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Liste der Stolpersteine in Berlin-Tegel

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Stolperstein Icon.svg Diese Liste ist Teil des WikiProjekts Stolpersteine in Berlin. Ihr fehlen noch ausführliche Beschreibungen zu den einzelnen Stolpersteinen.

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Die Liste der Stolpersteine in Berlin-Tegel enthält die Stolpersteine im Berliner Ortsteil Tegel im Bezirk Reinickendorf, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Tabelle ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Bild Name Adresse und Koordinate (Erioll world.svg) Verlegedatum Leben
Stolperstein Billerbecker Weg 123a (Tegel) Nikolaj Alexjenko.jpg Alexjenko, NikolajNikolaj Alexjenko Billerbecker Weg 123a Stolperstein Nikolaj Alexjenko52.57472213.273889 22. Aug. 2006 * 12. Mai 1911; † 10. Juli 1944 in der Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde[1]
Stolperstein Erholungsweg 14 (Tegel) Fritz Ausländer.jpg Ausländer, FritzFritz Ausländer Erholungsweg 14 Stolperstein Fritz Ausländer52.59805613.304444 06. Mrz. 2009 Fritz Ausländer wurde am am 24. November 1885 in Königsberg geboren. Er war 1914 ein Mitbegründer der Gruppe Internationale. 1928 wurde er von der KPD als Kandidat zur Wahl des preußischen Landtags aufgestellt und errang ein Mandat. Im Jahr 1932 trat Ausländer jedoch noch Differenzen über die Ausrichtung der Partei aus der KPD aus. Er wurde nach der Nacht des Reichstagsbrandes am 28. Februar 1933 festgenommen und zunächst ins KZ Sonnenburg gebracht. Es folgten Internierungen im KZ Oranienburg und den Emslandlagern. Er wurde 1933 freigelassen, jedoch zu Kriegsbeginn 1939 erneut inhaftiert, diesmal im KZ Sachsenhausen. Nach einem Selbsttötungsversuch wurde er zu Weihnachten 1939 ein weiteres Mal freigelassen. Aus Furcht vor einer erneuten Verhaftung nahm Fritz Ausländer sich am 21. Mai 1943 in Berlin das Leben.[2]
Stolperstein Seidelstr 23 (Tegel) Hans Coppi.jpg Coppi, HansHans Coppi Seidelstraße 23 Stolperstein Hans Coppi52.572513.297778 05. Aug. 2011[3] * 25. Januar 1916 in Berlin; † 22. Dezember 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee, Mitglied der Roten Kapelle
Stolperstein Seidelstr 23 (Tegel) Hilde Coppi.jpg Coppi, HildeHilde Coppi Seidelstraße 23 Stolperstein Hilde Coppi52.5725113.297778 05. Aug. 2011[3] * 30. Mai 1909 in Berlin; † 5. August 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee, Mitglied der Roten Kapelle
Stolperstein Egidystr 26 (Tegel) Luise Klein.jpg Klein, LuiseLuise Klein Egidystraße 26 Stolperstein Luise Klein52.60166713.303056 23. Okt. 2004 *11. Februar 1872; † 7. Januar 1943 in der Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde[1]
Stolperstein Alt-Tegel 44-46 (Tegel) Hermann Krauss.jpg Krauss, HermannHermann Krauss Alt-Tegel 44–46 Stolperstein Hermann Krauss52.58833313.275556 23. Okt. 2004 * 12. Mai 1893; † 8. Mai 1944 in der Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde[1]
Stolperstein Ziekowstr 139 (Tegel) Lucie Krüger.jpg Krüger, LucieLucie Krüger Ziekowstraße 139 Stolperstein Lucie Krüger52.59194413.291667 22. Aug. 2006 * 6. April 1901; † 5. Mai 1944 in der Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde[1]
Stolperstein.Tegel.Medebacher Weg 15.Bernhard Lichtenberg.7384.jpg Lichtenberg, BernhardBernhard Lichtenberg Medebacher Weg 15
(Brunowplatz)
07. Jun. 2013 Ein weiterer Stolperstein für Bernhard Lichtenberg liegt in Mitte an der St. Hedwigs-Kathedrale.
Stolperstein.Tegel.Hatzfeldtallee 8.Margarete Posener.7405.jpg Posener, MargareteMargarete Posener
(beschriftet als „Magarete Posener“)
Hatzfeldtallee 8 07. Jun. 2013
Stolperstein.Tegel.Kolonie Vor den Toren IV.Günther Willi Radde.4555.jpg Radde, Günther WilliGünther Willi Radde Kolonie „Vor den Toren IV“
(Haupteingang/Stieglitzweg)
