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Liste der Erinnerungssteine in Wien-Liesing

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Die Liste der Erinnerungssteine in Wien-Liesing enthält die Erinnerungssteine im 23. Wiener Gemeindebezirk, Liesing, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die im Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Verlegung erfolgt durch den Verein Steine der Erinnerung in Liesing.

Das Konzept der Wiener Erinnerungs- und Gedenksteine beruht auf dem der Stolpersteine von Gunter Demnig und wird von diesem als Plagiat bezeichnet. Die Liesinger Erinnerungssteine unterscheiden sich von Demnigs Stolpersteinen (a) durch ihre Größe, (b) dadurch, dass sie auch zwei oder mehr Personen auf einem Erinnerungsstein würdigen, (c) dass sie maschinell gefertigt wurden und nicht von Hand. Die Tabelle ist teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Bild Name Standort Verlegedatum Leben
Gedenkstein für Karl und Riza Beran.JPG Beran, KarlKarl Beran Maurer Lange Gasse 85 Hanne Mertens48.14768616.2654 10. Sept. 2014 Karl Beran (geb. am 4. März 1872 in Wien) arbeitete bei der Österreichischen Kreditanstalt Wiener Bankverein. Mit seiner Frau Risa hatte er eine Tochter, Gertrude Ilka Beran, die am 1. November 1908 geboren wurde und bereits 1924 verstarb. Karl Beran ging 1938 in Pension. Am 30. September 1938 musste die Familie Beran die Wohnung verlassen. Zuerst zogen Karl und Risa Beran in den 2. Wiener Gemeindebezirk, 1940 in den 4. Bezirk und im Dezember 1941 wieder in den 2. Bezirk. Am 22. Juli 1942 erfolgte die Deportation des Ehepaares nach Theresienstadt (Transport Nr. 33) und von hier wurden sie am 28. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert.
Beran
(geb. Müller), Risa
Risa Beran
(geb. Müller)
Maurer Lange Gasse 85 Hanne Mertens48.14768616.2654 10. Sept. 2014 Risa Beran (geb. am 18. Oktober 1888) wurde zusammen mit ihrem Mann Karl mit dem Transport Nr. 33 von Wien nach Theresienstadt deportiert und von dort am 28. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert.
Erinnerungsstein für Sidonie und Hedy Blum.JPG Blum, HedyHedy Blum Breitenfurter Straße 316 Hanne Mertens48.13940516.289729 9. Nov. 2013 Hedy Blum (geb. am 23. August 1931) wurde als noch nicht 11-Jährige am 17. August 1942 ins Vernichtungslager Maly Trostinez deportiert, wo sie am 21. August 1942 ermordet wurde.
Blum, SidonieSidonie Blum Breitenfurter Straße 316 Hanne Mertens48.13940516.289729 9. Nov. 2013 Sidonie Blum (geb. am 6. Januar 1898) wurde am 17. August 1942 ins Vernichtungslager Maly Trostinez deportiert, wo sie am 21. August 1942 ermordet wurde.
Gedenkstein für Eduard und Gisela Czerner.JPG Czerner, EduardEduard Czerner Breitenfurter Straße 350 Hanne Mertens48.137278216.2867143 13. Juni 2015 Eduard Czerner (geb. am 22. März 1883) wurde zusammen mit seiner Frau Gisela mit dem Transport Nr. 2 am 19. Februar 1941 ins Ghetto Kielce deportiert und ermordet.
Czerner
(geb. Klein), Gisela
Gisela Czerner
(geb. Klein)
Breitenfurter Straße 350 Hanne Mertens48.137278216.2867143 13. Juni 2015 Gisela Czerner (geb. am 15. Juni 1885) wurde zusammen mit ihrem Mann Eduard mit dem Transport Nr. 2 am 19. Februar 1941 ins Ghetto Kielce deportiert und ermordet.
Gedenkstein für Adolf Denkscherz.JPG Denkscherz, AdolfAdolf Denkscherz Endresstraße 16 Hanne Mertens48.148066516.291054 8. Nov. 2014 Adolf Denkscherz (geb. am 21. Dezember 1899) war Mechaniker. Er war mit Hilda Geiger (geboren am 14. September 1894) verheiratet, die Ehe wurde 1927 geschieden. Denkscherz wurde am 28. Oktober 1941 mit Transport 9 von Wien ins Ghetto Łódź deportiert, wo er ums Leben gebracht wurde.
