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Liste der Stolpersteine in Nürnberg

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Stolpersteine sind vom Künstler Gunter Demnig geschaffene Pflastersteine mit einer Messingoberfläche, die an das Schicksal in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur ermordeter, deportierter, vertriebener oder in den Selbstmord getriebener Juden erinnert.

In Nürnberg lebten im Sommer 1933 7502 Juden. Zu Beginn der Deportationen im Herbst 1941 lebten in Nürnberg noch 1835 Juden (im Sinne der Nürnberger Gesetze). Als der Zweite Weltkrieg in Nürnberg am 20. April 1945 endete, lebten in Nürnberg noch etwa 40 Juden.

Die Stolpersteine, die aus privaten Spenden finanziert werden, sind im Allgemeinen vor der letzten Wohnung der zumeist ermordeten Menschen im Bürgersteig eingelassen, damit Passanten sie bemerken, also im übertragenen Sinne über sie stolpern.

Sofern die Angaben der Liste umfassender sind als auf den Stolpersteinen selbst, sind sie dem Werk „Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Shoah“[1] entnommen, sofern nicht anders angegeben.

Zu den Deportationen der Nürnberger Juden vgl.: Deportationen der Nürnberger Juden

In Nürnberg sind folgende Stolpersteine an folgenden Adressen installiert (unvollständig, sortiert nach Nachnamen):

Louis und Sophie Dormitzer

Virchowstraße 9: Louis und Sophie Dormitzer

Virchowstraße 9

  • Louis Dormitzer, geb. 8. Juni 1863 in Nürnberg, deportiert am 10. September 1942 ins KZ Theresienstadt, ermordet am 26. Februar 1943 in Theresienstadt
  • Sophie Dormitzer, geb. Kupfer, geb. 9. Januar 1871 in Burgkunstadt, deportiert am 10. September 1942 ins KZ Theresienstadt, ermordet am 23. September 1942 in Theresienstadt

Nicolaus und Lina Reis

Celtisstraße 3: Nicolaus und Lina Reis, vor der Verlegung der Stolpersteine

Celtisstraße 3 (zuvor: Schlageterplatz 16)

  • Nicolaus Reis, geb. 20. Juni 1873 in Meiningen, deportiert am 10. September 1942 ins KZ Theresienstadt, ermordet am 15. März 1943 in Theresienstadt
  • Lina Reis, geb. 7. Februar 1884 in Nürnberg, geb. Uhlmann, deportiert am 10. September 1942 ins KZ Theresienstadt, ermordet im KZ Auschwitz

Alfred, Mathilde und Ilse Wagner

Merkelsgasse 5: Alfred, Mathilde und Ilse Wagner

Merkelsgasse 5

  • Alfred Wagner, Jahrgang 1889, vor Deportation Flucht in den Tod am 20. Februar 1942
  • Mathilde Wagner, geb. 3. März 1890 in Wien, geb. Fried, Jahrgang 1890, deportiert 1942, ermordet im Ghetto Izbica
  • Ilse Wagner, geb. 12. Juni 1914 in Nürnberg, deportiert 1942, ermordet im Ghetto Izbica

Weblinks

 Commons: Stolpersteine in Nürnberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Shoah, Hrsg. Michael Diefenbacher und Wiltrud Fischer-Pache, bearbeitet von Gerhard Jochem und Ulrike Klettner; Nürnberg 1998; Selbstverlag des Stadtarchivs Nürnberg; ISBN 3-925002-29-4 und ISBN 3-87191-249-2 sowie Gedenkbuch für die Nürnberger Opfer der Shoah - Ergänzungsband, Hrsg. Michael Diefenbacher und Wiltrud Fischer-Pache, bearbeitet von Gerhard Jochem und Ulrike Klettner; Nürnberg 2002; Selbstverlag des Stadtarchivs Nürnberg; ISBN 3-925002-30-8 und ISBN 3-87191-308-1


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