Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Nizza

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Nizza (Begriffsklärung) aufgeführt.
Nice (dt. Nizza)
Wappen von Nice
Nice (Frankreich)
Nice
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département Alpes-Maritimes (Präfektur)
Arrondissement Nice
Kanton Chef-lieu von 14 Kantonen
Koordinaten 43° 42′ N, 7° 16′ O43.7019444444447.26833333333338Koordinaten: 43° 42′ N, 7° 16′ O
Höhe 8 m (0–520 m)
Fläche 71,92 km²
Einwohner 343.629 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte 4.778 Einw./km²
Postleitzahl 06000, 06100, 06200, 06300
INSEE-Code
Website http://www.ville-nice.fr/
Strandboulevard von Nizza bei Nacht
Strandboulevard von Nizza bei Nacht

Nizza (franz. Nice [nis], nissart Nissa/Niça, ital. Nizza) ist eine Hafenstadt in Südfrankreich, in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA) unweit der Grenze zu Italien zwischen Cannes und Monaco an der Côte d’Azur am Mittelmeer gelegen. Nizza ist Sitz der Präfektur des Départements Alpes-Maritimes. Zusammen mit 23 umliegenden Gemeinden bildet Nizza die Communauté d’agglomération de Nice-Côte d’Azur. Nizza ist nach Marseille die zweitgrößte Stadt der provenzalischen Region PACA und die fünftgrößte Stadt Frankreichs.[1] Die Bevölkerungszahl mit Umland beträgt 930.000 Einwohner.[2]

Geografie

Datei:Nice Port 1.jpg
Blick über den Hafen von Nizza zum Observatorium.

Nizza liegt im Südosten Frankreichs und in der direkten Verlängerung des Mercantour-Massivs (Seealpen), im Westen vom Var-Tal und im Osten vom Mont Boron begrenzt. Die Entfernung zum Fürstentum Monaco beträgt etwa 10 Kilometer, die Entfernung zur italienischen Grenze 30 Kilometer.

Klima und Lokalgeografie

Durch die geschützte Lage ist Nizza auch im Winter einer der wärmsten Orte an der französischen Côte d’Azur. Die angenehmsten Reisemonate sind der Mai und Mitte September bis Mitte Oktober. Im Allgemeinen liegen die Temperaturen in Nizza einige Grad über den Temperaturen in Deutschland. Die Monate Juni bis August können sehr heiß werden. Die Winter sind mild, es gibt in Nizza kaum Frost. Deshalb war diese Stadt im 19. Jahrhundert ein beliebtes Winterquartier für Briten und Russen, darunter auch die Zarenfamilie. Noch heute zeugen die großen Hotels und Gärten sowie die orthodoxe Kirche von diesem Umstand.[3]

Zu erwähnen ist, dass Nizza keinen Sandstrand, sondern einen Steinstrand besitzt. Das milde Klima begünstigt auch den Weinbau, das Weinbaugebiet um Nizza trägt den Namen Bellet.

Nice
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
85
 
13
5
 
 
60
 
13
6
 
 
61
 
15
8
 
 
69
 
17
10
 
 
49
 
20
14
 
 
38
 
24
17
 
 
15
 
27
20
 
 
24
 
27
20
 
 
76
 
24
17
 
 
144
 
21
13
 
 
94
 
16
9
 
 
88
 
14
6
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Météo-France
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Nice
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 12,9 13,4 14,9 16,5 20,1 23,6 26,6 27,2 24,3 20,6 16,3 13,8 Ø 19,2
Min. Temperatur (°C) 5,3 5,9 7,6 9,7 13,5 16,7 19,7 20,0 17,0 13,2 8,8 6,2 Ø 12
Niederschlag (mm) 85,1 59,7 60,9 69,2 49,4 38,3 15,4 23,9 75,6 143,9 94,3 87,6 Σ 803,3
Regentage (d) 6,5 5,5 5,2 7,2 5,4 4,0 2,0 2,9 4,4 7,3 6,6 6,0 Σ 63
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
12,9
5,3
13,4
5,9
14,9
7,6
16,5
9,7
20,1
13,5
23,6
16,7
26,6
19,7
27,2
20,0
24,3
17,0
20,6
13,2
16,3
8,8
13,8
6,2
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
85,1
59,7
60,9
69,2
49,4
38,3
15,4
23,9
75,6
143,9
94,3
87,6
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez


Sprache und Bevölkerung

Die Einwohner Nizzas bezeichnet man als Nizzaer, im französischen Original Niçois. Im Nizzardischen Land wird noch teilweise ein okzitanischer Dialekt, das so genannte Nissart, gesprochen.

