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Mediamatiker

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Mediamatiker ist die Berufsbezeichnung einer beruflichen Grundbildung im Bereich der Informationstechnik. Die Ausbildung verknüpft Elemente der Berufe Informatiker und Kaufmann, doch sollen auch weitere Fähigkeiten vermittelt werden. Im Zentrum stehen die Bereiche Informatik, Marketing, Multimedia, Projektmanagement und Administration.

Mediamatiker sollen Generalisten sein, deren beruflicher Schwerpunkt der Umgang mit neuen Medien und Technologien ist. Zu ihren Aufgaben in der beruflichen Praxis gehören die Betreuung von Netzwerken und Personal Computern, die Erstellung und der Unterhalt von Websites, das Entwerfen von Präsentationen am Bildschirm, die Erstellung von Druckvorlagen (z. B. für Broschüren, Kataloge, Magazine und Karten) und die Aufbereitung von Schrift- und Bildmaterial für den Einsatz mit Computern.

Darüber hinaus können Tätigkeiten in der betrieblichen Verwaltung (Korrespondenz, Buchhaltung, Tabellenkalkulationen) zu ihrem Aufgabenbereich gehören.

Der Gesamtbestand Lehrverhältnisse im Jahr 2008 war 1016.[1]

Ausbildung

Mediamatiker können vier Jahre im selben Lehrbetrieb ihre Ausbildung machen oder ihre Lehre zunächst in einer Lehrwerkstätte beginnen. In den ersten beiden Jahren in der Lehrwerkstätte lernen sie verschiedene Programme und Betriebssysteme näher kennen, z. B. Adobe, Microsoft Office, Windows, Apple OSX, Linux, iOS und erwerben Kenntnisse über HTML, PHP, Javascript usw. Danach werden sie für das dritte und vierte Lehrjahr an eine andere Firma weitervermittelt. Dort sollen sie das bereits Erlernte praktisch einsetzen.

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Volksschule, oberste Schulstufe mit guten Leistungen
  • Eignungstest Sigmedia oder technischer Multicheck

Anforderungen

  • Freude am Umgang mit dem Computer
  • Geistige Flexibilität
  • Logisches Denken
  • Technisches Verständnis
  • Kreativität
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Besonderes Einfühlungsvermögen
  • Vielseitigkeit
  • Konzentration
  • Teamfähigkeit

Berufsfachschule

Angehende Mediamatiker besuchen an durchschnittlich 2 Tagen pro Woche[2] die Berufsfachschule. An der Berufsfachschule hauptsächlich in den folgenden Fächern ausgebildet:

  • Wirtschaft und Recht
  • Finanz- und Rechnungswesen
  • Marketing
  • Informatik
  • Telematik
  • Multimediatechnik
  • Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch)
  • Allgemeinbildung (Geschichte, Staatskunde)
  • Mathematik
  • Sport
  • Design
  • Physik

Parallel zur Berufsfachschule kann die Berufsmaturitätschule besucht werden.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach abgeschlossener Lehre stehen dem Mediamatiker mehrere Wege offen. Da er sich im Verlauf der Lehre auf eines oder mehrere Fachgebiete spezialisiert hat, bietet es sich an, sich in diesem Fachgebiet weiterzubilden. Nach dem Absolvieren der Berufsmittelschule besteht die Möglichkeit, an einer Fachhochschule zu studieren. Beispiele, aufgeteilt nach Kategorien, sind:

Informatik

  • Höhere Fachschule für Informatik HF
  • Informatikstudium FH
  • Wirtschaftsinformatiker FH
  • Softwarespezifische Ausbildungen
  • Multimedia Production FH

Web/Grafik

  • Visuelle Kommunikation
  • Grafikdesigner
  • Webdesigner
  • Grafiker

Administration/Marketing

  • Marketingplaner
  • Marketingmanager HF
  • Kommunikationsleiter
  • Buchhalter
  • Direktionsassistent
  • Zahlreiche Möglichkeiten an Fachhochschulen und Universitäten (erfordert Abschluss der Berufsmittelschule)

Verwandte Berufe

Geschichte

Zum Mediamatiker kann man sich in der Schweiz seit 1997 ausbilden lassen. Dabei wurde im Tessin mit einer italienischsprachigen Klasse gestartet. Im Jahr 1998 wurden auch erste Klassen in der Deutschschweiz (Biel und Aarau) geöffnet.

Das Vorläufige Reglement stammte vom 24. März 1998. Das erste ordentliche Reglement datiert auf den 16. April 2003 und trat am 1. Juni 2003 in kraft. Die Aktuelle Verordnung stammt vom 11. November 2010 und änderte u.a. die Abschluss Bezeichnung von gelernter Mediamatiker zu Mediamatiker EFZ.

Weblinks

Quellen

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Mediamatiker aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.