Gedenkstein für Auguste und Wilhelm Drill.JPG Drill
(geb. Taussig), Auguste
Auguste Drill
(geb. Taussig)
Maurer Lange Gasse 62 Hanne Mertens48.147852316.2680016 10. Sept. 2014 Auguste Drill (geb. am 18. März 1887 in Wien) musste gemeinsam mit ihrem Mann, Dr. Wilhelm Drill, am 17. August 1941 Mauer verlassen. Das Ehepaar zog in die Rotenturmstrasse im 1. Bezirk und wurde von dort am 27. April 1942 mit dem Transport Nr. 18 nach Włodawa in Polen deportiert.
Drill, WilhelmWilhelm Drill Maurer Lange Gasse 62 Hanne Mertens48.147852316.2680016 10. Sept. 2014 Dr. Wilhelm Drill (geb. am 31. August 1873 in Paasdorf) promovierte an der Universität Wien zum Doktor der Medizin und arbeitete danach fünf Jahre lang als Sekundararzt im Allgemeinen Krankenhaus Wien. 1903/1904 eröffnete er eine Praxis in Mauer. Er war hier sehr angesehen und galt als Menschenfreund. Von August 1914 bis November 1918 leitete er als Spitalskommandant das Reservelazarett in Uscca bzw. Deroleta in Bosnien, dafür erhielt er mehrere hohe Auszeichnungen. Am 6. April 1925 heiratete er Auguste Taussig. Der Gemeindetag von Mauer beschloss 1936 einstimmig für Dr. Wilhelm Drill den Titel des Medizinalrates zu erwirken. Nach dem Anschluss durften in seiner Praxis nur noch jüdische Bürger behandelt werden. Aufgrund der Nürnberger Gesetze musste diese aber am 30. September 1938 geschlossen werden. Dr. Wilhelm Drill wurde genötigt, den zweiten Vornamen Israel anzunehmen. Am 17. August 1941 mussten er und seine Frau Mauer verlassen, das Ehepaar zog in den 1. Wiener Gemeindebezirk. Im Februar 1942 wurden sie in ein Lager im 2. Bezirk, in die Sperlgasse, verbracht. Von dort erfolgte die Deportation mit dem Transport Nr. 18 am 27. April 1942 nach Włodawa in Polen. Dr. Wilhelm Drill wurde am 8. Mai 1945 für tot erklärt.
Gedenkstein für Mathilde und Erich Frischwasser 2.JPG Frischwasser, ErichErich Frischwasser Breitenfurter Straße 389 Hanne Mertens48.136937716.2867106 13. Juni 2015 Erich Frischwasser (geb. am 27. Februar 1932[1]) war der Sohn von Sam Shalo (auch: Schulem) und Mathilde Frischwasser. Während sein Vater (1900–1989) und sein Bruder Alexander (1927–2006) in den USA überlebte, wurden Erich und seine Mutter nach Polen verschleppt und am 4. April 1943 im Rahmen der Räumung des Ghettos Zloczów gemeinsam mit mehreren Hundert anderen Opfern des Holocaust von SS-Truppen ermordet.
Frischwasser
(geb. Kornitzer), Mathilde
Mathilde Frischwasser
(geb. Kornitzer)
Breitenfurter Straße 389 Hanne Mertens48.136937716.2867106 13. Juni 2015 Mathilde Frischwasser (geb. am 21. Jänner 1899) betrieb eine Textil­handlung. Sie wurde aufgrund des Rassenwahns des NS-Regimes gemeinsam mit ihrem elfjährigen Sohn Erich nach Polen verschleppt und beide wurden am 4. April 1943 in Zloczów im Rahmen von Massenerschießungen ermordet.
Gedenkstein für Karl Griesbach.JPG Griesbach, KarlKarl Griesbach Taglieberstraße 11 Hanne Mertens48.148770216.2876265 8. Nov. 2014 Karl Griesbach (geb. am 25. Juli 1904 in Wien) war ein österreichischer Kommunist und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Er wurde wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ von der Gestapo Wien verhaftet, verhört und ins Konzentrationslager Börgermoor deportiert. Dort ist er 1944 oder 1945 zu Tode gekommen.
