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Moses Schnirer

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Moses Schnirer (2. von rechts). Abgebildet ist die Delegation der Zionisten, die Ende Oktober 1898 nach Palästina gekommen war, um mit Kaiser Wilhelm II. zusammenzutreffen. Von links nach rechts: Bodenheimer, Wolffsohn, Herzl, Moses Schnirer, Joseph Seidener

Moses Schnirer (Dr. Moritz Tobias Schnirer, vereinzelt auch: Tobias Moritz Schnirer; geb. 23. September 1860 in Bukarest; gest. 15. März 1941 in Wien[1]) war ein Zionist vor Herzl.

Er lebte ab 1880 in Wien und praktizierte dort als Arzt.

Er war Mitbegründer der jüdischen Studentenverbindung „Kadimah“ und der Wiener „Zions“-Gesellschaft (ab 1893 Obmann des Verbandes "Zion" der österreichischen Kolonisationsvereine). 1889-1893 war er Präsident des Wiener Palästina-Kolonisationsvereins "Admath Jeschurun". Seit dem ersten Zionistenkongress (Basel 1897) gehörte er als Vizepräsident zum "Engeren Actionskomitee" und wurde während des ersten Kongresses in die Kommission für praktische Kolonisation gewählt (gemeinsam mit Willy Bambus, Armand Kaminka, Alexander Mintz und Schlomo Ben Zion Rubenstein).

Er nahm 1898 an Herzls Palästinareise zu Kaiser Wilhelm II. teil. 1905 war er im österreichisch-zionistischen Landeskomitee; 1905 und 1906 intensive Teilnahme an den Autonomiebestrebungen der österreichischen Zionisten, wurde dann bald von den nachrückenden jüngeren Zionisten verdrängt.

1941 beging er zusammen mit seiner Frau Suizid.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Vgl. Isidor Schalit, Dr. M. Schnirer, Grabrede, 11. Mai 1941 (hebräisch)

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