden Studiengängen an. Hierzu gehört der im Sommersemester 2004 eingerichtete Studiengang zum höheren Lehramt an beruflichen Schulen mit den Fächern Elektrische Energietechnik und Informations- und Systemtechnik. In diesem Masterstudiengang, der in Kooperation mit der Hochschule Mannheim angeboten wird, erwirbt man den akademischen Grad Master of Science und damit die Befähigung, an einer beruflichen Schule zu unterrichten. Für das Bachelor-Studium immatrikuliert man sich an der Hochschule Mannheim, für das Master-Studium an der PH Heidelberg.[3] Nicht-konsekutive Masterstudiengänge sind Pädagogik für Kinder und Jugendliche der Straße und E-Learning und Medienbildung. Seit 2011 bietet die Hochschule außerdem den nicht-konsekutiven Master-Studiengang Bildungswissenschaften an: Für die Studierenden besteht dabei die Möglichkeit, auf Basis gemeinsamer grundlegender Lehrveranstaltungen ein Schwerpunktprofil mit einem spezifischen Master-Abschluss zu wählen. Dieses Schwerpunktprofil kann dann wiederum mit Wahlangeboten aus anderen Profilen kombiniert werden. Zurzeit kann zwischen folgenden Profilen gewählt werden: Fachdidaktik, Frühkindliche und Elementarbildung plus, Führung und Innovation in Bildungsinstitutionen sowie Inklusion und Bildung für Kinder und Jugendliche in riskanten Lebenslagen[4].

Heidelberger Profil

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg war Anfang 2012 mit ihrem Antrag Experts in Education - Professionalisierung für die Bildung von morgen im Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre erfolgreich [5]. Experts in Education bezieht sich dabei auf das Absolventenprofil der Hochschule und soll den Studierenden ermöglichen, dass sie besonders praxisbezogen ausgebildet sind, vernetzt und fächerübergreifend denken, zum inkludierenden Handeln im Bildungsbereich fähig sind und Kompetenzen zur Beratung im Bildungsbereich besitzen. Leitend ist dabei das so genannte „Heidelberger Profil“, welches von den Hochschulmitgliedern entwickelt wurde und im Struktur- und Entwicklungsplan verankert ist.

Forschung

Die Forschung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zeichnet sich durch eine interdisziplinäre Vielfalt zu bildungswissenschaftlichen Themen sowie durch eine national und international sichtbare Schwerpunktsetzung in den Bildungswissenschaften aus. Die Hochschule hat sich insbesondere der Inklusion in Bildungskontexten verpflichtet. Weitere Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie Lehrerprofessionalität, Bildung für Diversität und Inklusion, Science Education sowie sprachlich-literarische Bildung und Medienbildung[6].

Geschichte

Die PH Heidelberg wurde 1904 als Bildungsanstalt für Volksschullehrer gegründet. Erst 1928 wurde eine Lehrerbildungsanstalt eröffnet, die für die Aufnahme das Abitur voraussetzte. Innerhalb von zwei Jahren konnte man sich hier zum Volksschullehrer ausbilden lassen. Während des Dritten Reiches wurde der Lehrbetrieb eingestellt.
Ab 1952 wurde die Bezeichnung Pädagogisches Institut verwendet. 1977 stellte das "Gesetz über die Pädagogischen Hochschulen im Lande Baden-Württemberg" den Ausbau der PH Heidelberg zur wissenschaftlichen Hochschule auf eine sichere Grundlage. Damit war auch die Verleihung des eingeschränkten Promotionsrechtes verbunden (seit 1987 uneingeschränkt). 1995 trat das "Gesetz über die Pädagogischen Hochschulen" in Kraft: Es gesteht den Pädagogischen Hochschulen den gleichen wissenschaftlichen Charakter in Forschung und Lehre zu wie den Universitäten. Die PH Heidelberg erhielt somit das eingeschränkte Habilitationsrecht. Durch das neue Landeshochschulgesetz Baden-Württemberg aus dem Jahre 2005 erhielten die Pädagogischen Hochschulen das uneingeschränkte Habilitationsrecht.
Am 13. Mai 2009 gab die PH Heidelberg eine Haushaltssperre mit weit reichenden Konsequenzen bekannt; zum Beispiel wurde die Besetzung frei werdender Stellen gestoppt. In der Folge zogen rund 1.500 PH-Studierende spontan durch die Straßen. Begründet wurde die Haushaltssperre mit dem Wegfall eines Teils der Studiengebühren durch die Geschwisterregelung. Nach drei Jahren der Aufarbeitung, der konzeptionellen, strategischen sowie inhaltlichen Neuausrichtung und der Konsolidierung des Haushaltes wurde die Haushaltssperre am 2. Mai 2012 offiziell aufgehoben [7].

