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Liste der Straßennamen von Wien/Innere Stadt

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Liste der Straßen, Gassen und Plätze des 1. Wiener Gemeindebezirks Innere Stadt.

Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Historische StraßennamenLiteraturWeblinks

A

Kirche zu den neun Chören der Engel, Am Hof
Auerspergstraße mit Palais Auersperg
  • Abraham-a-Sancta-Clara-Gasse, 1903 benannt nach dem Geistlichen, Prediger und Schriftsteller Abraham a Sancta Clara (eigentlich Johann Ulrich Megerle, 1644–1709); er gilt mit rund 600 Einzelschriften als bedeutendster deutscher katholischer Prediger und Poet der Barockzeit mit ungewöhnlicher Sprachkraft und Sprachfantasie. 1669–1672 wirkte er in Wien, wo er in fast allen Kirchen und Klöstern predigte. 1680 veröffentlichte er die Schrift Merck's Wienn!, eine Schilderung der Stadt Wien zur Zeit der Pest. Nach ihm ist auch die Abraham-a-Sancta-Clara-Straße im 14. Bezirk, Penzing, benannt. Die Gasse wurde um 1900 zwischen seit langem bestehenden Bauten angelegt.
  • Akademiestraße, 1862 benannt nach der ehemaligen Handelsakademie in dieser Straße der neuen Ringstraßenzone. Die Handelsakademie Wien wurde 1857 als zweite Handelsakademie in Österreich-Ungarn (nach Prag) gegründet, im darauffolgenden Jahr begann der Unterricht mit fünf Lehrern und 59 Schülern. Ab 1860 wurde ein neues Gebäude in der heutigen Akademiestraße von dem Architekten Ferdinand Fellner dem Älteren entworfen und 1862 fertiggestellt. Heute ist die Akademie Teil der Vienna Business School. Die Straße war bis 1862 Teil des Glacis. Der nördlichste Teil hieß bis 1881 Walfischplatz; das Teilstück zwischen Mahlerstraße und Kärntner Ring heißt seit 2003 Max-Weiler-Platz.
  • Albertinaplatz, 1934 benannt nach der Albertina, der historischen Grafischen Sammlung im späteren Palais Erzherzog Albrecht. Eine der größten und bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt, verfügt sie über ungefähr 65.000 Zeichnungen und über eine Million druckgrafischer Blätter. Der Name „Albertina“ stammt vom Begründer der Sammlung, Herzog Albert Kasimir von Sachsen-Teschen, Schwiegersohn von Kaiserin Maria Theresia. Der Platz entstand durch Abbruch des Bürgerspitalzinshauses. Er hieß 1877–1920 Albrechtsplatz (nach Erzherzog Albrecht bzw. dessen Palais) und dann 1920–1934 im Roten Wien Revolutionsplatz; der 1947 hinzugekommene Platzteil auf dem Areal des zerstörten Philipphofes wurde 2009 Helmut-Zilk-Platz benannt.
  • Alte Walfischgasse, Benennungsdatum unbekannt; im elektronischen Stadtplan der Wiener Stadtverwaltung 2012 zu finden, im Freytag-Berndt-Buchplan 2012 nicht eingetragen; es handelt sich um eine sackgassenartige, nicht befahrbare Abzweigung zum Hinterhof des Eckhauses Krugerstraße 12 / Akademiestraße 2 zwischen den Häusern Nr. 7, 9 und 11 der Walfischgasse; siehe diese.
  • Am Gestade, 1862 indirekt benannt nach der ursprünglichen Bezeichnung Gstetten. Der Begriff „Gstetten“ wird im Wienerischen mit einem verwahrlosten, unbebauten bzw. mit wilden Mistablagerungen versehenen Areal assoziiert (im Wörterbuch des Wiener Dialekts 1929 als wüster Platz, Lagerplatz, Sandgrube definiert); er erschien daher nicht mehr zeitgemäß und wurde in Gestade geändert. Bereits seit ca. 1200 ist für dieses Gebiet die Bezeichnung Gstetten oder Stetten belegt. Etwa der heutigen Verkehrsfläche entsprach eine Gasse, die nach der dortigen Marienkirche Bei unserer Frau auf der Stetten (1360) hieß; von ihr zweigt(e) nach Norden zum Salzgries An unserer Frauen Stiegen (1378) ab, heute Marienstiege genannt; daran schloss sich an der damaligen Stadtmauer bis 1558 Beim Werdertor (1340; siehe die Werdertorgasse). Zwischen 1473 und 1499 ist auch der Name An der Fischerstiege bezeugt. Danach wechselten die Namen relativ häufig, 1664 nannte man die Straße Gässel bei unserer Frauen Stiegen, 1795 und 1848 Auf der Gestetten bzw. An der Gstetten.
  • Am Hof, als Marktplatz 1340 erwähnt, nach dem ehemaligen Hof der Babenberger. Der Platz war bereits früher Teil des römischen Heerlagers Vindobona und war im Frühmittelalter unbesiedelt. 1155 bis zum Aussterben der Babenberger im Mannesstamm, 1246, lag hier ihr Hof, den sich Heinrich Jasomirgott, seit 1156 erster Herzog von Österreich, 1155 / 1156 als Residenz erbaute, ein Häuserkomplex um einen freien Platz – also ein Hof – mit dem Wohnhaus des Herzogs als Mittelpunkt. Die 1276 mit Österreich belehnten und nach dem Sieg über Ottokar II. Přemysl tatsächlich hier herrschenden Habsburger nützten diese Residenz noch bis etwa 1280.
  • An der Hülben, 1909 benannt, 1911 erstmals in Lehmann erfasst; nach dem alten Flurnamen Auf der Hülben. Mit Hülben wurden mit Wasser gefüllte Senken oder Tümpel bezeichnet (auch Hulben oder Hülm). In der Gegend solch eines Tümpels befand sich im Mittelalter die Kirche St. Jakob auf der Hülben. Die Umgebung erhielt ebenfalls den Namen Auf der Hülben, wie eine Urkunde von 1367 erstmals nachweist. Im Grundbuch kann die Bezeichnung bis 1374 zurückverfolgt werden. Die heutige Gasse war auf dem Vasquez-Stadtplan um 1830 und auf einem Stadtplan um 1900 als Teil der Jakobergasse eingetragen; sie war bis zur Demolierung der Stadtmauer die letzte Gasse vor dieser.
  • Annagasse, benannt (Datum unbekannt, 1547 erstmals erwähnt) nach der Annakirche in dieser Gasse. Benannt ist sie nach der heiligen Anna (hebräisch: Hannah), der Legende nach die Mutter Marias bzw. die Großmutter von Jesus Christus. Die ursprünglich spätgotische, vierjochige Saalkirche wurde 1518 eingeweiht. Von 1629 bis 1633 erfolgten eine frühbarocke Umgestaltung und die Errichtung eines Kirchturmes im Osten des Chores. Seit 1906 befindet sich die Kirche im Besitz des Ordens der Oblaten des hl. Franz von Sales. Neben der Kirche befindet sich der St.-Anna-Hof, ein Veranstaltungs- und Wohngebäude. Die Gasse wurde erstmals 1290 nach der Familie der Pippinger als Pippingerstraße genannt; nach deren Aussterben wurde der heutige Name gebräuchlich.
  • Auerspergstraße, 1862 benannt nach Fürst Johann Adam von Auersperg (1721–1795), Oberstkämmerer und Erblandmarschall von Tirol. Er war ein Vertrauter von Kaiser Franz I. Stephan und Kaiserin Maria Theresia. 1777 erwarb er das Wiener Rosenkavalier-Palais, das seither nach ihm den Namen Palais Auersperg trägt und an der Straße liegt. Diese hieß davor Am Josephstädter Glacis und Am Paradeplatz. Im Zuge der Schleifung der Stadtmauer und der Schaffung der Wiener Ringstraße entstand an der Außenseite des ehemaligen Glacis ein weiterer ringförmiger Straßenzug, die Lastenstraße, heute meist Zweierlinie genannt; ein Teil dieses Straßenzugs erhielt 1862 den Namen Auerspergstraße.
  • Augustinerbastei, benannt (vor 1900, Datum unbekannt) zur Erinnerung an das ehemalige Festungsbauwerk Augustinerbastei. Die 1548–1552 erneuerte Stadtbefestigung verfügte über zehn Bastionen (in Wien Basteien genannt); eine davon war die Augustinerbastei, die ihren Namen von der nahen Augustinerkirche bezog (siehe auch Augustinerstraße). Sie befand sich zwischen den heutigen Verkehrsflächen Goethegasse und Operngasse. Das direkt an der hinter der Bastei verlaufenden Stadtmauer errichtete heutige Palais Erzherzog Albrecht, Sitz der Albertina, wurde erhöht gebaut, um Ausblick über die Mauer zu ermöglichen. Die heutige Verkehrsfläche ist mit der Rampe von der Hanuschgasse zur Albertina der letzte Rest dieses Teils der ab 1858 demolierten Stadtbefestigung.
  • Augustinerstraße, 1862 amtlich erfasst, nach der Augustinerkirche an dieser Straße. Die gotische Kirche wurde 1330–1339 erbaut und später in den Gebäudekomplex der Hofburg integriert. Benannt ist sie nach dem Kirchenlehrer und Philosophen Augustinus von Hippo (354–430). 1634 wurde die Augustinerkirche zur kaiserlichen Hofpfarrkirche ernannt, in der man die Trauungen der Habsburger vollzog. Die bedeutendsten Hochzeiten waren diejenigen von Maria Theresia mit Franz von Lothringen (1736), die Stellvertreterhochzeit ihrer Tochter Marie Antoinette mit dem späteren König von Frankreich Ludwig XVI. (1770) und die Trauung von Kaiser Franz Joseph I. mit Prinzessin Elisabeth (Sisi) (1854). Die Straße hieß um 1357 Hochstraße gegenüber den Augustinern, um 1547 Augustinergasse und seit 1862 Augustinerstraße.
  • Auwinkel, um 1830 auf dem Vasquez-Stadtplan als Im Auwinkel eingetragen, 1859 in der Lehmann-Erstausgabe mit dem heutigen Namen erfasst. Im Bereich Hafnersteig 7 bzw. Franz-Josefs-Kai 17 befand sich ein Schlachthaus für Schweine (1566 und 1587 nachgewiesen). Die Umgebung war zwar wegen der Schweinehaltung morastig, eine Au gab es hier aber nie. Das Areal hieß Im Sauwinkel (1547 erstmals erwähnt). Der Name wurde, vermutlich im frühen 19. Jahrhundert, in die gefälligere Bezeichnung Auwinkel geändert.

