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Motiv (Psychologie)

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Als Motiv wird in der Psychologie eine relativ stabile Persönlichkeitseigenschaft bezeichnet, die beschreibt, wie wichtig einer Person eine bestimmte Art von Zielen ist.

Seit etwa der Mitte des 20. Jahrhunderts ist der Begriff des Motivs vom Begriff der Motivation zu unterscheiden, die als variable, zu einem bestimmten Zeitpunkt bestehende Handlungsbereitschaft definiert ist.

Motive werden auch als Komponenten der Selbststeuerung angesehen, da sie kreative und flexible (sich an neue Situationen anpassende) Bedürfnisbefriedigung ermöglichen, und darüber hinaus das Bestreben unterstützen, Selbstbild, selbstdefinierten Zielen, individuellen und kulturellen Werten, sozialen Rollen u.a. gerecht zu werden. Sie organisieren und repräsentieren kognitiv, welche Erfahrungen im Leben im Zusammenhang mit Bedürfnissen gemacht wurden, insbesondere implizit wahrgenommene Handlungsmöglichkeiten und deren Folgen. Sie sind nicht zwingend bewusst.

Klassifikation

Die Motivationspsychologie hat eine Vielzahl von Motiven vorgeschlagen. Die Mehrheit der Forschung befasste sich mit dem Leistungsmotiv, dem Anschluss- oder Intimitätsmotiv und dem Machtmotiv. Die klärungsorientierte Psychotherapie geht davon aus, dass interaktionelles Verhalten durch Beziehungsmotive gesteuert wird. Einzelne Ziele werden unter die Motive nach Anerkennung (Anerkennung, Zuwendung, Liebe), Wichtigkeit, verlässlicher Beziehung, Solidarität, Autonomie und Grenzen zusammengefasst.

Messung

Motive werden traditionell mit dem Thematischen Auffassungstest (TAT) oder dem neueren Operanten Motivtest (OMT) bestimmt. Beide Tests sind projektiv, sie messen Motive, indem sie Assoziationen zu Bildern abfragen:

  • Was ist für die Hauptperson in dieser Situation wichtig und was tut sie?
  • Wie fühlt sie sich?
  • Warum fühlt sie sich so?

Auch Fragebögen können zur Motivmessung eingesetzt werden, sie erfassen allerdings nur bewusste Motive.

Literatur

Siehe auch


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