Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Liniiermaschine

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Eine Liniiermaschine in der historischen Reproduktionstechnik ist eine Vorrichtung zum Ziehen von Linien.

Zum einen ist sie ein Apparat der Kupferstecher und Lithografen, mit dem gerade oder gewellte Linien, Ovale, Kreise etc. auf einer Druckform hergestellt werden. Auch in der Xylografie wurde sie verwendet. Sie besteht aus einem Stichel, der mit einer Vorrichtung zum Ziehen stetiger Linien verbunden ist. Die erste allen Anforderungen entsprechende Liniiermaschine baute in Deutschland Wagner in Berlin (gest. 1874).

Im Schreibmaterialiengeschäft und in der Kontobücherfabrikation war die Liniiermaschine ein Apparat zum Ziehen von Linien mit flüssiger Farbe. Beliebig eng oder weit stellbare Federn erhalten die Farbe aus einem mit derselben getränkten Tuch oder Filz, wobei es möglich ist, die zu ziehenden Linien in genau zu regulierenden Zwischenräumen zu unterbrechen (Liniierung von Kontobüchern und geschäftlichen Blanketten).

Neuere Liniiermaschinen besitzen statt der Federn Messingscheiben auf eisernen Stangen mit zwischengeschobenen Metallklötzchen. Farbe empfangen die Scheiben von elastischen Walzen, die aus Farbekästen gespeist werden. Es können an einer Maschine mehrere Sätze Walzen mit entsprechenden Farbekästen angebracht werden, so dass man gleichzeitig in bis zu drei Farben liniieren kann. Kiß in Stuttgart hat diese Scheibenmaschinen wesentlich vervollkommt.

Zum Ziehen paralleler Notenlinien verwendete man beim Notenstich als spezialisierte Liniiermaschine den Rastral.

Literatur

  • Friedrich August Wilhelm: Die Kunst, guillochierte Muster ohne Maschine zu Kupfer-, Stein-, Typen-, Kattun-, Tapeten- und anderen Druck-Mustern hervorzubringen und dadurch in wenigen Minuten die geschmackvollsten Verzierungen für viele Gewerbsgegenstände zu erzeugen nebst Beschreibung und Abbildung einer neu erfundenen, sehr wohlfeilen Universal-Liniiermaschine für alle Arten von Linien, Quedlinburg: Basse 1840.
Meyers Konversationslexikons logo.png Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Liniiermaschine aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.