B

Blutgasse
Burgring mit dem Äußeren Burgtor zum Heldenplatz
  • Babenbergerstraße, 1863 benannt nach dem ersten österreichischen Herrschergeschlecht, den Babenbergern, die 976–1156 Markgrafen und 1156–1246 Herzöge von Österreich waren. Sie hatten ihre Residenz 1155 / 1156 von Klosterneuburg nach Wien verlegt (siehe Am Hof); seither ist Wien die Hauptstadt Österreichs. Das ursprünglich namenlose Herrschergeschlecht erhielt die Bezeichnung Babenberger im 12. Jahrhundert durch den Babenbergersohn und Geschichtsschreiber Otto von Freising, der seine Familie fälschlich auf „Adalbert von Bamberg“ zurückführte. Nach Heinrich II. ist die auf das Riesentor des Stephansdoms zulaufende Jasomirgottstraße benannt, nach dem heilig gesprochenen Leopold III. der Leopoldsberg am nördlichen Stadtrand. Die Straße war zuvor Teil des Glacis. Sie war namensgebend für die Babenberger Passage, eine ehemalige Fußgängerunterführung an der Einmündung der Straße in den Ring.
  • Bäckerstraße, benannt (Datum unbekannt, 1862 amtlich registriert) nach den Bäckern, die seit dem 14. Jahrhundert hier tätig waren. Der Bereich zwischen der Bäckerstraße und der parallelen Sonnenfelsgasse war ursprünglich ein großer Marktplatz, der dann im Mittelalter verbaut und auf die beiden Gassen reduziert wurde. Der westliche Teil der Straße bis zum Dr.-Ignaz-Seipel-Platz hieß früher (z. B. um 1830) Obere Bäckerstraße bzw. Vordere Bäckerstraße, der östliche Teil hieß Schulgasse. Die heutige Sonnenfelsgasse hieß Untere Bäckerstraße bzw. Hintere Bäckerstraße.
  • Ballgasse, benannt (Datum unbekannt, vor 1830) nach dem ehemaligen Etablissement Boyersches Ballhaus, das urkundlich ab 1628 hier nachzuweisen ist. Neben dem Ballspiel fungierte das Haus auch als Theater; Ende des 17. Jahrhunderts wurden hier deutsche und italienische Komödien aufgeführt. Das Ballhaus verschwand 1701 durch den Bau des Stadtpalais des Prinzen Eugen. Die Gasse hieß um 1547 Auf der Dacken.
  • Ballhausplatz, erstmals 1786 so genannt; in der Lehmann-Erstausgabe 1859 erfasst; nach den verschiedenen Ballhäusern, die von 1741 bis 1903 hier standen. 1521 hatte der spätere Kaiser Ferdinand I. das Ballspiel in Wien eingeführt, eine Vorform des heutigen Badminton. Bereits unter Maria Theresia war hier ein politisches Machtzentrum Österreichs, da Staatskanzler Kaunitz im heutigen Bundeskanzleramt amtierte. Im Vormärz hatte Staatskanzler Metternich hier seinen Dienstsitz, später folgten die Außenminister und Vorsitzenden des gemeinsamen Ministerrates Österreich-Ungarns. Dem Kanzleramt gegenüber befindet sich im Leopoldinischen Trakt der Hofburg die Präsidentschaftskanzlei des Bundespräsidenten. Der Platz hieß im Zuge der Revolution 1848 kurzzeitig Revolutionsplatz.
  • Bankgasse, 1862 benannt nach der k.k. privilegierten österreichischen National-Bank (ab 1878 Österreichisch-ungarische Bank, seit 1923 Oesterreichische Nationalbank). Die Bank war nach ihrer Gründung zunächst im Stadtbancogebäude (Singerstraße 17–19) untergebracht. 1820–1821 ließ sie an der Bankgasse 1 / Herrengasse 17 von Rafael von Siegel nach Entwürfen von Charles de Moreau und Paul Sprenger ein Bankpalais errichten, das später namensgebend für die Bankgasse wurde. 1860 übersiedelte die Bank an die andere Seite der Herrengasse, in das neue, von Heinrich von Ferstel entworfene Nationalbankgebäude. Die Bankgasse wurde 1301 und 1314 als Schenkenstraße erwähnt (nach dem Haus des Heinrich Schenk von Haßbach) und seit 1452 als Vordere Schenkenstraße; die heutige Schenkenstraße hieß Hintere Schenkenstraße.
  • Barbaragasse, 1862 benannt nach der Barbarakirche, der Zentralpfarrkirche der Ukrainischen Unierten Kirche in Österreich und des Ordinariats für die byzantinischen Gläubigen in Österreich. Die Kirche wurde anstelle einer 1573 erwähnten Barbarakapelle hier 1652–1654 in frühbarockem Stil erbaut und 1773 der griechisch-katholischen Kirche übergeben. Geweiht ist sie der Jungfrau, Märtyrerin und Heiligen Barbara von Nikomedien (3. Jh.), deren Existenz aber historisch nicht belegt ist. Die Gasse war vorher Teil der Postgasse.
  • Bartensteingasse, 1873 benannt nach dem Staatsmann und Diplomaten Johann Christoph von Bartenstein (1689–1767); er galt zu seiner Zeit als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten und einer der klügsten Köpfe am Wiener Hof. Er war als Leiter der österreichischen Außenpolitik ein wichtiger Ratgeber von Kaiser Karl VI. und später von Maria Theresia. Bartenstein war sowohl maßgeblich am Ausbruch des 7. Türkenkriegs wie auch des Österreichischen Erbfolgekriegs beteiligt. 1737 stiftete er die Ehe zwischen Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen; siehe auch Lothringerstraße. Die Gasse war vorher Teil des Glacis.
  • Bauernmarkt, benannt (Datum unbekannt, 1862 amtlich registriert) nach dem ehemals hier befindlichen Marktplatz der Bauern, der erstmals 1440 erwähnt wurde. Bauernmärkte sind, im Gegensatz zu Wochenmärkten, traditionelle Märkte, auf denen früher die Bauern ihre Geschäfte tätigten und sich mit Produkten für das nächste Jahr eindeckten. Am Wiener Bauernmarkt wurden vor allem Milch, Käse, Schmalz, Kraut und Trauben gehandelt. Teile der Gasse hießen früher Münzerstraße, Hühnergässel, Hühnerbühel, Hühnerlucke, Taschnergasse, Unter den Taschnern, Refellucke und Alter Bauernmarkt. 1913 wurde die Gasse über den Hohen Markt nach Norden bis zum Fleischmarkt verlängert.
  • Beethovenplatz, 1880 (Erstnennung in Lehmann) benannt nach dem deutschen Komponisten Ludwig van Beethoven (1770–1827), dessen Denkmal im gleichen Jahr auf dem Platz enthüllt wurde; er gilt als der Komponist, der die Musik der Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung geführt und der Romantik den Weg bereitet hat. Nach ihm sind auch die Beethovengasse im 9. Bezirk, Alsergrund, der Beethovengang im 19. Bezirk, Döbling, und die Beethovenstraße im 23. Bezirk, Liesing, benannt, nach seiner 3. Symphonie die Eroicagasse in Döbling. Der im Zuge des Baus der Wiener Ringstraße in den 1860er Jahren auf einem Teil des früheren Glacis errichtete parkartige Platz hatte bis 1880 keinen Namen.
  • Bellariastraße, 1869 benannt nach der Bellaria, einem Vorbau des Leopoldinischen Traktes der Wiener Hofburg, der auf Wunsch Maria Theresias um 1741 errichtet wurde. Zur Bellaria führte die einzige direkte Zufahrt zur Hofburg über eine langgezogene Rampe vom Heldenplatz aus, denn Maria Theresia schätzte es, vor ihre Privatgemächer gefahren werden zu können, ohne Stiegen steigen zu müssen. Der Begriff Bellaria (ital.: schöne, angenehme Luft) war im 18. Jahrhundert ein beliebter Name für repräsentative Architektur. Die Straße wurde an der Wiener Ringstraße auf dem ehemaligen Glacis zwischen dem zur gleichen Zeit gebauten Palais Epstein und dem ab 1871 errichteten Naturhistorischen Museum angelegt.
  • Biberstraße, 1902 benannt nach dem mittelalterlichen Geschlecht der Biber (auch Byber), Ministerialen zur Zeit der Babenberger. Die Straße entstand nach der Demolierung der Franz-Joseph-Kaserne im Rahmen der Kasernentransaktion. Dieser Abbruch ermöglichte die Vollendung der Wiener Ringstraße im Bereich des Stubenrings.
  • Blumenstockgasse, 1862 benannt nach dem ehemaligen Gasthaus „Zum alten Blumenstock“. Des Haus gehörte ursprünglich den Klosterfrauen Zur Himmelspforte und kam 1702 als Bierhaus in privaten Besitz. Hier wurde 1819 die literarische Gesellschaft Ludlamshöhle gegründet, später war Beethoven hier häufiger Gast. Die Gasse war zuvor Teil der Ballgasse.
  • Blutgasse; die Gasse wurde ab dem 16. Jahrhundert so genannt, der Grund für die Benennung ist unbekannt. Die Gasse hieß 1368–1392 Kothgässel und später Chorgässlein.
  • Bognergasse, benannt (Datum unbekannt, 1563 erstmals erwähnt) nach den im Mittelalter hier ansässigen Bognern, Pfeilschnitzern und Schwertfegern. Bogner waren Handwerker, die Bögen als Waffe herstellten, Pfeilschnitzer lieferten die zugehörigen Geschoße. Schwertfeger waren Schmiede, die die Endmontage von Schwertern, Degen, Säbeln, Dolchen und ähnlichen Waffen vornahmen. Die Gasse hieß zeitweise auch Unter den Bognern; der östliche Teil hieß bis 1732 Am Peilertor.
  • Börsegasse, 1870 benannt nach dem hier befindlichen Gebäude der Wiener Börse, das 1874–1877 durch Theophil von Hansen im Stil der Neorenaissance, einer Form des (für die Ringstraße typischen) Historismus, errichtet wurde. Die Börse residierte ursprünglich 1821–1860 im Stadtbancogebäude (Bankgasse 1 / Herrengasse 17, siehe Bankgasse) und dann 1860–1877 im Palais Ferstel (Herrengasse 14). Im Jahr 2000 übersiedelte die Wiener Börse AG in das Palais Caprara-Geymüller. Die Gasse wurde bereits vor der Errichtung des Börsegebäudes benannt.
  • Börseplatz, 1870 benannt nach dem hier befindlichen Gebäude der Wiener Börse; siehe Börsegasse.
  • Bösendorferstraße, 1919 benannt nach dem Klavierbauer Ludwig Bösendorfer (1835–1919); er übernahm 1859 nach dem Tod seines Vaters Ignaz Bösendorfer die Klavierfabrik Bösendorfer. Im selben Jahr verbesserte er die „Wiener Klaviermechanik“ und galt in der Folge als bester Klavierfabrikant Österreichs. 1866 spendete er für die neu errichteten Konzertsäle des Wiener Musikvereins, an dessen Seitenfront die Bösendorferstraße entlangführt, vierzehn seiner Flügel; siehe Musikvereinsplatz. 1871 bezog er eine größere Produktionsstätte und verlegte den Verkauf in das 1913 abgerissene Palais Liechtenstein an der Herrengasse, dessen Reitschule er in den Bösendorfersaal umwandelte. Die Straße war ursprünglich Teil des Glacis; sie hieß 1861–1919 Giselastraße nach Erzherzogin Gisela, Tochter von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth.
  • Brandstätte, benannt (Datum unbekannt, 1876 amtlich registriert) zur Erinnerung an die Feuersbrünste von 1276 und 1327. Als Folge blieb ein unbebauter freier Platz zurück, der Brandstätte genannt wurde. Der Name Brandstatt wird erstmals 1373 im Zusammenhang mit einem Heinrich an der Brandstatt erwähnt. Der Platz wurde ab 1874 durch palastartige Zinshäuser verbaut; diese wurden 1945 großteils zerstört und durch schlichte Neubauten ersetzt. Erhalten blieb das 1903–1905 von Josef Plečnik gestaltete Zacherlhaus auf Nr. 6.
  • Bräunerstraße, 1862 benannt. Die Straße hieß ursprünglich um 1398 Brigidenstraße; durch Verballhornung wurde sie zu Breidenstraße; um 1642 hieß sie Breittenstraße, um 1664 Preitenstraße, um 1701 Breunerstraße, um 1710 Breinerstraße und dann Obere Bräunerstraße und Untere Bräunerstraße. 1862 erhielt die Untere Bräunerstraße den Namen Bräunerstraße, während die parallele Obere Bräunerstraße in Habsburgergasse umbenannt wurde.
  • Bruno-Kreisky-Gasse, 1991 benannt nach Bundeskanzler Bruno Kreisky (1911–1990); er war, wegen des NS-Regimes emigriert, nach 1945 zunächst österreichischer Diplomat in Schweden und dann ab 1951 in Wien als Staatssekretär und Minister in der österreichischen Außenpolitik tätig. 1967 übernahm er den Parteivorsitz der damaligen Oppositionspartei SPÖ, die er 1970 zur relativen und 1971 für zwölf Jahre zur absoluten Mehrheit führte. Von 1970 bis 1983 war er der am längsten amtierende Bundeskanzler in der Geschichte Österreichs. Ebenfalls nach ihm benannt sind u.a. der Bruno-Kreisky-Platz im 22. Bezirk, Donaustadt, der Bruno-Kreisky-Park im 5. Bezirk, Margareten, der Gemeindebau Bruno-Kreisky-Hof in Hernals und die Bruno-Kreisky-Schule in Simmering. Die Verbindungsgasse vom Ballhausplatz zum Minoritenplatz, um 1900 mit anderen Baulinien im Stadtplan als Teil des Ballhausplatzes ersichtlich, blieb später bis 1991 namenlos; sie weist keine Hauseingänge auf.
  • Burgring, 1863 benannt nach der Hofburg, in deren Nähe die Straße verläuft. Die Hofburg war vom 13. Jahrhundert bis 1918 (mit Unterbrechungen) Residenz der Habsburger in Wien. Seit 1946 ist sie Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten. In ihr sind der größte Teil der Österreichischen Nationalbibliothek sowie verschiedene Museen und Schauräume untergebracht. Nach der Hofburg sind auch der Platz In der Burg, die Neue Burg, das Burgtor, der Burggarten, das Burgtheater und die Burggasse im 7. Bezirk, Neubau, benannt. Die Straße ist einer der neun Abschnitte der Wiener Ringstraße; im Uhrzeigersinn (und der Fahrtrichtung des Autoverkehrs) vor dem Burgring kommt der Opernring, nach dem Burgring der Dr.-Karl-Renner-Ring.

