Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Moshe Ganchoff

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bild des Kantors Moshe Ganchoff

Moshe (Maurice) Ganchoff (* 1904 in Odessa; gest. August 1997 in New York[1]) war ein bekannter jüdischer Kantor. Er gilt als einer der letzten Vertreter der osteuropäischen "goldenen" Kantorentradition.

Vita

  • Seine Mutter kam aus einer religiösen Familie. Sein Vater dagegen war eher weltlich eingestellt und stand dem Sozialismus nahe.
  • Die Familie migrierte in die USA. Dort wohnten sie u.a. in Toledo (Ohio)[2].
  • Im Schulchor entdeckte man sein großes gesangliches Talent.
  • Vom Kantor Irving Kobrin wurde er in die musikalische Grundlagen eingewiesen. Das übrige Wissen und musikalische Können erwarb er sich autodidaktisch.
  • Anfänglich sang er im Chor des Kantors Sholom Zvi Zemachson in Toledo. Dabei konnte er sich mit dem Repertoire und liturgischen Gesangsstil des osteuropäischen Judentums vertraut machen.
  • Später zog er nach New York um. Dort sang er ab 1928 in Synagogenchören von u.a. Leo Low oder Meyer Machtenberg und mit berühmten Solisten wie z.B. Yossele Rosenblatt oder Mordechai Hershman.
  • Von 1944 bis 1957 war er Kantor der Congregation Shaare Zedek in New York.
  • In den 1940er Jahren war er dann ein bekannter Kantor. Er trat in vielen Synagogen auf und machte Konzerttourneen in den USA, Europa, Südamerika und Israel. Er nahm auch etliche Schallplatten auf.
  • Sein Repertoire umfasste sowohl liturgische Musik der Synagoge als auch weltliche jüdische Volksmusik.
  • An der School of Sacred Music des Hebrew Union College unterrichtete er einige Jahre lang angehende Kantoren.[3]
  • Er moderierte auch über zwei Jahrzehnte eine wöchentliche Radiosendung (The Jewish Daily Forward's Radio Station).

Literatur

  • David Margules: Moshe Ganchoff - The Man and His Music, Hebrew Union College-Jewish Institute of Religion, New York, 1987

Weblinks

Videos

Einzelnachweise

  1. Moshe Ganchoff Is Dead at 92; Cantor in the Odessa Tradition
  2. Anm.: Toledo war damals eine der größten jüdischen Gemeinden in Ohio mit einem vielfältigen jüdischen Musikleben.
  3. Biografie von Moshe Ganchoff im Milken Archive
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Moshe Ganchoff aus der freien Enzyklopädie PlusPedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der PlusPedia ist eine Liste der ursprünglichen PlusPedia-Autoren verfügbar.