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Metzitzah B'Peh

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Metzitzah B'Peh bezeichnet einen Brauch bei der Brit Mila, nämlich dass der Mohel als letzte Handlung nach der Abtrennung der Vorhaut mit seinem Mund Blut aus der Wunde des Babys saugt.

Während viele, vor allem orthodoxe Rabbiner und Mohalim diesen Vorgang als halachisch notwendig betrachten, sehen ihn viele Ärzte als unnötig oder gar gesundheitsgefährdend an (Möglichkeit von Infektionen durch Übertragung von Krankheitserregern vom Mohel auf das Baby, z. B. Herpes).

In Israel beispielsweise treten bei ca. 65 000 Beschneidungen jährlich etwa drei bis vier Fälle auf, die auf diesen Brauch zurückgeführt werden. Ohnehin ist dieser Brauch die Ausnahme, in der Regel wird eine sterile Pipette angewandt.

In ultraorthodoxen Kreisen jedoch wird das Ritual exerziert und Versuche seiner Abschaffung werden als Generalangriff auf die Brit Mila empfunden. Darüber hinaus sieht man keinen zwingenden Zusammenhang zwischen den Erkrankungsfällen und den Mohalim als tatsächlicher Ursache.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Metzitzah B'Peh aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Hauptautor des Artikels (siehe Autorenliste) war Michael Kühntopf. Weitere Artikel, an denen dieser Autor maßgeblich beteiligt war: 2.074 Artikel (davon 933 in Jewiki angelegt und 1.141 aus Wikipedia übernommen). Bitte beachten Sie die Hinweise auf der Seite Jewiki:Statistik.