Geschichte

Datei:Cimiez thermes.jpg
Reste von Cemenelum

Im 4. Jahrhundert v. Chr. (wohl um 350 v. Chr.) besiegten die Phokäer aus der Gegend um Marseille die Ligurer und gründeten Nikaïa (auch Nicaea, so viel wie siegreich, nach der Siegesgöttin Nike). Im Jahre 154 v. Chr. setzten sich die Römer in der Gegend fest, nachdem die griechischen Siedlungen Nikaia und Antipolis, das heutige Antibes von Ligurern aus der Gegend von Biot und Cannes angegriffen worden waren. Zur Sicherung der Region wurde daraufhin von den Römern neben Nikaïa eine zweite Siedlung, Cemenelum, auf den Bergen von Cimiez errichtet. Die erhaltenen Ruinen deuten für Cemenelum (heute Stadtteil Cimiez) eine Bevölkerungszahl von 15.000 bis 20.000 Einwohnern an. Der Ort war damit ein regionaler Verwaltungsmittelpunkt und erlebte insbesondere durch den Bau der Via Iulia Augusta (7 v. Chr.) einen Aufschwung, sodass etwa zu dieser Zeit der Stützpunkt zur Stadt anwuchs.

Im 5. Jahrhundert wurde Cemenelum zugunsten von Nikaïa aufgegeben. Die Provence fiel 508 an die Ostgoten, 536 an das Frankenreich. 813, 859 und 880 wurde Nizza von sarazenischen Angreifern geplündert, die vom Meer her kamen. Auch in der Folgezeit (z.B. 943) war die Stadt den Angriffen der Muslime ausgeliefert. Diese hatten sich von 888 bis ca. 975 im nahen Fraxinetum festgesetzt, ehe Graf Wilhelm von der Provence sie vertreiben konnte.

1144 wird ein Stadtrat („Consulat“) erwähnt, 1176 eine erste Stadtverfassung. Nizza blieb allerdings weiter der Grafschaft Provence unterstellt, sodass die Stadt im 12. Jahrhundert aragonesisch war und ab 1246 zum Haus Anjou gehörte. Im 13. Jahrhundert machte sich zunehmend die Konkurrenz zu Genua bemerkbar, das um 1215 sogar kurzzeitig die Oberhoheit über die Stadt erlangte. Als Reaktion ließ der Graf der Provence um 1250 in Nizza eine Flotte stationieren. 1295 erfolgte die Gründung der Stadt Villefranche (so viel wie Freie Stadt) nahe bei Nizza mit einem Stützpunkt zur Bekämpfung der Piraterie. 1385 kam es nach dem Tod der Landesherrin Johanna I. zu Erbfolgewirren, als Karl von Anjou und dessen Vetter Karl von Durazzo die Grafschaft Provence für sich beanspruchten. In dieser Situation wandte sich Nizza auf Anstiften des Herren Jean Grimaldi gegen die Anjous, woraufhin im Jahre 1388 Herzog Amadeus VII. von Savoyen den östlichen Teil der Provence als Terre Neuve de Provence und später als Grafschaft (franz. comté) Nizza seinem Herzogtum einverleibte, das somit einen Zugang zum Meer erlangte. Aufgrund seiner strategischen Lage wurde die Stadt stark befestigt und war in der Folge immer wieder umkämpft.

1524 durchquerte Franz I. von Valois-Angoulême die Grafschaft Nizza, um die französischen Ansprüche in der Lombardei gegen die Habsburger zu erkämpfen. Er geriet in der Schlacht von Pavia jedoch in die Gefangenschaft Karls V., der ihn 1525 von Villefranche mit dem Schiff nach Spanien bringen ließ. 1536 zog sich der Herzog von Savoyen vor dem König von Frankreich in die Grafschaft Nizza zurück. Zwei Jahre später wurde in Nizza unter Vermittlung von Papst Paul III. ein Waffenstillstand zwischen Franz I. und Karl V. ausgehandelt. 1543 erfolgte die Belagerung und Plünderung von Nizza durch die französischen Truppen und die Flotte von Khair ad-Din Barbarossa, die Zitadelle konnte gehalten werden. Der lokalen Überlieferung nach war es eine Wäscherin, Catherine Ségourane, die als eine „Jeanne d’Arc von Nizza“ den Abzug der Türken erzwungen haben soll.