Lage

Die PH Heidelberg verteilt sich auf mehrere Gebäude im Stadtteil Neuenheim und Neuenheimer Feld. In der Keplerstraße befindet sich die „alte“ PH, in der hauptsächlich die erziehungswissenschaftlichen Fächer (Allgemeine Pädagogik, Schulpädagogik, Psychologie, Soziologie) gelehrt werden. Zusätzlich ist dort die Hochschulverwaltung zu finden. Die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule liegt ebenfalls in der Keplerstraße. Zwei weitere Gebäude in der Nähe der „alten“ PH befinden sich in der Zeppelinstraße. In dem Neubau der PH, im Neuenheimer Feld, wurde der Großteil der Unterrichtsfächer ausgelagert. Ebenso mussten verschiedene Fächer in einen Neubau im Technologiepark der Stadt Heidelberg verlagert werden. Das Fach Geographie ist zum Wintersemester 2009/2010 in den Czernyring (Nähe Hauptbahnhof) umgezogen.

Gebäude

Die Hochschule nutzt insgesamt elf Gebäude und eine Gartenanlage für ihre Lehr- und Forschungstätigkeiten. Im Altbau in der Keplerstraße befindet sich der Sitz der Verwaltung sowie Räume des Fachs Erziehungswissenschaften, im benachbarten E-Bau ist die Bibliothek. Der Fachbereich Musik nutzt Räumlichkeiten in der Quinckestraße. Drei Gebäude in der Zeppelinstraße stehen für Sonderpädagogik und das Landeslehrerprüfungsamt zur Verfügung. In der Mozartstraße gibt es ein Gebäude mit Büros und Räumlichkeiten für die Kinderbetreuung der Hochschule. Der Technologiepark im Neuenheimer Feld beherbergt das philosophisch-theologische Seminar. Die Geographie ist mittlerweile nahe dem Hauptbahnhof angesiedelt. Der Neubau im Neuenheimer Feld wird von mehreren Fächern genutzt und stellt einen Lesesaal zur Verfügung. In direkter Nachbarschaft finden sich zudem das Hörsaalgebäude und das Sportzentrum, außerdem der Ökogarten.

Rektoren

  • Karl Kindt, Philosoph, Theologe, Rektor 1954–1959
  • Heinz-Horst Schrey, Philosoph, Theologe, Rektor 1962–1965
  • Karl Kollnig,Soziologe, Rektor 1965–1971
  • Klaus Engelhardt, Theologe, Rektor 1971–1976
  • Albrecht Abele, Mathematiker, Rektor 1976–1978
  • Erich Thies, Philosoph, Pädagoge, Rektor 1978–1986
  • Horst Hörner,Pädagoge, Rektor 1986–1990
  • Michael Schallies, Chemiker, Rektor 1990–1994
  • Ludwig Schwinger, Rektor 1994–2002
  • Michael Austermann, Rektor, 2002–2009[8]
  • Annelie Wellensiek, Erziehungswissenschaftlerin, Rektorin seit 1. Oktober 2009