Günther Willi Radde, Kolonie „Vor den Toren IV“52.55195813.268424 22. Aug. 2006 * 13. Februar 1927; † 29. Februar 1944 in der Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde[1]
Stolperstein Wittestr 39 (Tegel) Karl Rasch.jpg Rasch, Karl WilhelmKarl Wilhelm Rasch Wittestraße 39
ehemals Kolonie am Brocken 10
Stolperstein Karl Rasch52.57805613.3025 05. Mai 2003 Karl Wilhelm Rasch wurde am 3. Januar 1891 in Sprokinnen im Landkreis Tilsit-Ragnit geboren. Er absolvierte zunöchst eine Lehre zum Schlosser; 1926 heiratete er. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor. Karl Rasch wurde wegen epileptischer Anfälle erstmals am 28. November 1908 in die Wittenauer Heilstätten aufgenommen, am 15. Dezember 1908 jedoch wieder entlassen. Während des Ersten Weltkriegs wurde er für tauglich befunden, durch einen Granatsplitter wurde am rechten Knie verwundet. In der Zeit zwischen Dezember 1933 bis Juli 1939 wurde Karl Rasch wegen seiner Anfälle immer wieder in die Wittenauer Heilstätten aufgenommen und behandelt. Bereits am 6. Juni 1934 wurde er im Rudolf-Virchow-Krankenhaus zwangsweise sterilisiert. Am 12. Juli 1939 wurde vorgeschlagen, ihn gegen seinen ausdrücklichen Willen in die Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde zu verlegen. Für seinen jahrelangen Aufenthalt in Obrawalde gibt es kaum Unterlagen, therapeutische oder pflegerische Maßnahmen sind nicht dokumentiert. In der Krankenakte von Karl Rasch ist sein Tod für den 19. November 1943 infolge „gehäufter Krampfanfälle“ eingetragen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass er ebenso wie Tausende weitere, mit einer Medikamentenüberdosis vergiftet wurde.[4]
Stolperstein Gorkistr 28 (Tegel) Lubja Tokarenko.jpg Tokarenko, LjubaLjuba Tokarenko Gorkistraße
Ecke Eschachstraße
Stolperstein Lubja Tokarenko52.5902513.2893 22. Aug. 2006 * 1922; † 31. August 1944 in der Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde[1]
Stolperstein Tile-Brügge-Weg 43 (Tegel) Gertrud Ella Frieda Triemel.jpg Triemel, Gertrud Ella FriedaGertrud Ella Frieda Triemel Tile-Brügge-Weg 43 Stolperstein Gertrud Ella Frieda Triemel52.59166713.293889 22. Aug. 2006 * 12. Juni 1894; † 19. April 1944 in der Heil- und Pflegeanstalt Obrawalde[1]
Stolperstein Berliner Str 7 (Tegel) Regina Wolff.jpg Wolff, ReginaRegina Wolff Berliner Straße 7 17. Mrz. 2011 Regina Wolff wurde am 17. Juni 1893 in Gollub als Regina Isacsohn geboren.[5] geboren. Sie wurde am 12. Januar 1943 unter der Nummer 783 mit dem 26. Osttransport nach Auschwitz deportiert[6] und dort am 12. Februar 1943 ermordet.[7]
Stolperstein Werdohler Weg 11 (Tegel) Walter Zimmermann.jpg Zimmermann, WalterWalter Zimmermann Werdohler Weg 11 Stolperstein Walter Zimmermann52.57083313.281944 06. Mrz. 2009 Walter Zimmermann wurde am 8. Februar 1910 in Berlin geboren. Er arbeitete als Feinmechaniker bei den Askania Werken in Mariendorf. Dort bildete er zusammen mit Paul Hirsch, Karl Lade, Clemens Seifert und einigen anderen Personen, die sich bereits aus dem organisierten Arbeitersport kannten, den Kern der dortigen Betriebsgruppe der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation.[8] Karl Lade, Kurt Rühlmann und Walter Zimmermann wechselten 1943/44 in das Zweigwerk der Askania Werke in Weißensee, wo sie sich weiterhin im Widerstand engagierten.[9] Zusammen mit 20 weiteren Mitglieder der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation wurde Walter Zimmermann im Laufe der Monate Juli und August 1944 festgenommen. Die Anklagen umfassten die Vorwürfe Hochverrat, Feindbegünstigung oder die Nichtanzeige dieser Delikte,[10] alle Festgenommenen wurden am 30. November 1944 vom Volksgerichtshof verurteilt, vier davon zum Tode.[9] Walter Zimmermann wurde am 3. Januar 1945 im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet.[11]