C

Coburgbastei mit dem Palais Coburg

D

Parlamentsgebäude am Franzensring um 1900, heute Dr.-Karl-Renner-Ring
  • Desider-Friedmann-Platz, 1990 benannt nach dem Rechtsanwalt Desider Friedmann (1880–1944); er war Mitglied im Zionistischen Landesverband für Österreich (ZLVfÖ) und zeitweise dessen Vorsitzender. 1921 wurde er Vizepräsident der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, 1932–1938 war er deren Präsident. Nach dem „Anschluss“ wurde er 1938 verhaftet und 1944 im KZ Auschwitz ermordet. Der Platz bei der Stiege zur höher gelegenen Judengasse war vorher Teil des Fleischmarktes.
  • Deutschmeisterplatz, 1876 benannt nach dem k.u.k. Infanterie-Regiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4, das 1696 von Kaiser Leopold I. als Teutschmeister zu Fuß gegründet wurde und ab 1779 das Wiener Hausregiment war. Auf dem Platz befindet sich das 1903–1906 errichtete Deutschmeister-Denkmal von Johannes Benk (siehe die Benkgasse im 13. Bezirk, Hietzing), dahinter eine Seitenfront der Rossauer Kaserne. Die Deutschmeister waren namensgebend für zahlreiche Werke der Marschmusik, u.a. den Deutschmeister-Jubiläumsmarsch, Op. 470, von Johann Strauß Sohn. Der Platz entstand im Zuge der Verbauung des Schottenrings, an den er grenzt.
  • Doblhoffgasse, 1873 benannt nach dem Politiker Anton von Doblhoff-Dier (1800–1872); er war 1848 liberales Mitglied des Reichstages und in diesem Jahr Handelsminister und kurzzeitig Ministerpräsident im Kabinett Pillersdorf. Ab 1858 widmete er sich der Landwirtschaft, war 1861–1867 Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich und zum Reichsrat sowie ab 1867 Mitglied des Herrenhauses. Die Gasse hinter dem Parlament war zuvor Teil des Glacis.
  • Domgasse, 1862 benannt nach dem nahe gelegenen Stephansdom (eigentlich: Dom- und Metropolitankirche zu St. Stephan und allen Heiligen), dem Wahrzeichen Wiens. Er ist seit 1365 Domkirche (Sitz eines Domkapitels), seit 1469/1479 Kathedrale (Bischofssitz) und seit 1723 Metropolitankirche des Erzbischofs von Wien. Benannt ist er nach Stephanus (ca. 1 n.Chr.–ca. 36/40 n.Chr.); er gilt der Legende nach als erster christlicher Märtyrer. Die Gasse hieß 1387–1422 Hintere Schulstraße und 1770–1861 Kleine Schulerstraße.
  • Dominikanerbastei, 1863 benannt nach der gleichnamigen Bastei, einem Teil der Wiener Stadtbefestigung, die 1431 als Erdwerk und 1545 als gemauerte Anlage errichtet wurde. 1858–1862 wurde die Dominikanerbastei abgebrochen, an ihrer Stelle wurde die gleichnamige Gasse angelegt. Die Bastei bezog ihren Namen von der angrenzenden Dominikanerkirche bzw. dem Dominikanerkonvent und diese wiederum vom Orden der Dominikaner, der im frühen 13. Jahrhundert vom heiligen Dominikus (um 1170–1221) gegründet wurde. An die Bastei erinnert die Hochlage der Häuser an der westlichen Straßenseite der südlichen Hälfte der Gasse.
  • Donnergasse, 1862 benannt nach dem Bildhauer Georg Raphael Donner (1693–1741); er gilt neben Balthasar Permoser als der bedeutendste mitteleuropäische Bildhauer seiner Zeit. In Wien schuf er u.a. um 1734 die Apotheose Kaiser Karls VI. und die Apotheose des Prinzen Eugen (beide im Belvedere) und 1741 den Andromedabrunnen im Hof des Alten Rathauses. Sein bekanntestes Werk ist der Providentiabrunnen am Neuen Markt (um 1737), der nach seinem Tod nach ihm Donnerbrunnen genannt wurde. Nach dem in Essling geborenen Künstler ist im 22. Bezirk, Donaustadt, die Raphael-Donner-Allee benannt. Die Gasse hieß vorher Spitalgasse (nach dem ab ca. 1300 belegten Keller des Bürgerspitals); dieser Name verblieb der gleichnamigen Gasse im 9. Bezirk.
  • Dorotheergasse, benannt (Datum unbekannt, um 1650) nach dem ehemaligen Dorotheerkloster bzw. dem heutigen Dorotheum in dieser Gasse. Das Dorotheerkloster mit angeschlossener Dorotheerkirche wurde um 1400 gegründet und 1782 im Zuge der Josephinischen Reformen aufgelöst. Benannt war das Kloster nach der heiligen Dorothea (um 279–290), die jedoch historisch nicht fassbar ist. An Stelle des Klosters wurde 1787 das Pfandhaus und Auktionshaus Dorotheum errichtet; es ist das größte Auktionshaus für Kunst und angewandte Kunst in Mitteleuropa. Die Gasse hieß um 1300 Färberstraße und später Unter den Verbern (nach den flämischen Tuchfärbern, die ab 1208 hier ansässig waren). Ab ca. 1450 taucht der Name St.-Dorotheengasse auf und ab ca. 1650 setzte sich Dorotheergasse in verschiedenen Schreibweisen durch.
  • Drachengasse, benannt (Datum unbekannt, 1656 erstmals erwähnt) nach dem Haus „Zum goldenen Drachen“. Das auch Drachenhaus genannte Objekt bezog seinen Namen von seinen Besitzern, der Familie Drach; nachweisbar sind hier der kaiserliche Rat Hartmann Drach (um 1576–1655) und sein Sohn, der Gastwirt Johann Martin Drach (1629–1683), Mitglied des Inneren Rats und Infektions-Kommissarius des Kärntnerviertels. Das Haus trug um 1701 das Bild eines Drachen.[1]
  • Drahtgasse, nach dem Sitz und Verkaufsplatz der Drahtzieher und Drahthändler
  • Dr.-Ignaz-Seipel-Platz, benannt 1949 nach Bundeskanzler Ignaz Seipel (1876–1932), früher Jesuitenplatz bzw. Universitätsplatz
  • Dr.-Karl-Lueger-Platz, benannt 1926 im Zusammenhang mit der im gleichen Jahr erfolgten Aufstellung des Luegerdenkmals nach Bürgermeister Karl Lueger; die in Wien geborene Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger kritisierte 2008 die 2012 behobene „dreifache Ehrung“ (Platz, Ring, Denkmal) des „Vorbilds für Adolf Hitler“.[2]
  • Dr.-Karl-Lueger-Ring: seit 2012 Universitätsring
  • Dr.-Karl-Renner-Ring, Teil der Wiener Ringstraße, benannt 1956 nach Bundespräsident Karl Renner, hieß urspr. Franzensring, ab 1919 Ring des 12. November, 1934–1940 und 1945–1949 Dr.-Ignaz-Seipel-Ring (Bundeskanzler), 1940 Josef-Bürckel-Ring (Reichsstatthalter, Gauleiter), 1949 Parlamentsring
  • Dumbastraße, ab 1900 nach dem Industriellen, Kunstmäzen und Landtagsabgeordneten Nikolaus Dumba, hieß urspr. Künstlergasse

