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Nationale Union (Israel)

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Die Nationale Union (hebr.: האיחוד הלאומי; ha-Ichud ha-Leumi) ist eine Listenverbindung nationalistischer Parteien in Israel.

Entwicklung

Die Organisation besteht seit 1999 als gemeinsame Liste der drei radikal-nationalistischen Parteien Moledet, Herut Ha-Hadasha und Tekumah. 2000 verließ Herut Ha-Hadasha die Union, während nationalistische-rechtspopulistische Einwandererpartei Jisra'el Beitenu der Nationalen Union beitrat.

Bei der Knesset-Wahl 1999 erhielt die Nationale Union vier von 120 Mandaten, 2003 waren es sieben. Nach der Wahl Ariel Scharons zum Ministerpräsidenten, erhielten Avigdor Lieberman und Parteichef Rechaw'am Ze'ewi, das Ministerium für Infrastruktur und Tourismus. Nachdem dieser am 17. Oktober 2001 Opfer eines Anschlags der Volksfront zur Befreiung Palästinas wurde, verließ die Organisation die Regierung.

Seit 2006 stellt Jisra'el Beitenu elf Abgeordnete und landete damit auf Platz 5, nur knapp hinter Likud. Avigdor Lieberman polarisierte vor der Wahl mit nationalistischen Ansichten über eine Abschiebung von Arabern mit israelischer Staatsangehörigkeit.

Weltanschauung & Programmatik

Die Nationale Union vertritt eine Politik, die sich Glaubensinhalte des Judentums zur Rechtfertigung von Besitzansprüchen auf die Region Palästina bedient. In ihrem Grundsatzprogramm bezeichnet die Nationale Union Israel als „[…] Heimatland des jüdischen Volkes, gestützt durch die Thora und unser geschichtliches Erbe“[1]. Sie fordert weiter eine „[…] Verstärkung und Ausweitung von Siedlungen im ganzen Land“. Wirtschaftspolitisch strebt die Organisation eine Verminderung der ökonomischen Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten von Amerika, eine Ausweitung des Fremdenverkehrs und eine stärkere Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen an.

Quellen

  1. Parteiprogramm der Nationalen Union (englisch)

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Nationale Union (Israel) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.