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Nabis (Künstler)

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Édouard Vuillard, Interieur mit Misia Natanson am Klavier, 1897/98

Die Künstlergruppe der Nabis wurde in den Jahren 1888/1889 von einer rebellischen Gruppe junger Kunststudenten der Académie Julian in Paris gegründet und bestand bis 1905. Ihr Vorsteher, Paul Sérusier, gehörte dem Kreis um Paul Gauguin an und entstammte der Schule von Pont-Aven. Die Künstlergruppe wird dem Post-Impressionismus zugerechnet.

Die ihr angeschlossenen Künstler wurden durch die Vielfalt ihrer verwendeten Medien bekannt. Neben Malerei und Bildhauerei arbeiteten sie auch mit Drucktechniken, Posterdesign, Buchillustrationen, Textilien, Möbeln und Bühnenbildern. Ferner waren sie als Illustratoren auf dem Gebiet der grafischen Kunst einflussreich. Einige der Nabis wurden vom japanischen Farbholzschnitt beeinflusst.

Ähnlich wie im zeitgenössischen Art nouveau legten einige der Nabis die Betonung auf das Design. Beide Gruppierungen waren durch einige ihrer Vertreter auch mit dem Symbolismus verbunden. Ihre künstlerischen Ziele publizierte die Künstlergruppe vor allem in der Zeitschrift La Revue blanche.

Der Name Nabi leitet sich von dem hebräischen Wort für Prophet ab, den Begriff prägte Henri Cazalis.[1]

Wichtige Mitglieder der Gruppe Les Nabis

Literatur

  • Heinz Fuchs (Hrsg.): Die Nabis und ihre Freunde / Les Nabis et leurs amis. Kunsthalle, Mannheim 1963, DNB 453526373. (Katalog der gleichnamigen Ausstellung, Kunsthalle Mannheim, 23. Oktober 1963 bis 6. Januar 1964)
  • Katherine M. Kuenzli: The Nabis and intimate modernism. Painting and the decorative at the fin-de-siècle. Shgate Books, Surrey 2009, ISBN 978-0-7546-6777-3.
  • Maurice Raynal: Moderne Malerei. Skira Klett-Cotta, Stuttgart 1979, ISBN 3-88447-030-2, S. 31 ff. (Nachdruck der Ausgabe Genf 1966)

Weblinks

  • Nabis in: Das grosse Kunstlexikon von P. W. Hartmann

Einzelnachweise

  1. Zitiert nach dem Kunstlexikon von P. W. Hartmann


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