Weblinks

 Commons: Stolpersteine in Berlin-Tegel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Bezirksamt Reinickendorf von Berlin – Abteilung Wirtschaft, Gesundheit und Verwaltung, Plan- und Leitstelle (Hrsg.): Die Verlegung weiterer Stolpersteine. In: Stolpersteinbroschüre Reinickendorf. 4 Auflage. 2006-08 S. 48-49 (PDF; 128 KB, abgerufen am 4. November 2012).
  2. Heimatmuseum Reinickendorf (Hrsg.): Stolpersteine Berlin – Reinickendorf: Erholungsweg 14. Lebensweg von Fritz Ausländer. Berlin 2009-03-06 (PDF; 334 KB, abgerufen am 15. November 2012).
  3. 3,0 3,1 Stolpersteinverlegung am 05.08.2011 für die Widerstandskämpfer Hans und Hilde Coppi in Anwesenheit des Sohnes Hans Coppi und Kulturstaatssekretär André Schmitz. In: berlin.de/ba-reinickendorf/presse. Bezirksamt Reinickendorf von Berlin, 2. August 2011, abgerufen am 22. November 2012.
  4. Steffi Krause: Biographie Karl Rasch. In: Bezirksamt Reinickendorf von Berlin – Abteilung Wirtschaft, Gesundheit und Verwaltung, Plan- und Leitstelle (Hrsg.): Stolpersteinbroschüre Reinickendorf. 4 Auflage. 2006-08 S. 21-22 (PDF; 1,37 MB, abgerufen am 26. Oktober 2012).
  5. The Central Database of Shoah Victims' Names –Regina Wolff. In: db.yadvashem.org. Yad Vashem, abgerufen am 22. November 2012 (english).
  6. Deportationsliste des 26. Osttransports – Blatt 40. In: statistik-des-holocaust.de. Abgerufen am 22. November 2012.
  7. Suche im Namenverzeichnis – Wolff, Regina. In: bundesarchiv.de/gedenkbuch. Abgerufen am 22. November 2012.
  8. Hans-Rainer Sandvoß: Die "andere" Reichshauptstadt. Lukas Verlag, Berlin 2007, ISBN 3-936872-94-5, S. 588, DNB 979928427.
  9. 9,0 9,1 Hans-Rainer Sandvoß: Die "andere" Reichshauptstadt. Lukas Verlag, Berlin 2007, ISBN 3-936872-94-5, S. 592, DNB 979928427.
  10. Annette Neumann: Betriebszellen der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation. (PDF; 28 KB) 22. Januar 2009, S. 7-8, abgerufen am 15. November 2012.
  11. Lutz Dühr: Bleibendes Gedenken für Reinickendorfer Antifaschisten. In: die-linke-reinickendorf.de. Die Linke Bezirksverband Reinickendorf, abgerufen am 4. November 2012.


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