E

  • Ebendorferstraße, 1873 nach dem Theologen Thomas Ebendorfer benannt
  • Elisabethstraße, 1862 nach Kaiserin Elisabeth benannt
  • Ertlgasse, 1894 nach Maria Anna von Ertl (1728 bis 1801) benannt. Sie gründete die nach ihr benannte Stiftung für angehende Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, die neben weiteren Voraussetzungen die Rechtsanwaltsprüfung mit sehr gutem Erfolg bestanden haben
  • Eschenbachgasse, 1863 nach dem Sattlermeister Jakob Eschenbacher (1749 bis 1809) benannt, er wurde auf Befehl Napoleons erschossen, weil er in seinem Garten eine Kanone versteckt hielt
  • Esslinggasse (bis 1999 amtlich: Eßling…), 1869 zur Erinnerung an die Schlacht von Essling und Aspern benannt
  • Essiggasse, 1908 nach dem früheren Sitz und der Verkaufsstätte der Essighändler benannt

F

Franz-Josefs-Kai von der Höhe Salztorgasse zum Schottenring, um 1900
Die Freyung, gesehen von Südosten um 1758

G

Graben im Advent
  • Gartenbaupromenade, 1962 nach dem ehemaligen Gartenbaugebäude benannt
  • Gauermanngasse, 1870 nach dem Maler Friedrich Gauermann und seinem Vater Jakob Gauermann benannt
  • Georg-Coch-Platz, 1913 nach Theodor Georg von Coch, dem Mitbegründer des Postsparkassenamtes benannt, hieß davor Lisztstraße
  • Getreidemarkt, 1866 nach den einst dort befindlichen Getreidespeichern benannt, bis 1864 wurde ein Getreidemarkt abgehalten
  • Gluckgasse, 1894 nach dem Komponisten Christoph Willibald Gluck benannt, hieß davor Klostergasse
  • Goethegasse, 1919 nach dem Dichter Johann Wolfgang von Goethe benannt
  • Goldschmiedgasse, seit etwa 1305 nach dem früheren Sitz und Verkaufsplatz der Goldschmiede
  • Gölsdorfgasse, 1919 nach dem Lokomotiv-Konstrukteur Karl Gölsdorf benannt, hieß davor Augustengasse
  • Gonzagagasse, 1861 nach Hannibal Franz Maria Fürst von Gonzaga, dem Erbauer der Gonzagabastei, benannt
  • Göttweihergasse, 1862 nach dem Göttweiger Hof benannt, hieß davor Kochgasse
  • Graben, 1294 urk. als Verkehrsfläche erstmals erwähnt, 1300 als Marktplatz; nach dem ehemaligen Graben des römischen Militärlagers Vindobona
  • Grashofgasse, 1832 nach dem bereits 1337 nachweisbaren Grashof (Teil des Heiligenkreuzer Hofes) benannt
  • Griechengasse, 1862 nach den in der Gegend sesshaft gewesenen griechischen (levantinischen) Kaufleuten bzw. den griechischen Kirchen benannt
  • Grillparzerstraße, 1873 nach dem Schriftsteller Franz Grillparzer benannt; nach seinem Cousin und Nachlassverwalter ist die Rizygasse im 12. Bezirk Meidling benannt.
  • Grünangergasse, 1786 benannt nach einem im 12. Jahrhundert erwähnten Anger, hieß 1776 Am grünen Anger

H

Heldenplatz mit Hofburg
Herrengasse
  • Haarhof, urkundlich erstmals 1444 als Handelsplatz der Flachshändler erwähnt (Haar = Bezeichnung für Flachs)
  • Habsburgergasse, 1862 nach den Habsburgern benannt, hieß davor Obere Bräunerstraße
  • Hafnersteig, 1786 nach den dort ansässigen Hafnern benannt, hieß bis circa 1547 Unter den Hafnern, 1710 Hafnergässl
  • Hansenstraße, 1894 nach dem dänischen Architekten Theophil von Hansen benannt, hieß davor Amaliengasse und Amalienstraße
  • Hanuschgasse, 1924 nach dem Sozialpolitiker Ferdinand Hanusch benannt, hieß davor ab 1865 Hofgartengasse
  • Hegelgasse, 1865 nach dem Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel benannt
  • Heidenschuss (bis 1999 amtlich: …schuß), seit 1274 (!) nach einem Hausschild, dessen Herkunft unklar ist (die alte Sage vom Bäckergesellen, der 1529 Minen der Türken entdeckte, ist widerlegt)
  • Heinrichsgasse, 1862 nach dem Erzherzog Heinrich Anton Maria Rainer (1828 bis 1891) benannt
  • Heldenplatz, benannt 1878 nach den „Helden“ der Schlacht bei Aspern (1809) gegen Napoleon
  • Helferstorferstraße, 1880 nach dem Abt des Schottenstifts und Hofprediger Othmar Helferstorfer (1861–1880) benannt, hieß davor Schottensteig
  • Helmut-Zilk-Platz, benannt 2009 nach dem Wiener Bürgermeister Helmut Zilk, der sich in den 1980er Jahren für die Errichtung des Mahnmals gegen Krieg und Faschismus an diesem Standort einsetzte
  • Herbert-von-Karajan-Platz, 1996 nach dem Dirigenten Herbert von Karajan benannt
  • Herrengasse, seit 1547 nach den „Ständen“ („Herren“), die hier das Landhaus errichteten
  • Hessgasse (bis 1999 amtlich: Heß...), 1870 nach Feldmarschall Heinrich von Heß benannt
  • Himmelpfortgasse, hieß 1272 Traibotenstraße (strata Treibotonis), auch als Tragebotenstraße erwähnt, 1373 ein Teil Auf dem hohen Steig, 1526 erstmals Bei der Himmelpforte auf dem Steig, seit 1795 endgültig nach dem 1783 aufgehobenen Himmelpfortkloster benannt, dem auch der Himmelpfortgrund im Alsergrund seinen Namen verdankt
  • Hohenstaufengasse, 1870 nach den Staufern benannt
  • Hoher Markt, ältester Platz Wiens, urk. erwähnt 1208, bereits 1233 als Hoher Markt bezeichnet (= Hauptmarkt)

I

In der Burg
  • In der Burg, 1919 nach dem inneren Burgplatz der Hofburg benannt, hieß 1547 bis 1819 Burgplatz, dann Innerer Burgplatz, 1846 Franzensplatz
  • Irisgasse, 1862 nach einem Ladenschild Zur Irisblume benannt, hieß 1600–1779 Hundsfottgässel, 1786–1862 Glockengasse. Die Irisgasse ist mit 17 Metern die kürzeste Straße Wiens.