Gedenkstein für Helene Wilhelm Hatschek.JPG Hatschek
(geb. Porkorny), Helene
Helene Hatschek
(geb. Porkorny)
Bahnstraße 18 8. Nov. 2014 Helene Hatschek (geb. am 25. Februar 1880) war die Witwe des angesehenen Atzgersdorfer Arztes Rudolf Hatschek, der 1939 verstarb. Sie wurde gemeinsam mit ihrem Sohn Wilhelm mit dem Transport 24 Zug Da 205 von Wien nach Minsk verbracht, wo beide im Vernichtungslager Maly Trostinez ermordet wurden.
Hatschek, WilhelmWilhelm Hatschek Bahnstraße 18 8. Nov. 2014 Wilhelm Hatschek (geb. am 23. April 1916) wurde gemeinsam mit seiner Mutter mit dem Transport 24 Zug Da 205 von Wien nach Minsk verbracht, wo beide im Vernichtungslager Maly Trostinez ermordet wurden.
Gedenkstein für Leopold Hofmann.JPG Hofmann, LeopoldLeopold Hofmann Taglieberstraße 1 Hanne Mertens48.148390916.288796 8. Nov. 2014 Leopold Hofmann (geb. am 8. September 1900) war Chauffeur und wohnte im Liesinger Stadtteil Atzgersdorf. Er wurde im Jänner 1944 wegen Betätigung für die KPÖ verhaftet und am 14. August 1944 in das KZ Flossenbürg deportiert. Er kam am 19. März 1945 im KZ-Außenlager Hersbruck ums Leben.
Gedenkstein für Therese Klostermann.JPG Klostermann, ThereseTherese Klostermann Carlbergergasse 39 Hanne Mertens48.141207516.2957025 9. Nov. 2013 Therese Klostermann (geb. am 11. Juli 1913 in Wien) war eine österreichische Arbeiterin und Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime. Sie sammelte Spenden für die Angehörigen politisch Inhaftierter, wurde am 27. November 1943 gemeinsam mit weiteren fünf Widerstandskämpfern von der NS-Justiz zum Tode verurteilt und am 13. März 1944 im Wiener Landesgericht mit dem Fallbeil hingerichtet.
Gedenksteine für Familie Kunke.JPG Kunke
(geb. Schiffer), Cäcilie
Cäcilie Kunke
(geb. Schiffer)
Kroissberggasse 8 Hanne Mertens48.150220316.2576865 17. Mai 2014 Cäcilie Kunke (geb. am 24. Mai 1880), oft Cilli oder Cilla genannt, war die Ehefrau von Norbert Kunke (1871–1938), zuletzt Direktor des Versicherungs­schutzes für österreichische Konsum­vereine in Wien. Ihr Mann wurde 1934 pensioniert und starb 1938. Das Paar hatte drei Kinder: Alice (Lebensdaten und Schicksal unbekannt), die eine Theater­schule absolvierte und nach ihrer Heirat Kordaszewska hieß, Herta Gertrude (1901–1942), eine Französisch-Lehrerin, und Hans Kunke (1906–1940), ein Versicherungs­beamter. Soweit ersichtlich wurde die gesamte Familie vom NS-Regime ermordet. Cäcilie Kunke wurde gemeinsam mit ihrer Tochter am 17. Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Kunke, HansHans Kunke Kroissberggasse 8 Hanne Mertens48.150220316.2576865 17. Mai 2014 Hans Kunke (geb. am 12. Dezember 1906 in Biała) war ein Versicherungsbeamter und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime. Er wurde – ebenso wie seine Ehefrau Stefanie Kunke – verhaftet, deportiert und ermordet. Er starb im Alter von 33 Jahren am 30. Oktober 1940 im KZ Buchenwald. [2]
Kunke, Herta GertrudeHerta Gertrude Kunke Kroissberggasse 8 Hanne Mertens48.150220316.2576865 17. Mai 2014 Herta Gertrude Kunke (geb. am 17. April 1901) war Französisch-Lehrerin. Sie lebte gemeinsam mit ihrer Mutter in Mauer bei Wien, wurde gemeinsam mit ihr am 17. Juli 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Gedenkstein für Steffi Kunke.JPG Kunke
(geb. Jelinek), Stefanie
Stefanie Kunke
(geb. Jelinek)
Maurer Lange Gasse 47 Hanne Mertens48.147578816.2706641 17. Mai 2014 Stefanie Kunke (geb. am 26. Dezember 1908 in Wien) war eine österreichische Lehrerin und Widerstandskämpferin gegen das NS-Regime. Sie wurde – ebenso wie ihr Ehemann Hans Kunke – verhaftet, deportiert und im Alter von 34 Jahren am 14. Februar 1943 im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet.
