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Nationalbewegung

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Nationalbewegungen sind Bewegungen einer Nation mit dem Ziel der staatlichen Souveränität.

Historischer Kontext

Sie gewannen vor allem in den europäischen Vielvölkerreichen des 19. Jahrhunderts Gewicht (Österreich-Ungarn, Russisches und Osmanisches Reich) und entnahmen ihr Ideengut oft der sich politisierenden deutschen Romantik (beginnend mit Johann Gottfried Herders Stimmen der Völker in Liedern, 1807).

Dazu gehörten zunächst die polnische Freiheitsbewegung, die Bulgarische Wiedergeburt oder die böhmischen Sokoln, ferner auch die Einigungsversuche der in viele Monarchien aufgespaltenen Völker wie abermals die Polen, wie das italienische Risorgimento oder das Junge Deutschland. Sie betonten die eigene Sprache, Dichtung und Musik, Volkskultur und -geschichte, auch belebten sie alte Herkunftssagen neu und ideologisierten sie (erfundene Tradition). Ihre erfolgreichsten Phasen waren die Friedensschlüsse des Ersten Weltkrieges 1919 und die gewaltarmen Revolutionen im Jahr 1989. Eine Sonderform ist der auch religiös fundierte Zionismus ab 1890.

Im 20. Jahrhundert wirkten sie fort, sogar im 21. (in China), daneben aber traten die antikolonialen Nationalbewegungen, die oft viele Ethnien umfassten, so dass das europäische „Volks“-Konzept nicht anwendbar war, und sie ihre Einigung eher an der Gegnerschaft zu alten Imperien oder neuen Großstaaten gewannen (zum Beispiel zu Spanien, Großbritannien, Frankreich; später zu Portugal, den Niederlanden, Belgien, Südafrika oder Indonesien).

Siehe auch

Literatur

Weblinks


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