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Lionel Shriver

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Lionel Shriver, 2006

Lionel Shriver (* 18. Mai 1957 in Gastonia, North Carolina) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Bekannt wurde sie vor allem durch ihren achten Roman We need to talk about Kevin, der 2005 mit dem Orange Prize for Fiction ausgezeichnet und 2011 mit Tilda Swinton in der Hauptrolle verfilmt wurde.

Leben

Lionel Shriver wurde unter dem Namen Margaret Ann Shriver geboren. Ihre Familie war ausgeprägt religiös, ihr Vater ein presbyterianischer Pfarrer. Im Alter von 15 Jahren änderte Shriver ihren Vornamen informell zu Lionel. Sie war der Ansicht, dass ihr weiblicher Vorname Margaret Ann nicht zu ihr passen würde. Sie wählte den eigentlich männlichen Vornamen Lionel, weil er aus ihrer Sicht für sie als Wildfang gut passen würde.[1]

Shriver besuchte nach ihrem Schulabschluss das Barnard College sowie die Columbia University und erwarb dort zuerst den BA und dann den MFA. Sie hat zeitweise in Nairobi, Bangkok und Belfast gelebt. Aktuell lebt sie in London. Sie ist mit dem Jazz-Schlagzeuger Jeff Williams verheiratet.

Werk

Shriver schrieb sieben Romane, von denen sie für sechs einen Verlag fand, bevor sie mit dem Roman We Need to Talk About Kevin ihren großen Durchbruch hatte. Sie selbst sagte, dass für sie nach Jahren beruflicher Enttäuschungen, indem ihr jegliche Anerkennung verwehrt blieb, dies der letzte Versuch gewesen sei. In einem Interview mit dem Magazin Bkomb sagte sie, dass ihre vorherigein Romane sich mit Anthropologie und erster Liebe, Rock’n Roll und Immigration, dem Konflikt in Nordirland, Demografie und Epidemiologie, Erbe, Tennis und eheliche Konkurrenz sowie Terrorismus und Personenkult auseinandergesetzt habe. [2] 2005 gewann sie dann den Orange Prize for Fiction für ihren Roman We Need to Talk About Kevin, ein Thriller und eine Studie über mütterliche Ambivalenz und die Rolle, die diese in dem Amoklauf des Sohns gespielt habe, in dessen Folge 9 Menschen starben. Der Roman wurde kontrovers diskutiert.[3]

Shriver arbeitet darüber hinaus als Journalistin und hat unter anderem für Zeitungen und Zeitschriften wie The Wall Street Journal, die Financial Times, The New York Times, The Economist sowie für das Radioprogramm Talkback [4] geschrieben.[5] Im Juli 2005 begann Shriver eine Kolumne für die britische Zeitung Guardian über die Rolle von Müttern in westlichen Gesellschaften, britische Regierungspolitik und die Bedeutung von Büchereien zu schreiben. [6] Befragt, warum sie über einen Roman über einen amoklaufenden Teenager und das Verhältnis zu seiner Mutter schrieb, sagte sie:

„Ich werde oft gefragt, ob irgendetwas besonderes passierte als ich Kevin schrieb. Ob ich irgendeine Erleuchtung oder ein Erlebnis hatte, was alles veränderte? Tatsache ist, dass Kevin zu meinen anderen Arbeiten passt. Es gibt nichts, was an Kevin besonders ist. Die anderen Bücher sind gut. Es behandelt lediglich ein Thema, das reif für eine Auseinandersetzung war und durch ein Wunder ein Lesepublikum fand.“[7]

Shrivers übernächster Roman So Much for That, der im Jahr 2010 erschien[8] ist eine beißende Kritik des US-amerikanischen Gesundheitssystems. Es erhielt eine Nominierung für den National Book Award. [9]

Romane

  • The Female of the Species (1986)
  • Checker and the Derailleurs (1987)
  • The Bleeding Heart (1990)
  • Ordinary Decent Criminals (1992)
  • Game Control (1994)
  • A Perfectly Good Family (1996)
  • Double Fault (1997)
  • We Need to Talk About Kevin (2003)
  • The Post-Birthday World (2007)
  • So Much for That (2010)
  • The New Republic (2012)
  • Big Brother: A Novel (2013)

Einzelbelege

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Lionel Shriver aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.