Im Jahre 1600 ließ Heinrich IV. die Stadt belagern. Anlässlich des Friedens von Lyon von 1601 verblieb Nizza beim Herzogtum Savoyen, das hier 1614 einen der drei Gerichtshöfe des Landes errichtete. 1631 wurde Nizza von einer Pestepidemie heimgesucht. 1642 wurden die Spanier aus Nizza vertrieben. 1691 nahm Ludwig XIV. Nizza und die Region ein, zugleich übernahm er den Titel eines Grafen von Nizza. 1693 besichtigte der Militärarchitekt Sébastien le Prestre de Vauban die Region um Nizza zur Organisation der Instandsetzung der Festungsanlagen. Zwei Jahre später erlangte der Herzog von Savoyen die Grafschaft Nizza durch die Heirat seiner Tochter mit einem Enkel Ludwigs XIV. zurück. Im Spanischen Erbfolgekrieg kam es erneut zu Kämpfen in der Region, da sich Savoyen auf die Seite der Habsburger gegen Frankreich stellte. Ein französischer Angriff unter General Catinat führte allerdings zur weitgehenden Zerstörung der Festung.

1744, im Rahmen des Österreichischen Erbfolgekriegs, eroberten französisch-spanische Truppen die Grafschaft, die allerdings im Aachener Frieden von 1748 erneut Savoyen zugesprochen wurde. 1749 wurde das Bassin Lympia, der heutige Hafen, angelegt. Nach einer Volksabstimmung wurde 1793 die Grafschaft an Frankreich angegliedert und zum 85. Département mit dem Namen Alpes-Maritimes erhoben.

Von hier aus begann Napoleon Bonaparte 1796 seinen Italienfeldzug, der zur Besetzung des Piemont führte. 1800 wurde die Region kurzfristig durch österreichische Truppen besetzt, jedoch nach dem Sieg Napoléons in der Schlacht bei Marengo wieder der französischen Herrschaft unterstellt. 1804 erkannte Nizza das Empire mit 3.488 zu 2 Stimmen an. Im Jahre 1814 fiel im Ersten Pariser Frieden die Grafschaft Nizza an Piemont zurück, das mittlerweile Teil des Königreichs Sardinien geworden war. Die Grenzen von 1760 wurden damit wiederhergestellt. 1859 unterstützte Frankreich die gegen die Habsburger errungene nationale Einigung Italiens unter der Herrschaft des Königs von Piemont-Sardinien, der Napoleon III. dafür im Vertrag von Turin die endgültige Angliederung Savoyens und Nizzas an Frankreich zugestehen musste. Das wurde von der Bevölkerung Nizzas in einem Plebiszit mit rund 25.000 gegen gerade einmal etwa 200 Stimmen gebilligt. Die Eisenbahn (PLM – Chemins de fer de Paris à Lyon et à la Méditerranée) erreichte 1864 die Stadt. Da der Bahnhof weit außerhalb der Stadt auf freiem Feld gebaut wurde, verlagerte sich die Bautätigkeit auf das Gebiet jenseits des Flusses Paillon. Die Altstadt blieb dadurch gut erhalten. 1882 erbaute der französische Architekt Charles Garnier das Observatorium von Nizza.

Datei:Nice..jpg
Palais de la Jetee – Promenade, Fotografie um 1860

Mittlerweile war die Stadt als Sommerfrische der Briten so sehr etabliert, dass Alexandre Dumas 1851 erklärte, Nizza sei im Grunde eine englische Stadt, in der man hin und wieder auch einen Einheimischen treffen könne. Zunehmend logierte hier auch der europäische Hochadel, so der russische Zar und Victoria von Großbritannien. Verbrachten um 1890 hier etwa 22.000 Gäste den Winter, so waren es um 1910 bereits 150.000.

Der Aufschwung als Touristenziel wurde von einer entsprechenden Industrialisierung begleitet, die im 20. Jahrhundert zunehmend italienische Gastarbeiter anzog, die sich überwiegend in den Vierteln Riquier und Madeleine niederließen. Im Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt, die zunächst italienisch und später deutsch besetzt war, weitgehend unbeschädigt; in den Bergen oberhalb der Stadt befanden sich Widerstandszentren der Résistance. Während der Anteil der Briten in der Stadt nach und nach zurückging, wuchs der von Immigranten aus den früheren französischen Kolonien besonders nach dem Zweiten Weltkrieg an.