J

Josefsplatz mit der k.k. Hofbibliothek, heute Österreichische Nationalbibliothek
Judenplatz mit Holocaust-Mahnmal
  • Jakobergasse, 1862 nach dem 1783 aufgelassenen Nonnenkloster St. Jakob auf der Hülben benannt, hieß 1374 Hinter St. Jakob
  • Jasomirgottstraße, 1876 nach dem Beinamen von Herzog Heinrich II. benannt
  • Jerusalem-Stiege, 1996 anlässlich des 3000-jährigen Bestehens von Jerusalem so benannt
  • Jesuitengasse, 1862 nach der dort befindlichen Jesuiten-Kommunität benannt, hieß davor Kirchengasse
  • Johannesgasse, nach der Kirche des Johannesordens „Zum hl. Johannes der Täufer“ benannt, hieß davor Johannesstraße und St. Johannesstraße
  • Jordangasse, 1786 in der heutigen Form nachweisbar, nach einem Hausschild „Zum kleinen Jordan“, schon 1421 erwähnt
  • Josef-Meinrad-Platz, 1997 nach dem Schauspieler Josef Meinrad benannt
  • Josefsplatz, 1780 nach Kaiser Joseph II. benannt, hieß 1750 Ballplatz, danach Bibliotheksplatz
  • Judengasse, 1863 nach den dort ansässigen jüdischen Händlern benannt, hieß im 15. Jahrhundert Am hohenmarkht am silberpuhel
  • Judenplatz, erstmals erwähnt 1294, bildete bis 1421 den Mittelpunkt der damaligen Judenstadt
  • Julius-Raab-Platz, 1976 nach Bundeskanzler Julius Raab benannt, hieß davor ab 1903 Aspernplatz
  • Jungferngasse, 1414 urkundlich „daz lückelin“ und „das Luckel“ genannt, seit 1862 amtlich, ab 1701 nicht amtlich (nach einer Sage von einem Stelldichein mit tödlichem Ausgang für den Galan)

K

Karlsplatz mit Karlskirche
  • Kantgasse, 1865 nach dem Philosophen Immanuel Kant benannt
  • Karlsplatz, seit 1899; Kaiser Karl VI. (1685–1740) legte während der Pestepidemie 1713 ein Gelübde ab, eine Kirche zu bauen
  • Kärntner Durchgang, nach der Kärntner Straße
  • Kärntner Ring, Teil der Wiener Ringstraße, benannt 1861 nach der Kärntner Straße; hieß 1917–1919 Kaiserin Zita-Ring
  • Kärntner Straße, 1257 als „strata Carinthianorum“ erstmals urkundlich erwähnt, im Mittelalter als Fernstraße über Steiermark, Kärnten bis nach Triest und Venedig geplant
  • Katzensteig, führte zum Katzensteigtor, dem ältesten Tor in der Festung Wiens
  • Kleeblattgasse, 1863 nach einem Hausschild „Zum Kleeblatt“ benannt, hieß vorher Ofenlochgasse, urspr. 1350 Bei den Pfeilschnitzern, 1351 Pfeilerstraße, 1527 Unter den Pfeilschnitzern
Kohlmarkt Richtung Michaelerplatz
  • Kohlmarkt, hieß 1255 und 1304 Witmarkt, 1314 und 1352 erstmals Kohlenmarkt – erinnert an den Verkaufsplatz der Holzkohlenhändler
  • Köllnerhofgasse, 1394 nach dem Kölner Hof (Niederlassung der Kaufleute aus Köln) urkundlich erwähnt
  • Körblergasse, 1862 nach dem ehemaligen Sitz der Korbflechter benannt
  • Kramergasse, hieß im 15./16. Jahrhundert „Am Lichtensteg, als man unter die Krem (= Kramläden) geht“, 1514 Kramergässel, ab 1786 endgültig Kramergasse
Krugerstraße (etwa 1965)
  • Krugerstraße, 1298 erstmals als Chrugstrazze urkundlich erwähnt, 1547 Krugstraße, seit 1776 Krugerstraße, war Sitz der Töpfer oder Krügler
  • Kühfußgasse, 1827 nach einem Schild Zum Kühfuß benannt, hieß 1770 St. Peters Gässel
  • Kumpfgasse, hieß 1302 „Champluken“, 1314 „Champflucken“, 1390 Kumpfgässl, seit 1827 Kumpfgasse, benannt dem Kumpf, einem Walktrog der Tuchmacher und Wollweber
  • Kupferschmiedgasse, 1862 nach dem ehemaligen Sitz der Kupferschmiede benannt
  • Kurrentgasse, 1701 nach den Kurrenten, der Berufsbezeichnung der Gefällsaufseher, den Einsammler von Abgaben und Zehenten benannt, hieß davor Gässlein bei den weißen Brüdern, Judengasse, Currentengasse

L

Palais Lobkowitz am Lobkowitzplatz
  • Landesgerichtsstraße, 1877 nach dem 1834 bis 1838 erbauten Landesgericht benannt, hieß ab 1826 Am Glacis, 1862 bis 1872 Am Paradeplatz, dann Rathausstraße
  • Landhausgasse, 1846 nach dem Gebäude des niederösterreichischem Landhauses benannt
  • Landskrongasse, wurde 1408/09 „In der Landskron“ nach einem Hausschild benannt, hieß 1710 Landskrongässel, seit 1766 Landskrongasse, 1326 als Hinter der Schlagstube urkundlich erwähnt
  • Laurenzerberg, 1857 nach dem ehemaligen Kloster St. Laurenz und der Lage (abfallendes Gelände) benannt, hieß vorher Laurenzergassel
  • Ledererhof, hieß 1341 Im Ledererhof, ab ca. 1795 Ledererhof, war einst Verkaufsplatz und Herberge der Lederhändler
  • Leopold-Figl-Gasse, 1985 nach dem Politiker Leopold Figl benannt, hieß vorher Regierungsgasse
  • Leopold-Gratz-Platz, 2010 nach dem Politiker Leopold Gratz benannt
  • Lichtenfelsgasse, 1880 nach dem Juristen Thaddäus Peithner von Lichtenfels (1798 bis 1877) benannt, hieß vorher Bürgermeistergasse
  • Liebenberggasse, 1865 nach dem Wiener Bürgermeister Johann Andreas von Liebenberg benannt
  • Liebiggasse, 1874 nach dem Chemiker Justus von Liebig benannt
  • Liliengasse, 1821 nach dem von 1622 bis 1811 hier befindlichen ein Hof des Stiftes Lilienfeld benannt, hieß vor 1622 Armesündergasse
  • Lobkowitzplatz, 1862 nach dem Feldmarschall Wenzel Eusebius von Lobkowicz und dem Palais Lobkowitz benannt, hieß ursprünglich Schweinemarkt, ab 1716 Spitalplatz
  • Lothringerstraße, 1904 zur Erinnerung an die Heirat von Franz Stephan von Lothringen mit Maria Theresia 1736 benannt, wodurch das Haus Habsburg-Lothringen begründet wurde
  • Löwelstraße, 1876 nach dem kaiserlicher Rat und Pfennigmeister Ferdinands I. Hans Löbl (1536–1594) benannt
  • Lugeck, bereits 1257 als „Luogeckhe“ erwähnt (Stelle in einem Eckturm, von der aus man auslugen, also Ausschau halten konnte)

M

Michaelerplatz mit Michaelertrakt der Hofburg
Maria-Theresien-Denkmal am Maria-Theresien-Platz
  • Mahlerstraße, 1919 nach dem Komponisten Gustav Mahler benannt, hieß ab 1861 Maximilianstraße, 1938 bis 1946 Meistersingerstraße
  • Makartgasse, 1894 nach dem Maler Hans Makart benannt, hieß vorher Schillergasse
  • Marc-Aurel-Straße, 1886 nach dem römischen Kaiser Marc Aurel benannt, hieß davor im oberen Teil Krebsgasse, im unteren Salzgasse
  • Marco-d'Aviano-Gasse, 1935 nach dem Kapuzinerpater Marco d'Aviano benannt, hieß davor Schwangasse
  • Maria-Theresien-Platz, 1888 nach dem hier befindlichen Denkmal von Kaiserin Maria Theresia benannt
  • Maria-Theresien-Straße, 1870 nach Kaiserin Maria Theresia benannt
  • Marienstiege, 1827 nach der heiligen Maria benannt, hieß davor An unserer Frauen Stiege, An der Gstätten, Am Gestade; Stiege zur Kirche Maria am Gestade
  • Max-Weiler-Platz, 2003 nach dem Maler Max Weiler benannt
  • Maysedergasse, 1876 nach dem Hofkapellmeister Josef Mayseder benannt, hieß um 1305 Ziecherstraße, von 1708 bis 1862 Komödiengasse, dann Cäciliengasse
  • Metastasiogasse, 1886 nach dem Dichter Pietro Metastasio benannt, hieß vorher Kreuzgasse
  • Michaelerplatz, 1850 nach der im 13. Jahrhundert erbauten Hofpfarrkirche St. Michael benannt
  • Milchgasse, hieß schon 1380 Milchstraße, um 1846 St. Peter Gassel, ehemaliger Milchverkaufsplatz
  • Minoritenplatz, 1786 nach den Minoriten benannt, hieß 1310 Bei den minneren Brüdern
  • Mölker Bastei, 1870 nach der heute noch bestehenden, nach dem Stift Melk benannten, Bastei benannt
  • Mölker Steig, 1871 nach dem Aufstieg zur ehemaligen Mölker Bastei benannt, hieß vorher Kleppergasse und Keilgasse
  • Morzinplatz, 1888 nach dem Feldzeugmeister Peter Prokop Graf Morzin (1768–1855), sein Sohn Vinzenz Graf Morzin (1803–1882), nach dem der Platz laut Czeike benannt ist, spendete eine Million Gulden für die Armen und Waisen Wiens
  • Museumsplatz, 1996 nach dem Auszug der Wiener Messe umbenannt, da nun die ehemaligen Hofstallungen als MuseumsQuartier benutzt werden
  • Museumstraße, 1870 nach den damals erst projektierten und 1882 erbauten Kunsthistorischem Museum und Naturhistorischem Museum benannt, hieß davor Schlaptenpromenade und Hofstallstraße
  • Musikvereinsplatz, 2012[3] benannt nach dem kurz Wiener Musikverein genannten, 1867–1870 errichteten Konzertgebäude der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Der Platz zwischen dem Künstlerhaus und dem Musikverein ist eine Verkehrsfläche ohne Adressen.

