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Marie Marcks

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Marie Marcks (2006)

Marie Marcks (* 25. August 1922 in Berlin; † 7. Dezember 2014 in Heidelberg) war eine deutsche Karikaturistin.

Leben

Ihr Vater war Architekt, die Mutter Grafikerin und Kunstlehrerin. Ihr Onkel war der Bildhauer Gerhard Marcks. Nach ihrer Gymnasialzeit auf dem reformpädagogischen Internat Birklehof in Hinterzarten (Schwarzwald) und einer Ausbildung an der Kunstschule der Mutter studierte Marie Marcks noch während des Zweiten Weltkrieges einige Semester Architektur in Berlin und Stuttgart. Nach Abbruch des Studiums arbeitete sie als selbstständige Kunstschaffende in Heidelberg.

Anfang der 1960er Jahre begann sie, politische Karikaturen zu veröffentlichen. Dabei beschäftigten sie vor allem Themen aus dem gesellschaftspolitischen und feministischen Bereich. Damit wurde sie eine der bedeutendsten Karikaturistinnen der Bundesrepublik Deutschland. Marie Marcks veröffentlichte zahlreiche Bücher, regelmäßig Karikaturen in weit verbreiteten Publikationen wie der Süddeutschen Zeitung[1], dem Stern, dem Spiegel, Titanic und Vorwärts sowie autobiografische Aufzeichnungen aus dem Familienalltag.

Ihre Bilder, schwarz-weiß oder mit Buntstift, sind oft mit Sprechblasen oder Untertexten zu Momentaufnahmen einer Entwicklung(-sgeschichte) konzentriert. Detailreichtum und Wortwitz sind typische Merkmale. Marcks bezog häufig eine dezidierte Position in politischen Tagesfragen kommunaler oder bundesweiter Politik.

Marcks war zeichnerisch eine Weg- und Zeitgenossin der viel jüngeren Franziska Becker und Claire Bretécher. In ihren Bildern tauchen immer wieder Hinweise auf die zeitgenössische Kunst auf. Und sie war auch mit über 90 Jahren noch mit spitzer Feder "unterwegs". Ihr Nachlass wurde 2013 mithilfe der Kulturstiftung der Länder vom Wilhelm-Busch-Museum angekauft.[2]

Sie war Mutter von fünf Kindern und lebte in Heidelberg.

Auszeichnungen

Werke

Einzelausstellungen

Weblinks

 Commons: Marie Marcks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Paul Katzenberger: „Ab heute sagen wir Penis“, bei Süddeutsche.de, 25. August 2012.
  2. Andreas Platthaus: Marie Marcks gestorben. faz.net, 7. Dezember 2014, abgerufen am 7. Dezember 2014


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Marie Marcks aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.