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Liste der Stolpersteine im Nitriansky kraj

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Stolpersteine für die Familie Paszternák in Komárno

Die Liste der Stolpersteine im Nitriansky kraj enthält die Stolpersteine in der slowakischen Region Nitriansky kraj (Neutraer Landschaftsverband), die an das Schicksal der Menschen dieser Region erinnern, welche von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteine wurden von Gunter Demnig verlegt. 

Der Südteil der Region (südlich der Linie und einschließlich Šaľa-Šurany-Vráble-Levice) war 1938–1945 als Folge des Ersten Wiener Schiedsspruchs Teil Ungarns. Die Ermordung der dortigen Juden erfolgte folglich im Rahmen des Holocaust in Ungarn. Die Verlegungen in Komárno fanden – laut Demnigs Website – am 26. Juli 2013 statt. Der Begriff Stolpersteine heißt auf slowakisch: Kladenie pamätných kameňov.

Die Tabelle ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Komárno

Bild Name Standort Verlegedatum Leben
Stolperstein für Dezsö Paszternak.JPG Paszternák, DezsőDezső Paszternák Komenského 269/3 Stolpersteine für Dezső, Mária, Sándor und Zsigmond Paszternák und Margit Reismann47.76420918.133402 26. Jul. 2013 Dezső Paszternák, auch Dezider, wurde 1907 in Komarno als Sohn von Maria und Zsigmond Paszternák geboren. Seinem Vater gehörte eine Bäckerei. Er wurde 1944 ins KZ Auschwitz deportiert und wurde dort vom NS-Regime ermordet.[1]
Stolperstein für Maria Paszternak.JPG Paszternák
(geb. Weisz), Mária
Mária Paszternák
(geb. Weisz)
Komenského 269/3 Stolpersteine für Dezső, Mária, Sándor und Zsigmond Paszternák und Margit Reismann47.76420918.133402 26. Jul. 2013 Maria Paszternák geb. Weisz wurde in Svodín geboren und heiratete Zsigmond Paszternák, der Inhaber einer Bäckerei war. Das Paar hatte zumindest drei Kinder: Dezső, Margit, Sándor, die alle drei im Rahmen der Shoah ermordet wurden, und zumindest ein Kind, welches überlebte. Sie wurde gemeinsam mit ihrem Ehemann am 14. Mai 1944 ins KZ Auschwitz deportiert, wo sie vom NS-Regime ermordet wurden.[2]

Ihr Enkelsohn Alexander Pasternak, der 1989 in Zürich lebte, erstattete die Meldungen über die Todesfälle in seiner Familie nach Yad Vashem und nannte Dezső und Sándor als Onkeln und Margit als seine Tante.[1][3][4]

Stolperstein für Sandor Paszternak.JPG Paszternák, SándorSándor Paszternák Komenského 269/3 Stolpersteine für Dezső, Mária, Sándor und Zsigmond Paszternák und Margit Reismann47.76420918.133402 26. Jul. 2013 Sándor Paszternák, auch Alexander, wurde 1919 oder 1920 in Komarno als Sohn von Maria und Zsigmond Paszternák geboren. Er lebte bis 1942 in Komarno, wurde 1944 ins KZ Auschwitz deportiert und wurde dort vom NS-Regime ermordet.[3]
Stolperstein für Zsigmond Paszternak.JPG Paszternák, ZsigmondZsigmond Paszternák Komenského 269/3 Stolpersteine für Dezső, Mária, Sándor und Zsigmond Paszternák und Margit Reismann47.76420918.133402 26. Jul. 2013 Zsigmond Paszternák, auch Zigmund bzw. Sigmund, wurde 1878 in Lomnice geboren und heiratete Maria Weisz aus Svodín. Das Paar hatte zumindest vier Kinder: Dezső, Margit, Sándor, die alle drei im Rahmen der Shoah ermordet wurden, und zumindest ein Kind, welches überlebte. Zsigmond Paszternák besaß eine Bäckerei. Am 14. Mai 1944 wurde er zusammen mit seiner Ehefrau ins KZ Auschwitz deportiert, wo sie vom NS-Regime ermordet wurden.[5]
Stolperstein für Margit Paszternak.JPG Reismann
(geb. Paszternák), Margit
Margit Reismann
(geb. Paszternák)
Komenského 269/3 Stolpersteine für Dezső, Mária, Sándor und Zsigmond Paszternák und Margit Reismann47.76420918.133402 26. Jul. 2013 Margit Reismann geb. Paszternák wurde 1911 in Komarno als Tochter von Maria und Zsigmond Paszternák geboren. Laut Aussage ihres Neffen Alexander Pasternak, getätigt in Zürich am 6. Juni 1989, heiratete sie einen Mann namens Reismann, lebte in Kálna und war bis 1942 in einem Arbeitslager. Sie wurde ins KZ Auschwitz deportiert und dort vom NS-Regime ermordet.[4]

Auf dem Stolperstein ist die Inschrift Margit Paszternák geb. Weisz zu lesen, die mutmaßlich falsch ist.

Stolperstein für Dr. Ernest Waldmann.JPG Waldmann, ErnestErnest Waldmann Eötvösava 9 Stolperstein für Ernest Waldmann47.7593218.123542 26. Jul. 2013 Dr. Ernest Waldmann wurde am 10. Oktober 1902 in Bátorovych Kosíh geboren. Er wurde 1923 Rabbiner in Komárno, 1926 zusätzlich in Lučenec und 1930 schließlich Oberrabbiner. Zwischen dem 12. und 15. Juni 1944 wurde er ins KZ Auschwitz deportiert, von dort nach Mauthausen. Dort wurde Dr. Ernest Waldmann am 27. Juni 1944 vom NS-Regime ermordet wurde.[6][7][8][9]

Siehe auch

Quellen

Weblinks

 Commons: Stolpersteine in Komárno – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Dezső Paszternák in der Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer der Gedenkstätte Yad Vashem
  2. Maria Paszternák in der Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer der Gedenkstätte Yad Vashem
  3. 3,0 3,1 Sándor Paszternák in der Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer der Gedenkstätte Yad Vashem
  4. 4,0 4,1 Margit Reismann in der Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer der Gedenkstätte Yad Vashem
  5. Zsigmond Paszternák in der Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer der Gedenkstätte Yad Vashem
  6. Ernest Waldmann in der Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer der Gedenkstätte Yad Vashem
  7. http://edah.sk/zidia/historia-zidovskych-nabozenskych-obci/komarno/
  8. http://edah.sk/zidia/historia-zidovskych-nabozenskych-obci/lucenec/
  9. http://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=de&s_lastName=waldmann&s_firstName=ernest&s_place=&itemId=11154739&ind=1&winId=-1927386436233012622


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