N

Naglergasse
  • Naglergasse, 1642 nach dem früheren Sitz und Wohnstätte der Nadler und Nagler benannt, hieß ab 1432 Unter den Nadlern, 1547 Naglergasse, ein anderer Teil bis 1642 Hinter St. Pankraz
  • Neubadgasse, 1862 nach dem 1310 urkundlich erwähnte Neubad (balneum ducis) benannt
  • Neuer Markt, 1234 nuiwe market oder novum forum (Neuer Markt) genannt, nach dem Hohen Markt zweitältester Markt Wiens, hieß lange Zeit inoffiziell Mehlmarkt
  • Neutorgasse, 1870 nach dem 1558 erbauten und 1860 abgetragenen neuen Basteitor benannt
  • Nibelungengasse, 1865 nach der Nibelungensage benannt
  • Nikolaigasse, 1785 nach dem 1274 gegründeten und 1782 aufgehobenen, dem heiligen Nikolaus geweihtem, Nonnenkloster benannt

O

P

Petersplatz mit Peterskirche
  • Parisergasse, nach einem Hausschild „Zum Parys“ (Urteil des Paris)
  • Parkring, Teil der Wiener Ringstraße, benannt 1861 nach dem dort befindlichen Stadtpark
  • Passauer Platz, nach dem Bistum Passau, in dessen Besitz sich die Kirche Maria am Gestade von 1337 bis 1805 befand
  • Pestalozzigasse, 1865 nach dem Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi benannt
  • Petersplatz, 1848 nach der Peterskirche benannt, wurde bereits 1137 urkundlich erwähnt, hieß 1701 St. Petersfreithof, 1776 St. Peters Kirchhof, 1795 Am Peter
  • Petrarcagasse, 1886 nach dem Dichter und Gelehrten Francesco Petrarca benannt, hieß ab 1881 Ferstelgasse
  • Philharmonikerstraße, 1942 anlässlich des 100-jährigen Bestandes nach den Wiener Philharmonikern benannt, hieß davor ab 1862 Augustinerstraße
  • Plankengasse, Kaiser Joseph II. entzog 1784 den Kapuzinern einen Teil ihrer Gärten und befahl, dort längs der Planke Häuser zu errichten, hieß davor Neuburgerstraße
  • Postgasse, 1862 nach dem 1851 errichteten Hauptpostamtsgebäude benannt, hieß davor Bockgasse und Dominikanerplatz
  • Predigergasse, 1854 nach den 1226 nach Wien berufenen Dominikanern benannt (ordo predicatorum, „Predigerorden“)

R

Rathaus am Rathausplatz
Die Rotenturmstraße mit Weihnachtsbeleuchtung am Silvestertag 2010 vom Franz-Josefs-Kai Richtung Stephansdom
  • Rabensteig, 1862 nach dem Gasthaus „Zu den drei Raben“ benannt, hieß um 1850 Rabenplatz und Drei Rabengasse, dann Rabengasse
  • Rathausplatz, etwa 1870 als Bauplatz für das 1872–1883 errichtete Rathaus benannt, das bis etwa 1970 zur Unterscheidung vom Alten Rathaus Neues Rathaus genannt wurde. Der Platz hieß 1907–1926 Dr.-Karl-Lueger-Platz (dieser Platzname wurde dann zum Aufstellungsort des Luegerdenkmals transferiert), bis 1938 wieder Rathausplatz, 1938–1945 Adolf-Hitler-Platz.
  • Rathausstraße, 1873 nach dem Neuen Rathaus benannt, an dessen Rückseite sie verläuft
  • Rauhensteingasse, 1341 urkundlich erwähnt, 1786 nach Ritter Otto Turzo von Rauheneck (Rauhenstein) benannt, welcher hier 1208 ein Haus besaß
  • Reichsratsstraße, 1873 nach dem Gebäude des ehemaligen Reichsrates benannt, heute Parlament
  • Reischachstraße, 1906 nach Hektor von Reischach, Mitverteidiger bei der ersten Wiener Türkenbelagerung benannt
  • Reitschulgasse, 1862 nach der 1735 erbauten Winterreitschule in der Hofburg benannt
  • Renngasse, urspr. Am Rossmarkt; hier wurden Pferde vorgeführt und ihre Gangart geprüft, so dass die Pferdeführer oft „rennen“ mussten
  • Riemergasse, 1862 nach der Verkaufsstätte der Riemer und Filzer benannt, urkundlich bereits im 12. Jahrhundert erwähnt, hieß im 14. Jahrhundert Vilzerstraz, im 15. Jahrhundert Filzerstraße
  • Robert-Stolz-Platz, 1978 nach dem Komponisten Robert Stolz benannt
  • Rockhgasse, 1870 nach dem Wiener Bürgermeister Hans Rockh (ca. 1350–1408) benannt
  • Rosenbursenstraße, 1902 nach einer der sieben alten Bursen der Universität Wien benannt
  • Rosengasse, urkundlich bereits 1371 als Rosengezzlein erwähnt, ab 1827 Rosengasse
  • Rotenturmstraße, als ganzes einheitlich 1862 nach dem Roten Turm benannt, dem seit dem 13. bekannten und umgebaut bis 1776 bestehenden ältesten Befestigungsturm Wiens. Es verschwanden damit Am Haarmarkt und die Bischofsgasse. (→Historische Straßennamen) Der Teil vom Turm/Donaukanal bis zum heutigen Fleischmarkt ist seit 1270 als Steig beim Rotenturm bzw. Am Steig, 1288 als ruffa turris (lat. rufa = „rothaarig“, turris = „hoher Bau, Turm“), 1710 als auff dem Steig bekannt. Spätestens seit 1830 ist für diesen Teil schon die Rothenthurm Str. verzeichnet. 1945–1954 wurden die Hausnummern 26 (Ecke Adlergasse) und 31 (Ecke Kohlmessergasse) und die beiden Seitengassen aufgelassen, da zwei in der Schlacht um Wien zerstörte Häuserblöcke am Donaukanal nicht wieder errichtet wurden (siehe Franz-Josefs-Kai und Schwedenplatz).
  • Rotgasse, 1378 urkundlich als Radgässlein erwähnt, 1795 Rothgasse, Verballhornung von Radgasse in Rotgasse
  • Rudolfsplatz, 1862 nach Kronprinz Rudolf benannt
  • Ruprechtsplatz, 1862 nach der Ruprechtskirche benannt, hieß 1369 Am Kienmarkt
  • Ruprechtsstiege, 1827 erbaut, 1862 nach der Ruprechtskirche benannt

