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Literat

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Literat war gegenüber Poet, Dichter, Schriftsteller und Autor das Wort des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts für den intellektuellen, in der Schriftstellerszene verkehrenden Autor – eine Kategorie, der sowohl etwas Elitäres anhaftet wie der egalitäre Aktionsradius zwischen Kritikern, Akademikern, Journalisten und Berufskollegen (definiert gegenüber dem Dichter, der als „Dichterfürst“ herausragen kann, dem Autor, der Autorität als Verfasser seiner Werke entwickelt, dem Poeten, der allein für seine Poesie lebt – um hier gegenläufige Assoziationen anklingen zu lassen).

Mit dem Wort „Literat“ waren früh negative Assoziationen verbunden – in konservativ bürgerlichen Kreisen kursierte in den 1920er Jahren das abschätzige Wort „Asphaltliteraten“ für die Autoren Berlins, Wiens, Londons und New Yorks, die „Themen der Straße“ aufnahmen, ihre Arbeit dem Journalismus öffneten, die Suche nach ewigen Werten, so die Kritik, zugunsten einer kurzfristig modischen, modernen Literatur verachteten.

Heute wird Literat/Literatin allgemein für eine Person verwendet, die Literatur liest, schreibt, über sie nachdenkt, über sie redet, sie fördert.

Der Literat war eine deutsche Literaturzeitschrift.

Sonstiges

Unter „Literatenform“ oder „Literaten-Stil“ wird eine Stilform in der Bonsai-Kunst verstanden; siehe Bunjingi.

Der „Literat“ in einem rheinischen Karnevalsverein ist mit der offiziellen Aufgabe betraut, die bei Sitzungen und Bällen einer Session auftretenden Künstler auszuwählen oder vorzuschlagen, ihre geplanten Darbietungen zu kennen, gegebenenfalls zeitlich und vor allem inhaltlich zu verabreden.


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