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Liste der Stolpersteine in Ligurien

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Stolperstein in der Galleria Mazzini

Die Liste der Stolpersteine in Ligurien enthält die Stolpersteine in der italienischen Provinz Ligurien, die an das Schicksal der Menschen aus dieser Region erinnern, die während des Regimes des Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig verlegt, deren Name lautet auf italienisch pietre d'inciampo.

Die Verlegungen in Genua erfolgten am 29. Januar 2012 und am 7. März 2013.

Die Tabelle ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Genua

Bild Name Standort Verlegedatum Leben
Stolperstein für Giorgio Labo.JPG Labò, GiorgioGiorgio Labò Via Roma 1 Stolperstein für Giorgio Labò44.408648.9351 07. Mrz. 2013 Giorgio Labò, geboren 1919, war ein junger Architekt. Er schloss sich nach dem 9. September 1943 in Rom der GAP (Patriotische Aktionsgruppe) an und trug den Kampf­namen „Lamberto“. Er wurde am 1. Februar 1944 von der deutschen SS verhaftet und im Gefängnis in der Via Tasso bestialisch gefoltert. Am 7. März 1944 wurde Giorgio Labò in Forte Bravetta erschossen. Der Stolperstein zu seinem Gedenken befindet sich an der Via Roma 1, wo seine Familie zur Zeit seiner Ermordung lebte – in unmittelbarer Nähe des Stolpersteins für Riccardo Pacifici.[1]
Stolperstein für Reuven Riccardo Pacifici.JPG Pacifici, Riccardo ReuvenRiccardo Reuven Pacifici Galleria Mazzini Stolperstein für Riccardo Reuven Pacifici44.408428.93507 29. Jan. 2012 Riccardo Reuven Pacifici wurde am 18. Februar 1904 in Florenz geboren. Er entstammte einer sephardischen Familie, seine Eltern waren Gilda Borghi und Mario Mordechai Pacifici. Nach dem Abitur schloss er 1926 ein Studium an der Universität Florenz mit summa cum laude ab. Ab 1927 begann er ein Studium am Collegio Rabbinico di Firenze, welches er mit dem Titel eines Chacham ha shalem abschloss. Von 1928 bis 1930 war er stellvertretender Leiter der jüdischen Gemeinde von Venedig, ab 1930 Direktor des Collegio Rabbinico di Rodi, ab 1936 Großrabbiner von Rhodos und von 1936 bis zu seiner Verschleppung Großrabbiner von Genua. Er blieb in den schweren Jahren des Krieges und der Judenverfolgung bei seiner Gemeinde und besuchte mehrfach das Internierungslager Ferramonti di Tarsia. Dort gab er den Internierten moralischen und spirituellen Beistand. Er wurde an die deutschen Besatzungsbehörden verraten, verhaftet und ins KZ Auschwitz verschleppt, wo er, seine Frau Wanda Abenaim und eine Reihe weiterer Mitglieder der Familie Pacifici ermordet wurden. Sein Todestag war der 11.[2] oder 12. Dezember 1943.[3]

Ein Enkel von Riccardo Reuven Pacifici, Riccardo Pacifici, ist der derzeitige Präsident der jüdischen Gemeinde von Rom.[4]

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Genua. In: www.gedenkorte-europa.eu. Abgerufen am 4. Februar 2016.
  2. Inschrift des Stolpersteins
  3. Rabbi Riccardo Pacifici addresses the internees in the Ferramonti camp. - USHMM Collections Search. In: collections.ushmm.org. Abgerufen am 4. Februar 2016.
  4. Saviona Mane: Rome Jewish Community Leader Trapped Inside Auschwitz, Interrogated by Police. In: haaretz.com. 28. Januar 2015, abgerufen am 4. Februar 2016 (english).


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