Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

Liste der Stolpersteine im Kölner Stadtteil Deutz

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stolperstine in Köln Projekt Bild.png Diese Liste ist Teil des WikiProjekts Stolpersteine in Köln. Ihr fehlen noch zahlreiche Fotos und Kurzbiografien. Gleichzeitig möchten wir bestehende Informationen abgleichen und fehlerhafte Einträge sammeln und dokumentieren.

Wenn Du mithelfen möchtest, diese Liste zu ergänzen, dann schau bitte auf der entsprechenden Projektseite vorbei.


Die Liste der Stolpersteine im Kölner Stadtteil Deutz führt die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Stolpersteine im Kölner Stadtteil Deutz auf.

Die Liste der Stolpersteine beruht auf den Daten und Recherchen des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, zum Teil ergänzt um Informationen und Anmerkungen aus Wikipedia-Artikeln und externen Quellen. Ziel des Projektes ist es, biografische Details zu den Personen, die ihren (letzten) freiwillig gewählten Wohnsitz in Köln hatten, zu recherchieren, um damit ihr Andenken zu bewahren.

Anmerkung: Vielfach ist es jedoch nicht mehr möglich, eine lückenlose Darstellung ihres Lebens und ihres Leidensweges nachzuvollziehen. Insbesondere die Umstände ihres Todes können vielfach nicht mehr recherchiert werden. Offizielle Todesfallanzeigen aus den Ghettos, Haft-, Krankenanstalten sowie den Konzentrationslagern können oft Angaben enthalten, die die wahren Umstände des Todes verschleiern, werden aber unter der Beachtung dieses Umstandes mitdokumentiert.
Bild Name sowie Details zur Inschrift Adresse Zusätzliche Informationen
BW
Hier wohnte
Theodor Babilon (Jahrgang 1899)
  • Ermordet am 11. Februar 1945
Alarichstraße 28
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Theodor Babilon, geboren am 26. Februar 1899, war Geschäftsführer des Kölner Kolpinghauses. Das Kolpinghaus an der Breite Straße wurde zum Treffpunkt von gegen das NS-Regime eingestellten Katholiken, darunter Priester und Laien. Am 15. August 1944, nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler verhaftete die Kölner Gestapo im Rahmen der „Aktion Gitter“ in der Kolpingzentrale mehrere führende Männer des Kolpingwerks, darunter auch Theodor Babilon. Er wurde im EL-DE-Haus verhört, dann in den Klingelpütz und das Gestapolager in Deutz verbracht. Von dort wurde er in das KZ Buchenwald deportiert. Aus dem Lager überstellte man ihn in das Zwangsarbeitslager Ohrdruf. Die Befreiung des Lagers am 5. April 1945 erlebte er nicht mehr: Er starb, verhungert und entkräftet, am 11. Februar 1945.
(siehe auch Theo Babilon, Breitestraße 118, Altstadt-Nord)
BW
Hier wohnte
John Bliman (Jahrgang 1884)
Reischplatz 3
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
BW
Hier wohnte
Josef Förster (Jahrgang 1884)
  • Hingerichtet im Klingelpütz am 4. Januar 1943
Alarichstraße 81
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Verfolgt als Homosexueller
BW
Hier wohnte
Otto Gerig (Jahrgang 1885)
  • Tod am 3. Oktober 1944
  • KZ Buchenwald
Alarichstraße 41
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Otto Gerig, geboren am 9. Juni 1885, war ein Gewerkschafter und Zentrum-Politiker. Gerig war seit 1913 Mitglied der Zentrumspartei, war von 1921 bis 1924 Mitglied des Preußischen Landtags und gehörte von 1923 bis 1933 dem Reichstag an. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten galt Gerig als politisch unzuverlässig und wurde von einer beruflichen Tätigkeit von allen Verbänden ausgeschlossen. Gerig der sich weigerte, eine Erklärung über einen politischen Sinneswandel abzugeben geriet bald in wirtschaftliche Notlage, fand aber 1937 eine Anstellung als Kaufmann bei den Kölner Ford-Werken. Bei der Aktion „Gitter“ wurde Gerig mit anderen ehemaligen Reichstagsabgeordneten und Politikern demokratischer Parteien (u. a. Konrad Adenauer) verhaftet. Er wurde am 23. August 1944 inhaftiert, einen Tag später in das Kölner Gestapo-Gefängnis EL-DE-Haus eingeliefert und von dort als Schutzhäftling in das Arbeitserziehungslager in den Messehallen in Köln-Deutz überführt. Am 16. September 1944 wurde Gerig ins KZ Buchenwald überführt. Dort verstarb er am 3. Oktober 1944. Seine KZ-Nummer lautete 81614.