Professoren

  • Anne Berkemeier (Professorin für Sprachwissenschaft)
  • Katja Boehme (Professorin für kath. Theologie/Religionspädagogik)
  • Maria Böhmer (Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und außerplanmäßige Professorin für Pädagogik)
  • Gerd-Bodo von Carlsburg (Professor für Schulpädagogik)
  • Karl-Heinz Dammer (Professor für Allgemeine Pädagogik)
  • Heidrun Dierk (Professorin für ev. Theologie/Religionspädagogik)
  • Ilona Esslinger-Hinz (Professorin für Schulpädagogik)
  • Gerhard Härle (Prorektor für Studium, Lehre und Medienentwicklung)
  • Martin Hailer (Professor für ev. Theologie/Religionspädagogik)
  • Adelheid von Hauff (Dozentin für ev. Theologie/Religionspädagogik)
  • Klaus-Dieter Hupke (Professor für Humangeographie)
  • Theo Klauß (seit 1996 Professor für Geistigbehindertenpädagogik; Bundesvorstandsmitglied der Lebenshilfe)
  • Hans Lösener (Professor für Literaturwissenschaft und Theaterpädagogik, Institutsleiter)
  • Eva Loos (Dozentin für ev. Theologie/Religionspädagogik)
  • Thorsten Lorenz (Professor für Medienpädagogik und Leiter des Audiovisuellen Medienzentrums)
  • Ulrich Michel (Professor für Geoinformatik)
  • Norbert Nagel (Dozent für Schulpädagogik)
  • Jeanette Roos (Professorin für Psychologie/Leiterin des B.A. Studiengangs Frühkindliche und Elementarbildung)
  • Carlo Schäfer (Deutschdozent und Schriftsteller)
  • Rolf Seltmann (Dozent für Geographie und ihre Didaktik)
  • Alexander Siegmund (Professor für Physische Geographie)
  • Anne Sliwka (Prorektorin für Forschung, Internationalität und Diversität)
  • Christian Spannagel (Professor für Mathematik und Mathematikdidaktik)
  • Herbert Stettberger (Professor für biblische Theologie, ihre Didaktik, Religionspädagogik und Religionsdidaktik)
  • Christian Verhoeven (Dozent für Theaterpädagogik)
  • Helmut Wehr (Dozent für Allgemeine Pädagogik)

Ehemalige

  • Gerhard Bach (von 1971 bis 1996 Professor für Englisch mit dem Schwerpunkt Amerikanistische Literaturwissenschaft)
  • Gernot Gonschorek (pensionierter Dozent für Schulpädagogik)
  • Alfred Klaus (bis 2012 Professor für Psychologie, pensioniert)
  • Joachim Grabowski (von 1999 bis 2009 Professor für Psychologie)
  • Uwe Hericks (bis 2009 Professor für Schulpädagogik)
  • Wolf Rüdiger Wilms (pensionierter Dozent und Professor für Sonderpädagogik)
  • Joachim Maier (bis 2009 Professor für Katholische Theologie)
  • Ernst Meyer (ehem. Professor für Pädagogik)
  • Angelika Strotmann (Von 2002 bis 2008 Professorin für Katholische Theologie)
  • Johannes-Peter Timm (ehem. Professor für Englisch mit dem Schwerpunkt Angewandte Linguistik und Fremdsprachendidaktik)
  • Uwe Uffelmann (ehem. Professor für Geschichte und ihre Didaktik)
  • John F. Kane (ehem. Professor für Psychologie und Diagnostik bei geistiger Behinderung)

Einzelnachweise

  1. Prof. Dr. Annelie Wellensiek ab 1. Oktober als neue Rektorin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Amt PDF
  2. Statistisches Bundesamt: Studierendenzahlen Studierende und Studienanfänger/-innen nach Hochschularten, Ländern und Hochschulen, WS 2012/13, S. 66-113 (abgerufen am 3. November 2013)
  3. Ingenieurpädagogik der PH Heidelberg
  4. Elementarbildung und Inklusion für die Bildung von morgen PDF
  5. Das Qualitätsmanagement der PH Heidelberg
  6. Forschungsprofil der PH Heidelberg
  7. PH Heidelberg hebt Haushaltssperre auf PDF
  8. Die pädagogische Hochschule ist pleite, RNZ

Weblinks

 Commons: Pädagogische Hochschule Heidelberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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