In Nizza wurde 2000 der Vertrag von Nizza verabschiedet.

Wappen

Beschreibung: In Silber ein gänzlicher roter Adler mit roten Kleestängeln auf den Flügeln steht auf einem schwarzen Dreiberg, der aus einem blauen Wellenschildfuß hervorragt und dachziegelförmige Wellen zeigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Das Musée Message Biblique Marc Chagall in Cimiez, das Musée International d’Art Naif Anatole Jakovsky, sowie das Musée des Beaux Arts mit Bildern des 17. und 18. Jahrhunderts unter anderem von Édouard Manet und Edgar Degas und das Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain mit seinen Ausstellungen zu Pop Art und Klassikern von Yves Klein, Jean Tinguely, Christo und Jeanne-Claude, Niki de Saint Phalle bis Andy Warhol und Roy Lichtenstein festigen den Status von Nizza als Kunstmetropole.

In einer genuesischen Residenz des 17. Jahrhunderts auf dem Berg Cimiez (siehe Bauwerke) befindet sich das Musée Matisse mit der Privatsammlung von Henri Matisse, der von 1917 bis zu seinem Ableben 1954 hier die meiste Zeit seines Lebens verbrachte. Im Geschäftsviertel Arenas an der Promenade des Anglais liegt gegenüber dem Flughafen das Musée des Arts Asiatiques, ein moderner Bau des Architekten Kenzō Tange.

Kulturelle Einrichtungen

Das Centre Cinématographique in Nizza zählt zu den wichtigen kulturellen Einrichtungen der Stadt. Ziel des Filmzentrums ist es, eine Brücke zwischen der theoretischen Ausbildung an den Hochschulen und den Anforderungen im Produktionsalltag zu schlagen. Daneben verwaltet es einen Bestand audiovisueller Medien zu historischen Themen, politischer Bildung, Wirtschaft, Kunst und Kultur.

Datei:Nice tour Saint-Francois.jpg
Der Turm Saint-Francois.
Datei:Russische Kirche Nizza.JPG
Russisch-orthodoxe Kathedrale Saint-Nicolas.
Datei:Nice Place Garibaldi 1.jpg
Das Garibaldi-Denkmal für den in Nizza geborenen Freiheitskämpfer, Place Garibaldi.

Bauwerke

In der gut erhaltenen Altstadt finden sich zahlreiche barocke Profan- und Sakralbauten, wie die Kathedrale Sainte-Réparate aus dem 17. Jahrhundert, deren Fassade allerdings aus dem Jahr 1825 stammt, die Verkündigungskirche (Sainte-Rita), die Église du Gésu, die Kirche Saint-Martin-Saint-Augustin, die Église la Miséricorde oder die Präfektur, einst Sitz der Herzoge von Savoyen. Das Palais communal stellt das ehemalige Rathaus dar. Es wurde 1580 erbaut und im 17. Jahrhundert von Marc’Antonio Grigho um ein monumentales Portal erweitert. Oberhalb der Altstadt liegt der Schlosshügel (Colline du Château) mit Ruinen der 1706 geschleiften Zitadelle.

Die Place Garibaldi und die Place Masséna, beide einheitlich gestaltete Platzanlagen nach Turiner Vorbildern, bilden den Übergang zur Neustadt. Sie ist charakterisiert durch zahlreiche Luxushotels, Appartementhäuser und Villen aus der Belle Epoque. Das berühmteste Hotel ist das Negresco. An der Südseite der Neustadt befindet sich die Promenade des Anglais, eine zwischen 1822 und 1824 angelegte Prachtstraße.

Das Anwachsen der russischen Gemeinschaft seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zog den Bau religiöser Kultstätten nach sich. Die erste russische Kirche Saint-Nicolas-et-Sainte-Alexandra wurde 1858 vom Architekten Antoine-François Barraya erbaut. 1912 schuf der Architekt Preobrajensky im Auftrag des Zaren Nikolaus II. die russisch-orthodoxe Kathedrale Saint-Nicolas, die größte außerhalb Russlands.[4] Sie befindet sich an dem Ort, an dem 1865 der Zarewitsch Nikolai Alexandrowitsch Romanow gestorben war.

