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Liberale Jüdische Gemeinde zu Magdeburg

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Die Jüdische Gemeinde zu Magdeburg e. V. ist eine 2005 gegründete Religionsgemeinschaft, die die progressive Ausrichtung des Judentums praktiziert. Etwa 20 % der jüdischen Bevölkerung der Stadt Magdeburg sind Mitglied der liberalen Jüdischen Gemeinde zu Magdeburg e.V. Die Gemeinde ist Mitglied in der Union progressiver Juden in Deutschland.

Geschichte

Der Segen
Segenshandlung durch den Rabbiner

Die Liberale Jüdische Gemeinde war vor den Novemberpogromen 1938 des nationalsozialistischen Regimes ein fester Bestandteil der Magdeburger Gesellschaft. Ludwig Philippson – Begründer der Allgemeinen Zeitung des Judentums, welche als Sprachrohr der jüdischen Reformbewegung galt und die sich bis zu seinem Tode im Jahr 1889 zu einer der wichtigsten Zeitungen für liberale Jüdinnen und Juden in Deutschland entwickelte – weihte am 14 September 1851 die Synagoge in Magdeburg feierlich ein. Die damalige Gemeinde war eine liberale jüdische Gemeinde, die einen reformierten Ritus praktizierte. Während der Novemberpogrome 1938 wurde die Synagoge der liberalen jüdischen Gemeinde in Magdeburg zerstört. Im Oktober 2005 wurde die Liberale Gemeinde der Stadt Magdeburg offiziell vom Amtsgericht Stendal anerkannt und erhielt den Namen „Jüdische Gemeinde zu Magdeburg e. V.“ Gründungsmitglied und erster Vorsitzender war Igor Tokar. In Odessa an der ukrainischen Schwarzmeerküste geboren, musste Tokars Familie nach Deutschland auswandern, um sich vor Antisemitismus zu retten. In Deutschland schloss er sich zunächst der Magdeburger Synagogengemeinde an, setzte sich aber später für die Gründung einer liberalen Jüdischen Gemeinde in Magdeburg ein als Glaubensort für Juden, die sich nicht der orthodoxen Glaubensrichtung des Judentums zugehörig fühlen. Igor Tokar ist am 24. September 2020 im Alter von 82 Jahren verstorben.

Im Gegensatz zur orthodox geprägten Magdeburger Synagogengemeinde wurde die liberal geprägte Jüdische Gemeinde zu Magdeburg bisher nicht von der Stadt Magdeburg für den Bau einer Synagoge oder für die gemeinsame Nutzung der im Bau befindlichen Synagoge der Magdeburger Synagogengemeinde unterstützt.

Am 18. Juni 2022 verlieh die Union progressiver Juden in Deutschland Frau Larisa Korshevnyuk, der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Magdeburg und Tochter Igor Tokars, für ihre Verdienste um den Aufbau und Einsatz für das Liberale Judentum in Deutschland die Israel-Jacobson-Plakette.

Vorsitzende

  • 2005–2020: Igor Tokar (Gründungsvorsitzender, verstorben 2020)
  • seit 2020: Larisa Korshevnyuk

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Liberale Jüdische Gemeinde zu Magdeburg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.