Gedenkstein für Ignaz und Kurt Machauf 2.JPG Machauf, IgnazIgnaz Machauf Breitenfurter Straße 383 Hanne Mertens48.137180916.2870503 13. Juni 2015 Ignaz Machauf (geb. am 18. Mai 1881) war Kaufmann und betrieb eine Gemischtwarenhandlung. Er wurde gemeinsam mit seinem Sohn am 23. Oktober 1941 von Wien ins Ghetto Łódź deportiert, wo beide ums Leben gebracht wurden.
Machauf, KurtKurt Machauf Breitenfurter Straße 383 Hanne Mertens48.137180916.2870503 13. Juni 2015 Kurt Machauf (geb. am 19. August 1926) war Schüler. Er wurde gemeinsam mit seinem Vater am 23. Oktober 1941 von Wien ins Ghetto Łódź deportiert, wo beide ums Leben gebracht wurden.
Gedenksteine für Familie Neumann 01.JPG Neumann
(geb. Kunreuther), Bertha
Bertha Neumann
(geb. Kunreuther)
Dirmhirngasse 25 Hanne Mertens48.136847816.2833272 13. Juni 2015 Dr. Bertha Neumann (geb. am 22. Februar 1893) war eine Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin. Sie war mit dem Liesinger Gemeindearzt Karl Neumann verheiratet und wurde gemeinsam mit ihm und dem jüngsten Sohn Klaus am 24. Juni 1943 mit Transport 46i ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Ihre älteren Nachkommen, Anna Rosa (1924–2006) und Peter Franz (1927–1986), wurden 1938 bzw. 1939 mit Kindertransporten nach England verschickt und emigrierten schließlich nach Brasilien. Sie hatten fünf Kinder und sieben Enkelkinder. Bertha Neumann, ihr Mann und ihr jüngster Sohn, gerade 12 Jahre alt, wurden am 28. Oktober 1944 mit Transport Ev nach Auschwitz deportiert und dort vom NS-Regime ermordet.
Neumann, KarlKarl Neumann Dirmhirngasse 25 Hanne Mertens48.136847816.2833272 13. Juni 2015 Dr. Karl Neumann (geb. am 22. März 1890) war ein hoch angesehener Arzt in Liesing, nahm sich besonders der Hauskrankenpflege und Jugendfürsorge in Leasing an und kaufte mit persönlichen Mitteln den ersten Krankentransportwagen für Liesing. Seine beiden älteren Nachkommen überlebt, er jedoch würde gemeinsam mit seiner Gattin und seinem jüngsten Sohn Klaus, der gerade 12 Jahre alt war, ins Gas geschickt.
Neumann, KlausKlaus Neumann Dirmhirngasse 25 Hanne Mertens48.136847816.2833272 13. Juni 2015 Klaus Neumann (geb. am 26. Jänner 1932) war ein 12-jähriger Schüler, der vom NS-Regime gemeinsam mit seinen Eltern durch Vergasung ermordet wurde.
Gedenkstein Ludwig Ordower.jpg Ordower, LudwigLudwig Ordower Kaserngasse 22 Hanne Mertens48.150540716.2606219 10. Sept. 2014 Ludwig Ordower (geb. am 15. Oktober 1880 in Radziwiłłów) stammte aus Polen. Er wohnte im Liesinger Stadtteil Mauer und wurde am 12. September 1939 ins KZ Buchenwald gebracht. Er verstarb am 26. März 1942.