Am Berg Cimiez sind die Ausgrabungen der römischen Stadt zu besichtigen. Dort befindet sich außerdem ein Franziskanerkloster mit Gemälden von Jacques Bréa sowie das Musée Matisse und der Friedhof, auf dem Henri Matisse begraben ist.

Veranstaltungen

Jährlich im Februar findet anlässlich des Karnevals auf Nizzas Renommierstraße der Promenade des Anglais der auch im übrigen Europa bekannt gewordene Blumenkorso mit festlich geschmückten Motivwagen und unzähligen Blütenarrangements statt. Aufgrund von Sicherheitsbedenken während des Afrika-Frankreich-Gipfels 2010 in Nizza wurde die Tagung des 37. G8-Gipfels (26.-27. Mai 2011) nach Deauville verlegt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft wird durch den Tourismus und die Hochtechnologie dominiert. Das Technologiezentrum Sophia Antipolis befindet sich ca. 20 km westlich der Stadt.

Verkehr

Datei:Nice tramway place Garibaldi.jpg
Ligne d’Azur Straßenbahn

Etwa sieben Kilometer westlich des Stadtzentrums liegt der internationale Flughafen Nizza. Es bestehen regelmäßige Fährverbindungen zur Insel Korsika. Die Stadt ist an das Fernverkehrsnetz der SNCF angeschlossen. Der Fernverkehrsbahnhof Nice-Ville befindet sich im Stadtzentrum, daneben der Bahnhof der Chemins de Fer de Provence, der die Städte Nizza und Digne-les-Bains verbindet. Der öffentliche Personennahverkehr in der Agglomeration wird durch die Betreibergesellschaft Ligne d’Azur durchgeführt. Zusätzlich bestehen zahlreiche regionale Busverbindungen (TAM, Transports des Alpes-Maritimes) in das angrenzende Umland.

Seit November 2007 verkehrt in Nizza nach langer Unterbrechung wieder eine Straßenbahn; in Bau ist die Ergänzung um eine weitere Linie, die entlang der Promenade des Anglais parallel zur Mittelmeerküste verläuft. Sie soll bis 2012 fertig gestellt werden.

Partnerstädte

Nizza hat ein weites Netz von Partnerschaften geknüpft. Die Stadt unterscheidet dabei aktive und andere Partnerschaften.[5]

Aktive Partnerschaften
Städtefreundschaft
  • China VolksrepublikChina Xiamen (Volksrepublik China), seit 1998
Andere Partnerschaften

Persönlichkeiten

Berühmte, aus Nizza stammende Persönlichkeiten sind unter anderem der italienische Guerillakämpfer Giuseppe Garibaldi, die Politikerin und Präsidentin des Europäischen Parlamentes Simone Veil, der Literatur-Nobelpreisträger Jean-Marie Gustave Le Clézio, die Schauspielerin Michèle Laroque sowie der Fußballnationaltorhüter Hugo Lloris.

Literatur

Reiseführer
  • Ralf Nestmeyer: Côte d’Azur. Reisehandbuch. Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2009. ISBN 978-3-89953-437-5.
  • Jens Rosteck: Gebrauchsanweisung für Nizza und die Côte d’Azur. Piper, München 2007. ISBN 978-3-492-27554-5
  • Britta Sandberg: Côte d’Azur. Dumont Reise Taschenbuch. Mit Karten. ISBN 3-7701-5970-5. (deutsch)
  • Barbara F. Freed und Alan Halpern: Artists and their museums on the riviera. Harry N. Abrams, Inc., New York 1998. ISBN 0-8109-2761-6 (pbk.). Mit zahlreichen Abbildungen und Bibliografie. (Ausgezeichneter englischsprachiger Führer zu allen Museen, Kirchen, Kapellen, Sammlungen, Kunstwerken und Wohnhäusern sowie Gärten der Künstler an der Côte d’Azur mit der Kunst des 20. Jahrhunderts von Cocteau, Picasso, Léger, Renoir, Chagall, Matisse, Jakovsky.)

Weblinks

 Commons: Nizza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Website Tourismusbüro Nizza
  2. Zahl des Statistischen Amtes Frankreichs, abgerufen am 2. Februar 2012
  3. Frankreich: Eine russische Kathedrale in Nizza
  4. Le Guide Vert Michelin, Côte d'Azur Monaco, 2007, S. 300.
  5. Website Stadt Nizza


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Nizza aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.