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Louise Ochsé

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Louise Ochsé (geboren 13. Juni 1884 in Forest, Brüssel; ermordet August 1944 im KZ Auschwitz) war eine belgische Bildhauerin.

Leben

Louise Esther Mayer war eine Nichte des Theatermanagers Gabriel Astruc. [1] Sie studierte Bildhauerei bei Constantin Meunier. Sie zog nach Paris und heiratete 1906 den Schriftsteller Julien Ochsé (1876–1936). Er widmete ihr 1911 den Gedichtband Profils d’or et de cendre. Nach seinem Tod war sie ab 1936 mit ihrem Schwager verheiratet, dem Künstler Fernand Ochsé, der mit den Komponisten Arthur Honegger, Maurice Ravel und Reynaldo Hahn befreundet war.

Sie stellte zwischen 1905 und 1914 ihre Werke in den von der Pariser Société nationale des beaux-arts veranstalteten Salons aus.[2] In Brüssel nahm sie zwischen 1906 und 1912 an Ausstellungen der Libre Esthétique teil[3]

Ein bekanntes Werk ist eine Maske von Claude Debussy, die es auch in Abgussvariationen im Musée de Grenoble und im Musée d'Aquitaine in Bordeaux gibt.[3] Eine von ihr geschaffenen Büste von Maurice Ravel war 1937 in dessen Haus in Montfort-l’Amaury und steht möglicherweise heute dort im Musée Maurice Ravel. Eine Büste von Henri de Régnier befindet sich im Musée National d’Art Moderne.[3] Ein Exemplar der Bronzemedaille Challenge de Gramont (1928) ist im Bestand des Fogg Art Museums.[4]

Louise und Fernand Ochsé wurden im Juli 1944 in Cannes, wohin sie vor der deutschen Judenverfolgung geflohen waren, festgenommen und in Nizza und dann im Sammellager Drancy inhaftiert. Honegger konnte sie dort nicht retten[5], und sie wurden mit dem „Konvoy 77“[6] am 31. Juli 1944 in das KZ Auschwitz deportiert, wo sie umgebracht wurden.[7]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Myriam Mayer poses with her youngest aunt Simone Kohn while in hiding tin the Convent in Gayette towards the end of the war, bei United States Holocaust Memorial Museum
  2. Salon de Printemps 1908 : Louise Ochsé-Mayer
  3. 3,0 3,1 3,2 Masque du compositeur Claude Debussy, bei galerie terrades
  4. Challenge de Gramont, Abbildung, bei harvardartmuseums
  5. Leslie A. Sprout: The musical legacy of wartime France, Berkeley : University of California Press, 2013, ISBN 0-520-95527-7, Fn. 113, S. 219
  6. Louise Ochse, Fernand Ochse, bei convoi77
  7. Louise Ochse, Fernand Ochse, bei lesmortsdanslescamps



Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Louise Ochsé aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.