Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

Liste von in Moscheen umgewidmeten Kirchengebäuden und Heiligtümern

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Umwandlung von Kirchengebäuden und Heiligtümern in Moscheen begann bereits in der Frühphase des Islam, während der Lebenszeit des islamischen Propheten Muhammad und setzte sich später während der Islamischen Eroberungen fort.

Folgen der Umwandlungen

Zahlreiche Hindu-Tempel, christliche Kirchen, jüdischen Synagogen, zoroastrische Tempel, in der Neuzeit auch Kirchen der Bahai und andere Heiligtümer wurden in Moscheen umgewandelt. Diese Umwandelungen führen bis heute zu politischen Auseinandersetzungen so z. B. in Israel oder auch in Indien. In Indien kam es wegen eines solchen Konfliktes in Ayodhya im Jahre 1992 mehr als 2000 Menschen um Leben kamen. Der Inder Ram Goel listet in dem Werk Hindu Temples - What Happened to Them aus hindu-nationalistischer Sicht bereits rund 2000 Moscheen, die an Orten früherer Hindutempel errichtet wurden.[1][2]

Mehrere solcher baulicher Konversionen in Moscheen in muslimischen oder ehemals muslimischen beherrschten Ländern wurden seitdem rückgängig gemacht. Daneben wurden einige dieser Gebäude in Museen umgewandelt, wie z.B. die Hagia Sophia in Istanbul in der Türkei. In nichtislamischen Ländern werden heute durch Kauferwerb an Stelle von anderen Religionen säkularisierten Gebäuden oder ehemaligen Profanbauten neue Moscheen errichtet.

Zu den bekanntesten derartigen Umwandlungen zählen:

Saudi-Arabien

Israel und Palästina

Syrien

Nordafrika, Mittelmeergebiet, Balkan

Algerien

Libyen

Türkei

Die Hagia Sophia war die wichtigste Kathedrale des byzantinisch-orthodoxen Christentums. Sie wurde nach der islamischen Eroberung in eine Moschee umgewandelt. Seit 1932 ist sie ein Museum

Griechenland

Zypern

Bulgarien

Ungarn

Asien

Datei:Babri rearview.jpg
Die Babri-Moschee vor der Zerstörung 1992

Indien


Indonesien

Nichtislamische Staaten

Deutschland

  • Neuapostolischen Kirche in Berlin-Tempelhof[3]
  • Methodistische Kirche in Mönchengladbach[4]

Frankreich

Spanien

Moschee und Kathedrale in Córdoba, Spanien

Großbritannien

USA

Literatur

  • Michael R. Fischbach: Jewish property claims against Arab countries. Columbia University Press, New York 2008, ISBN 978-0-231-13538-2 (Eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).
  • Richard M. Eaton: Temple desecration and Indo-Muslim states. In: Lloyd Ridgeon (Hrsg.): Islam and religious diversity. Critical concepts in Islamic studies. Volume 3: Eastern religions. Routledge, New York, NY 2012, ISBN 978-0-415-68009-7, S. 35–68.
  • Sita Ram Goel [u.a.]: Hindu Temples - What Happened to Them. Voice of India, New Delhi 1991. Volume 1, ISBN 81-85990-49-2. Volume 2, 81-85990-03-4. (online)


Einzelnachweise

  1. Koenraad Elst: Ban this Book. In: The Observer of business and Politics. New Delhi, 1. Dezember 1993. Buchbesprechung, englisch, abgerufen am 25. September 2012.
  2. Vergleich auch in der englischen Wikipedia den Artikel en:Hindu Temples - What Happened to Them.
  3. http://www.tagesspiegel.de/berlin/gotteshaeuser-aus-kirchen-werden-moscheen/1061100.html
  4. http://www.mmnews.de/index.php/etc/10192-kirche-wird-moschee


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Liste von in Moscheen umgewidmeten Kirchengebäuden und Heiligtümern aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.