S

Schwarzenbergplatz mit Hochstrahlbrunnen um 1900
Der Stock-im-Eisen-Platz um 1895
  • Salvatorgasse, 1862 nach der Kirche St. Salvator benannt, hieß davor Passauer Gasse
  • Salzgasse, 1786 nach dem einstigen Sitz und Markt der Salzhändler benannt
  • Salzgries, Landungs- und Handelsplatz der Salzhändler (Gries = sandiges Ufer), urkundlich schon 1322 erwähnt
  • Salztorgasse, 1861 nach dem Salztor, dem ältesten Tor der Wiener Stadtmauer benannt, 1276 urkundlich erwähnt, 1759 abgetragen
  • Schallautzerstraße, 1906 nach dem Wiener Bürgermeister Hermes Schallautzer benannt
  • Schauflergasse, hieß 1310 Schauffelgasse, später Schüvellucke, Schauflerlüchen und Schauflochgasse, seit 1766 Schauflergasse, Herkunft unklar
  • Schellinggasse, 1869 nach dem deutschen Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph Schelling benannt
  • Schenkenstraße, 1862 nach dem schon 1250 erwähnten Palais der Erbland-Mundschenke benannt
  • Schillerplatz, 1870 nach dem Dichter Friedrich Schiller benannt
  • Schmerlingplatz, 1893 nach Politiker und Jurist Anton von Schmerling benannt, hieß davor Reichsratsplatz
  • Schönlaterngasse, nach dem 1710 urkundlich erwähnten Hausschild „Zur schönen Laterne“ („Bei der schön Latern“)
  • Schottenbastei, 1862 nach einem Teil der Stadtbefestigungsmauer benannt, hieß davor Gässel zur Bastei
  • Schottengasse, 1346 nach der Benediktinerabtei unserer Lieben Frau zu den Schotten benannt
  • Schottenring, Teil der Wiener Ringstraße, benannt 1870 nach dem Schottenstift
  • Schottentor, Haltestellen-, aber nicht Straßenname, Verkehrsknotenpunkt an der Wiener Ringstraße, nach dem um 1860 abgetragenen Stadttor
  • Schreyvogelgasse, 1885 nach dem Schriftsteller Joseph Schreyvogel benannt, hieß davor Kleppersteig und Mölkerbastei
  • Schubertring, Teil der Wiener Ringstraße, 1928 nach dem Komponisten Franz Schubert benannt, hieß davor ab 1862 Kolowratring
  • Schulerstraße, 1862 nach der Bürgerschule St. Stephan benannt, hieß früher strata scole, Schullerstraße, Schuolstrazze und Große Schulenstraße
  • Schulhof, 1421 wegen der in der Nähe gelegenen Judenschule so genannt, hieß 1776 bis 1786 Jesuitenplatz
  • Schultergasse, 1786 nach dem seit dem 14. Jahrhundert als Sitz und Wohnort der Schilter (Schildermaler) und Waffenschmiede bekannt
  • Schwarzenbergplatz, benannt 1880 nach Feldmarschall Karl Fürst Schwarzenberg (1771 bis 1820), 1946–1956 Stalinplatz
  • Schwarzenbergstraße, 1870 nach Feldmarschall Karl Fürst Schwarzenberg benannt
  • Schwedenplatz, benannt 1919 aus Dankbarkeit für die schwedische Hilfe nach dem Ersten Weltkrieg, vorher ab 1897 Franz-Ferdinands-Platz
  • Schwertgasse, nach einem schon 1591 erwähnten Hausschild „Zu den sieben Schwertern“ benannt
  • Seilergasse, 1786 nach der einstigen Verkaufsstätte der Seiler benannt, 1547 als Unter den Seilern urkundlich erwähnt
  • Seilerstätte, urkundlich 1301 als Arbeitsstätte der Seiler („auf der Seil“) erwähnt
  • Seitenstettengasse, seit 1827 nach dem 1825 vom gleichnamigen Stift in Niederösterreich erbauten Seitenstettnerhof, hieß ursprünglich Katzensteig
  • Seitzergasse, 1786 nach dem Seitzerhof, der seit 1325 der Kartause Mauerbach gehörte (die erste Besiedlung der Kartause kam aus dem untersteirischen Seitz – heute Slowenien)
  • Singerstraße, seit 1862, wurde davor urkundlich 1267 als Sulcherstraße erwähnt; nach einer aus Sünching stammenden Familie, die hier ihren Wohnsitz hatte und als „Siniger“ bekannt war
  • Sonnenfelsgasse, nach Hofrat Joseph von Sonnenfels, Ratgeber von Kaiserin Maria Theresia, hieß ursprünglich Bäckerstraße, 1848 kurze Zeit Märzstraße, 1938 bis 1945 Johann-Sebastian-Bach-Gasse
  • Spiegelgasse, seit ca. 1701 nach dem einstigen Sitz und Verkaufsstätte der Spiegler benannt, wurde bereits im 14. Jahrhundert als Laderstraße erwähnt
  • Stadiongasse, 1874 nach Außen- und Finanzminister Johann Philipp von Stadion benannt
  • Stallburggasse, 1782 nach der Stadelburg benannt, wie die Ställe, Speicher und Wirtschaftsgebäude des Hofes genannt wurden
  • Steindlgasse, nach Johann Steindl benannt, um 1683 Mitglied des Äußeren Rates, Verdienste bei der Türkenbelagerung 1683
  • Stephansplatz, nach dem Stephansdom
  • Sterngasse, 1886 nach einem Hausschild „Zum weißen Stern“ benannt
  • Steyrerhof, Herkunft unbekannt
  • Stock-im-Eisen-Platz, 1872 nach dem dort befindlichen „Stock im Eisen“ benannt: Der Sage nach schlug jeder fremde Schlossergeselle in diesen Fichtenstamm einen Nagel ein, urkundlich 1533 erwähnt
  • Stoß im Himmel, 1796 nach der Bürgerfamilie des Hans Stoßanhimmel benannt
  • Strauchgasse, 1776 nach dem dichten Gesträuch am Ufer der Mündung des Ottakringerbachs und des Alsbachs benannt, wurde 1320 urkundlich als Strauchgazze erwähnt
  • Strobelgasse, 1795 nach einer alteingesessenen, urkundlich bereits 1331 erwähnten Wiener Bürgerfamilie benannt; es gab in der Gasse auch ein Hausschild „Zum Strobelkopf“
  • Stubenring, Teil der Wiener Ringstraße, benannt 1867 nach der ehemaligen Stubenbastei.

T

Tiefer Graben mit Hoher Brücke
  • Tegetthoffstraße, 1877 nach Admiral Wilhelm von Tegetthoff benannt. Siehe auch die Helgolandgasse im 20. Bezirk Brigittenau
  • Teinfaltstraße, 1776 nach dem bereits im 14. Jahrhundert erwähnten Domvogthaus erwähnt
  • Theodor-Herzl-Platz, 2004 nach dem Publizisten Theodor Herzl benannt
  • Theodor-Herzl-Stiege, 1996 nach dem Publizisten Theodor Herzl benannt
  • Tiefer Graben, 1186 urkundlich erwähnt, nach dem früheren tiefen Bett des Ottakringer Bachs und des Alser Bachs benannt
  • Trattnerhof, 1912 nach dem Verleger Thomas von Trattner benannt
  • Tuchlauben, 1862 nach den 1153 hier sesshaft gewordenen Tuchmachern benannt, Lauben beschreibt die bogenförmigen Arkaden der Häuser, in denen die Tuchmacher Ihre Ware verkauften
  • Tuchlaubenhof, seit 1912 nach den Tuchmachern benannt

U

Universitätsring, rechts im Bild das Café Landtmann

V

Volksgarten auf der Ringstraßenseite
  • Volksgartenstraße, 1869 nach dem Volksgarten benannt
  • Vorlaufstraße, 1886 nach Bürgermeister Konrad Vorlauf (1335 bis 1408) benannt, hieß davor Sterngasse

W

Weihburggasse
  • Wächtergasse, 1862 nach der städtischen Polizeiwachstube benannt, die sich dort von 1650 bis 1773 befand
  • Walfischgasse, nach dem 1700 erwähnten Gasthaus „Bey den Wallfisch“ bzw. dem Hausschild „Zum Jonas mit dem Walfisch“
  • Wallnerstraße, 1848 nach dem Sitz und der Arbeitsstätte der Tuchwalker benannt, war bereits im 14. Jahrhundert als „Walichstraße“ erwähnt
  • Weihburggasse. Weihenburg hieß zur Zeit der babenbergischen Stadterweiterung am Anfang des 13. Jh. die Gegend in der das Befestigungswerk der „Weichburgk“ stand, urkundlich wird das Gebiet 1277 als „in der Weihenburgk“ genannt.
    etwa 1430: Weyhenpurg; 1451: Weichenpurkh; 1710: Weyhburg Gassen; 1794: Weyburggasse, „im gemeinen Leben Weinburggasse, in den älteren Zeiten: in der Weichenburg“; spätestens ab 1809 immer in der heutigen Schreibweise. Sie ging ursprünglich von der Kärntner Straße bis zur Seilerstätte, 1810 wurde in der Stadtmauer das Karolinentor bzw. Seilertor (heute zwischen Hausnummer 26 und 27) als leichtere Verbindung für Fußgänger zur Landstraße hin durchbrochen. Nach Abbruch der Stadtmauer 1862–1863 wurde sie 1867 bis zum Parkring verlängert.
  • Weiskirchnerstraße, 1932 nach dem Wiener Bürgermeister und Nationalratsabgeordneten Richard Weiskirchner benannt, war davor Teil der Wollzeile
  • Werdertorgasse, 1864 nach dem Werdertor, einem alten Tor in der Stadtmauer, benannt. War schon 1305 urkundlich erwähnt
  • Wiesingerstraße, 1902 nach dem Geistlichen Albert Wiesinger (1830–1896) benannt
  • Wildpretmarkt, 1862 nach einer Verkaufsstätte für Wildbret benannt, schon im 14. Jahrhundert als Kammerhof erwähnt, hieß später Neuer Kienmarkt
  • Windhaaggasse, 1894 nach dem wohltätigen Joachim Enzmilner von Windhaag (1600–1678) benannt, hieß ursprünglich Stiftgasse, dann Sternwartgasse
  • Wipplingerstraße, nach einer alteingesessenen Wiener Bürgerfamilie, deren Namen verballhornt wurde, urkundlich bereits 1272 „Wildwerkaere Strazze“ (Wildwerker = Kürschner), 1547 „Bilpingerstraße“
  • Wolfengasse, 1862 nach dem Gasthausschild „Zum weißen Wolf“ benannt
  • Wollzeile, 1862 nach dem einstigen Sitz der Wollweber und Wollhändler benannt, hieß 1158 Wollstrazze, 1261 Wollezeil

Z

  • Zedlitzgasse, 1865 nach dem Dichter Joseph Christian Freiherr von Zedlitz (1790–1862) benannt, gilt als Vorläufer der politischen Dichtung in Österreich
  • Zelinkagasse, 1869 nach dem Wiener Bürgermeister Andreas Zelinka (1802 bis 1868) benannt, unter seiner Ära wurde der Stadtpark angelegt, und die Vorstädte wurden eingegliedert

