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Liste der Stolpersteine in Neuruppin

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Die Liste der Stolpersteine in Neuruppin enthält sämtliche Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projektes von Gunter Demnig in Neuruppin verlegt wurden. Die Verlegung in Neuruppin am 17. November 2003 war die erste im Bundesland Brandenburg.[1]

Es handelt sich um Stolpersteine für die ermordeten jüdischen Mitbürger Neuruppins (in der Neuruppiner Altstadt und Alt Ruppin, Verlegung am 17. November 2003) sowie sechs exemplarische und teilweise anonymisierte Stolpersteine für die 1497 Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Aktion T4 aus der Landesirrenanstalt Neuruppin (auf dem Gelände der heutigen Ruppiner Kliniken, Verlegung 19. Oktober 2004).

Zwei Stolpersteine konnten bislang keiner Adresse zugeordnet werden und wurden daher noch nicht verlegt.

Übersicht

Adresse Name Geboren Deportation und Tod Bild
Neuruppin, Karl-Marx-Str. 22 Emilie Drucker, geb. Trepp 23. Januar 1850 am 16. Juni 1943 nach Theresienstadt deportiert. Sie verstarb dort im Juni 1943. Neuruppin Stolperstein Drucker.jpg
Neuruppin, Karl-Marx-Str. 34 Emma Anker, geb. Wittenberg 29. März 1878 am 28. März 1942 nach Trawnicki deportiert. Sie gilt als verschollen. Stolpersteine Edith und Emma Anker Neuruppin.jpg
Edith Frank, geb. Anker 26. Oktober 1914 am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Sie gilt als dort verschollen.
Neuruppin, Karl-Marx-Str. 58 Erna Jacoby 17. Oktober 1895 am 26. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert. Sie gilt dort als verschollen. Karl-Marx-Straße 58 Neuruppin.jpg
Arnold Jacoby 20. Januar 1869 am 17. August 1942 nach Theresienstadt deportiert. Sein Todesort jedoch ist Minsk. Er gilt als dort verschollen.
Neuruppin, Karl-Marx-Str. 64 Dr. Arthur Jacoby 22. Juli 1897 26. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert. Er gilt dort als verschollen. Karl-Marx-Straße 64 Neuruppin.jpg
Neuruppin, Neustädter Str. 46 Regina Meyerhard 16. Februar 1876 deportiert im März 1943 nach Theresienstadt. Sie wurde in Auschwitz im Mai 1944 ermordet.
Alt Ruppin, Friedrich-Engels-Str. 43 Arthur Schwarz 10. September 1876 Arthur Schwarz wurde zwar nicht im KZ ermordet, jedoch ist sein Tod eindeutig durch die Verfolgung und Ungleichbehandlung jüdischer Mitbürger verursacht. Er verstarb am 29. Dezember 1943 im Jüdischen Krankenhaus Berlin, nachdem er über längere Zeit eine zu geringe Dosis eines Herzmedikaments erhielt.
unbekannt Hermine Hertzberg 1. Januar 1885 am 28. Januar 1943 nach Theresienstadt deportiert. Sie gilt als in Auschwitz verschollen.
Hermann Hertzberg 15. April 1870 am 28. Januar 1943 nach Theresienstadt deportiert. Er ist dort im Januar 1944 verstorben
Neuruppin, Fehrbelliner Str. 38 (Ruppiner Kliniken) Gerhard G. 1914 verlegt am 18. Juni 1940 in eine andere Anstalt, dort vergast Ruppiner Kliniken Haus I.jpg
Arthur B. 1912 verlegt am 18. Juni 1940 in eine andere Anstalt, dort vergast
Hildegard L. 1926 verlegt am 20. Juni 1940 in eine andere Anstalt, dort vergast
Bergliot H. 1901 verlegt am 30. Juni 1941 in eine andere Anstalt, dort vergast
Elsa J. 1902 verlegt am 20. August 1940 in eine andere Anstalt, dort vergast
Herbert Sch. 1911 verlegt am 27. Juni 1940 in eine andere Anstalt, dort vergast

Literatur

  • Uwe Schürmann: Die Neuruppiner Juden zur Zeit des Nationalsozialismus. In: Historischer Verein der Grafschaft Ruppin e.V. (Hrsg.): Mitteilungsblatt. Nr. 10, Neuruppin Oktober 1999, S. 1-22.
  • Karen Bellin und Dietmar Schulze: Die brandenburgische Landesanstalt Neuruppin als Zwischenanstalt. In: Kristina Hübener in Zusammenarbeit mit Martin Heinze (Hrsg.): Brandenburgische Heil- und Pflegeanstalten in der NS-Zeit. 3, be.bra-Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-89809-301-8, S. 169–178.

Weblinks

 Commons: Stolpersteine in Neuruppin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Rainer Fellenberg: Stolpersteine in Neuruppin (de) Vorbereitungskreis "Stolpersteine in Neuruppin". 4. Mai 2008. Abgerufen am 8. Mai 2010.

Einzelnachweise

  1. Rainer Fellenberg: Stolpersteine in Neuruppin (de) Vorbereitungskreis "Stolpersteine in Neuruppin". 4. Mai 2008. Abgerufen am 8. Mai 2010.


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