Gedenkstein für Erwin und Fanny Schleifer 01.JPG Schleifer, ErwinErwin Schleifer Endresstraße 88 bzw. 97 Hanne Mertens48.150351116.273546 10. Sept. 2014 Familie Schleifer kam vor dem Ersten Weltkrieg nach Mauer bei Wien und wohnte zuerst in der Hauptstraße 42, später in der Hauptstraße 31 (heute Endresstrasse). Erwin Schleifer (geb. am 5. Oktober 1911 in Wien) war der Sohn des Oberkantors Jakob Schleifer (1873–1930) und dessen Frau Fanny. Die Familie hatte zwei Söhne und eine Tochter: Hermann (geb. am 9. September 1909) und Erwin besuchten beide in Mauer die Volksschule und danach das Gymnasium in Mödling. Das Schicksal ihrer Schwester Elsa (geb. 1902) ist unbekannt. Hermann Schleifer war noch bis 30. April 1938 als Manipulant angestellt, danach war er arbeitslos und ohne jedes Einkommen. Erwin arbeitete noch bis 15. Juli 1938 als Buchhalter, danach war auch er arbeitslos und ohne Einkommen. Die Familie musste am 24. September 1938 Mauer verlassen und zog von Unterkunft zu Unterkunft. Hermann Schleifer konnte am 25. April 1939 nach England auswandern und lebte als Harry T. Sanders nach dem Krieg in lrland. Auch Erwin Schleifer wollte auswandern und versuchte Ende 1939, gemeinsam mit mehr als 1.200 Juden auf Donauschiffen nach Palästina zu gelangen. Die Reise endete im serbischen Kladovo, 1941 kamen die Flüchtlinge ins Konzentrationslager Šabac. Am 12. Oktober 1941 wurden – als "Sühne" für einen Partisanenüberfall − alle jüdischen Männer des Lagers erschossen. Erwin Schleifer war einer von ihnen.[3]
Schleifer
(geb. Reis), Fanny
Fanny Schleifer
(geb. Reis)
Endresstraße 88 bzw. 97 Hanne Mertens48.150351116.273546 10. Sept. 2014 Fanny Schleifer (geb. am 29. Juni 1881 in Wien) war die Witwe des Oberkantors Jakob Schleifer (1873–1930) und erhielt von der Israelitischen Kultusgemeinde eine monatliche Pension von 203 RM. Am 1. Juli 1938 wurde diese um 12 % reduziert. 1939 wurde sie aus Liesing vertrieben und fand Unterschlupf im 2. Wiener Gemeinde­bezirk (von August bis Oktober), danach im 6. (von Oktober 1939 bis Jänner 1941) und danach erneut im 2. (ab Jänner 1941). Von dort wurde sie am 10. September 1942 mit Transport lV/10 von Wien ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Am 16. Mai 1944 wurde Fanny Schleifer mit Transport »Ea« nach Auschwitz überstellt, wo sie vom NS-Regime ermordet wurde.
Erinnerungsstein für Siegfried Singer.JPG Singer, SiegfriedSiegfried Singer Breitenfurter Straße 383 Hanne Mertens48.13701216.286818 13. Juni 2015 Siegfried Singer (geb. am 7. August 1892) führte ein Delikatessengeschäft in der Wiener Straße 14 (heute: Breitenfurter Straße 383) und wohnte im 3. Wiener Gemeindebezirk. Er wurde deportiert und im KZ Auschwitz-Birkenau umgebracht.
Gedenkstein für Johann Teufel.JPG Teufel, JohannJohann Teufel Anton-Krieger-Gasse 28 Hanne Mertens48.141359216.2774577 10. Sept. 2014 Johann Teufel (geb. am 12. Dezember 1896) war Tischlergehilfe bei Steyr-Daimler-Puch und wohnte im Liesinger Stadtteil Mauer. Er wurde im September 1941 wegen Betätigung für die KPÖ verhaftet, am 21. November 1942 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und am 16. Juni 1943 im Wiener Landesgericht mittels Fallbeil hingerichtet.

Quellen

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Es gibt verschiedene Angaben über sein Geburtsdatum, sie reichen von 1929 bis 17. Jänner 1933. Angegeben ist die wahrscheinlichste Version.
  2. Sowohl für das Geburtsdatum (6. oder 12. Dezember 1906), als auch für das Sterbedatum (30. oder 31. Oktober 1940) gibt es divergierende Angaben. Verwendet wurden die glaubwürdigsten bzw. häufigsten Angaben.
  3. Maurer Kalendarium, Anschluss und Veränderungen 1938- 39, 127


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