Historische Straßennamen

Wien im Jahr 1547
Die Innere Stadt um 1830
Die Innere Stadt vor 1858
  • Adlergasse: nach 1945 in den Franz-Josefs-Kai einbezogen
  • Albrechtsplatz: siehe Albertinaplatz
  • Alter Bauernmarkt: siehe Bauernmarkt
  • Amalienstraße bzw. Amaliengasse: siehe Hansenstraße
  • Am Glacis: siehe Auerspergstraße bzw. Landesgerichtsstraße
  • Am grünen Anger: siehe Grünangergasse
  • Am Haarmarkt ist ein seit 1270 nachweisbarer und bis 1862 verwendeter Name für das mittlere Drittel der heutigen Rotenturmstraße. Der Name leitet sich von der Bezeichnung Haar für Flachs ab, so dass er auch Flachsmarkt genannt wurde. Er erstreckte sich vom heutigen Fleischmarkt bis zum Lugeck/Lichtensteig.
  • Am Kienmarkt: siehe Ruprechtsplatz
  • Am Paradeplatz: siehe Auerspergstraße bzw. Landesgerichtsstraße
  • An der Gstätten: siehe Marienstiege
  • Am Peilertor: siehe Bognergasse
  • Am Peter: siehe Petersplatz
  • Am Rossmarkt: siehe Renngasse
  • An unserer Frauen Stiege: siehe Marienstiege
  • Armesündergasse: siehe Liliengasse
  • Aspernplatz: siehe Julius-Raab-Platz
  • Auf dem hohen Steig: siehe Himmelpfortgasse
  • Auf der Dacken: siehe Ballgasse
  • Augustengasse: siehe Gölsdorfgasse
  • Ballplatz: siehe Josefsplatz
  • Bei der Himmelpforte: siehe Himmelpfortgasse
  • Bei den Pfeilschnitzern: siehe Kleeblattgasse
  • Bibliotheksplatz: siehe Josefsplatz
  • Bischofsgasse wurde bis 1862 das oberste Drittel der Rotenturmstraße bis zum Stephansplatz genannt. Der Teil wurde in den ältesten Zeiten Dem Domprobst von St. Stephan gegenüber bezeichnet. Nachdem das Eckhaus seit 1471 den Wiener Bischöfen bzw. Administratoren als Residenz diente und sich der Name von Propsthof zu Bischofshof wandelte, wurde dieser Straßenteil seit dem 16. Jh. als Bischofsgasse bezeichnet.
  • Bockgasse: siehe Postgasse
  • Breittenstraße: siehe Bräunerstraße
  • Bürgermeistergasse: siehe Lichtenfelsgasse
  • Burggasse: siehe Josefstädter Straße
  • Burgplatz: siehe In der Burg
  • Burgtorstraße: siehe Josefstädter Straße
  • Cäciliengasse: siehe Maysedergasse
  • Chorgässlein: siehe Blutgasse
  • Currentengasse: siehe Kurrentgasse
  • Dominikanerplatz: siehe Postgasse
  • Drei Rabengasse: siehe Rabensteig
  • Färberstraße: siehe Dorotheergasse
  • Ferstelgasse: siehe Petrarcagasse
  • Filzerstraße: siehe Riemergasse
  • Franzensplatz: siehe In der Burg
  • Franzensring: siehe Dr.-Karl-Renner-Ring
  • Franz-Ferdinands-Platz: siehe Schwedenplatz
  • Gässel zur Bastei: siehe Schottenbastei
  • Gässlein bei den weißen Brüdern: siehe Kurrentgasse
  • Georg-Coch-Straße: siehe Uraniastraße
  • Giselastraße: siehe Bösendorferstraße
  • Glockengasse: siehe Irisgasse
  • Große Schulenstraße: siehe Schulerstraße
  • Hinter der Schlagstube: siehe Landskrongasse
  • Hintere Bäckerstraße: siehe Sonnenfelsgasse
  • Hintere Schenkenstraße: siehe Schenkenstraße
  • Hintere Schulstraße: siehe Domgasse
  • Hinter St. Jakob: siehe Jakobergasse
  • Hinter St. Pankraz: siehe Naglergasse
  • Hofgartengasse: siehe Hanuschgasse
  • Hofgäßlein: siehe Färbergasse
  • Hofstallstraße: siehe Museumstraße
  • Hühnerbühel: siehe Bauernmarkt
  • Hühnergässel: siehe Bauernmarkt
  • Hühnerloch: siehe Oppolzergasse
  • Hundsfottgässel: siehe Irisgasse
  • Im Ledererhof: siehe Ledererhof
  • Im Sauwinkel: siehe Auwinkel
  • Innerer Burgplatz: siehe In der Burg
  • Jesuitenplatz: siehe Schulhof bzw. Dr.-Ignaz-Seipel-Platz
  • Kaisergasse: siehe Josefstädter Straße
  • Kaiserin Zita-Ring: siehe Kärntner Ring
  • Kaiser Karl-Ring: siehe Opernring
  • Kaiser Wilhelm-Ring: siehe Parkring
  • Keilgasse: siehe Mölker Steig
  • Kirchengasse: siehe Jesuitengasse
  • Kleine Schulerstraße: siehe Domgasse
  • Kleppergasse: siehe Mölker Steig bzw. Oppolzergasse
  • Kleppersteig: siehe Schreyvogelgasse
  • Klostergasse: siehe Gluckgasse
  • Kochgasse: siehe Göttweihergasse
  • Kohlmessergasse: nach 1945 in den Franz-Josefs-Kai einbezogen
  • Kolowratring: siehe Schubertring
  • Komödiengasse: siehe Maysedergasse
  • Kopalplatz: siehe Oskar-Kokoschka-Platz
  • Kothgässel: siehe Blutgasse
  • Krebsgasse: siehe Marc-Aurel-Straße
  • Kreuzgasse: siehe Metastasiogasse
  • Künstlergasse: siehe Dumbastraße
  • Laderstraße: siehe Spiegelgasse
  • Lisztstraße: siehe Georg-Coch-Platz
  • Märzstraße: siehe Sonnenfelsgasse
  • Maximilianstraße: siehe Mahlerstraße
  • Münzerstraße: siehe Bauernmarkt
  • Neuburgerstraße: siehe Plankengasse
  • Neuer Kienmarkt: siehe Wildpretmarkt
  • Obere Bäckerstraße: siehe Bäckerstraße
  • Obere Bräunerstraße: siehe Habsburgergasse
  • Obere Burgtorgasse:' siehe Josefstädter Straße
  • Ofenlochgasse: siehe Kleeblattgasse
  • Passauer Gasse: siehe Salvatorgasse
  • Pfeilerstraße: siehe Kleeblattgasse
  • Pippingerstraße: siehe Annagasse
  • Preitenstraße: siehe Bräunerstraße
  • Radgässlein: siehe Rotgasse
  • Refellucke: siehe Bauernmarkt
  • Regierungsgasse: siehe Leopold-Figl-Gasse
  • Reichsratsplatz: siehe Schmerlingplatz
  • Revolutionsplatz: siehe Albertinaplatz bzw. Ballhausplatz
  • Schillergasse: siehe Makartgasse
  • Schlaptenpromenade: siehe Museumstraße
  • Schottensteig: siehe Helferstorferstraße
  • Schulgasse: siehe Bäckerstraße
  • Schwangasse: siehe Marco-d'Aviano-Gasse
  • Schweinemarkt: siehe Lobkowitzplatz
  • Spitalgasse: siehe Donnergasse
  • Spitalplatz: siehe Lobkowitzplatz
  • Stalinplatz: siehe Schwarzenbergplatz
  • Sternwartgasse: siehe Windhaaggasse
  • Stiftgasse: siehe Windhaaggasse
  • St.-Dorotheengasse: siehe Dorotheergasse
  • St. Johannesstraße: siehe Johannesgasse
  • St. Petersfreithof bzw. St. Peters Kirchhof: siehe Petersplatz
  • St. Peters Gässel: siehe Kühfußgasse bzw. Milchgasse
  • Sulcherstraße: siehe Singerstraße
  • Taschnergasse: siehe Bauernmarkt
  • Traibotenstraße bzw. Tragebotenstraße: siehe immelpfortgasse
  • Universitätsplatz: siehe Dr.-Ignaz-Seipel-Platz
  • Unter den Verbern: siehe Dorotheergasse
  • Unter den Hafnern: siehe Hafnersteig
  • Unter den Nadlern: siehe Naglergasse
  • Unter den Pfeilschnitzern: siehe Kleeblattgasse
  • Unter den Seilern: siehe Seilergasse
  • Untere Bäckerstraße: siehe Sonnenfelsgasse
  • Unter den Bognern: siehe Bognergasse
  • Unter den Taschnern: siehe Bauernmarkt
  • Vordere Bäckerstraße: siehe Bäckerstraße
  • Vordere Schenkenstraße: siehe Bankgasse
  • Walfischplatz: siehe Akademiestraße
  • Ziecherstraße: siehe Maysedergasse
  • Zeughausgasse: im Bereich Concordiaplatz

1938–1945

  • Adolf-Hitler-Platz: siehe Rathausplatz
  • Johann-Sebastian-Bach-Gasse: siehe Sonnenfelsgasse
  • Meistersingerstraße: siehe Mahlerstraße

Literatur

  • Peter Autengruber: Lexikon der Wiener Straßennamen., Pichler Verlag, 6. Auflage, Wien 2007, ISBN 978-3-85431-439-4.
  • Peter Simbrunner: Wien Straßennamen von A–Z, 1988, ISBN 3-8000-3300-3.
  • Peter Csendes, Wolfgang Mayer: Die Wiener Straßennamen, 1987.
  • Anton Behsel: Verzeichniß aller in der kaiserl. königl. Haupt- und Residenzstadt Wien mit ihren Vorstädten befindlichen Häuser, mit genauer Angabe der älteren, mittleren und neuesten Nummerirungen, der dermahligen Eigenthümer und Schilder, der Straßen und Plätze, der GrundObrigkeiten, dann der Polizey- und Pfarr-Bezirke, Carl Gerold, Wien 1829.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Johann Martin Drach in Richard Groner: Wien wie es war. Molden, München 1966, S. 129, abgerufen am 7. Juli 2012
  2. Ruth Klüger: unterwegs verloren. Erinnerungen, Paul Zsolnay Verlag, Wien 2008, ISBN 978-3-552-05441-7, S. 198
  3. Rathauskorrespondenz vom 31. Jänner 2012


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