BW
Hier wohnte
Paula Grünberg, geb. Baum (Jahrgang 1879)
  • Deportiert 1941
  • Łódź
  • Verschollen
Reischplatz 1
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, wurde Paula Grünberg im September 1942 von Litzmannstadt (Łódź) nach Kulmhof deportiert und dort ermordet.
BW
Hier wohnte
Sally Grünberg (Jahrgang 1878)
  • Deportiert 1941
  • Łódź
  • Tot am 29. August 1942
Reischplatz 1
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Nach neueren Informationen, welche zum Zeitpunkt der Stolpersteinverlegung nicht bekannt waren, starb Sally Grünberg am 18. August 1942 im Ghetto Litzmannstadt (Łódź).
BW
Hier wohnte
Clara Hartog, geb. Salmang (Jahrgang unbekannt)
  • Flucht 1938
  • England
  • Überlebt
Graf-Geßler-Straße 2
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
BW
Hier wohnte
Sieghart Lazarus (Jahrgang 1873)
Graf-Geßler-Straße 12
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
Verlegung Stolpersteine Familie Markuse, Helenenwallstraße 1-5991.jpg Hier wohnte
Frida Markuse geb. Sklarek (Jahrgang 1894 )
  • Flucht 1940
  • Belgien
  • Versteckt gelebt
  • Befreit/überlebt
Helenenwallstraße 1
(Standort50.9358846.975693)
Verlegt am 11. März 2015 im Beisein von aus Israel angereisten Angehörigen der Familie Markuse
Verlegung Stolpersteine Familie Markuse, Helenenwallstraße 1-5993.jpg Hier wohnte
Herbert Markuse (Jahrgang 1923)
  • Flucht 1939
  • Palästina
Helenenwallstraße 1
(Standort50.9358846.975693)
Verlegt am 11. März 2015 im Beisein von aus Israel angereisten Angehörigen der Familie Markuse
Verlegung Stolpersteine Familie Markuse, Helenenwallstraße 1-5995.jpg Hier wohnte
Inge Markuse (Jahrgang 1926)
  • Flucht 1940
  • Belgien
  • Interniert Mechelen
  • Deportiert 1942
  • Ermordet in
  • Auschwitz
Helenenwallstraße 1
(Standort50.9358846.975693)
Verlegt am 11. März 2015 im Beisein von aus Israel angereisten Angehörigen der Familie Markuse
Verlegung Stolpersteine Familie Markuse, Helenenwallstraße 1-5989.jpg Hier wohnte
Joseph Markuse (Jahrgang 1890 )
  • Flucht 1940
  • Belgien
  • Zwangsarbeit
  • Tot am 18.3.1942
  • Brüssel
Helenenwallstraße 1
(Standort50.9358846.975693)
Verlegt am 11. März 2015 im Beisein von aus Israel angereisten Angehörigen der Familie Markuse
BW
Hier wohnte
Rosa Rosen (Jahrgang 1900)
Grabengasse 3
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
BW
Hier wohnte
Selma Schnog (Jahrgang 1897)
  • Deportiert
  • Sobibor
  • Für tot erklärt
Lorenzstraße 5
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
BW
Hier wohnte
Julius Simons (Jahrgang 1887)
  • Tod in Auschwitz
Reischplatz 6
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
BW
Hier wohnte
Veronika Simons, geb. Mohl (Jahrgang 1888)
  • Tod in Auschwitz
Reischplatz 6
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
BW
Hier wohnte
Leopold Voss (Jahrgang 1882)
  • Deportiert
  • Tot am 17. Februar 1942 in Buchenwald
Alarichstraße 5
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)
BW
Hier wohnte
Helene Weinberg (Jahrgang 1876)
  • Deportiert 1942
  • Theresienstadt
  • Auschwitz
  • Ermordet
Mathildenstraße 23
(Koordinaten fehlen! Hilf mit.)

Quelle

Weblinks

 Commons: Stolpersteine in Cologne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Liste der Stolpersteine im Kölner Stadtteil Deutz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.