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Léon Daeschner

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Léon Daeschner (* 27. Mai 1894 in Antwerpen; † unbekannt) war ein deutscher Rechtswissenschaftler, der 1933 als Treuhänder der Arbeit für Brandenburg beauftragt, 1939 Sondertreuhänder der Arbeit für die Eisen- und Metallindustrie und 1944 Sondertreuhänder für die Banken wurde.

Leben

Daeschner besuchte das Humanistische Gymnasium und anschließend studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten Lausanne und Frankfurt am Main, unterbrochen zwischen 1914 und 1918 durch seinen Einsatz als Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg. In Frankfurt wurde er 1920 zum Dr. jur. promoviert. Das Thema seiner Dissertation lautete Handelsgesellschaftliche Gestaltungsformen. Eine Prüfung ihrer Zulässigkeit nach privatem und öffentlichem Recht unter besonderer Berücksichtigung der neuesten handelsrechtlichen Gesellschaftsformen und ihrer Stellung zu den einschlägigen Reichs-Steuergesetzen. Diese Arbeit erschien 1923 in Leipzig im Xenien-Verlag in Druck.

Léon Daeschner arbeitete 18 Monate als Metallarbeiter in einer Gießerei und war vier Jahre Beisitzer eines Schlichtungsausschusses in Koblenz. Er übernahm für elf Jahre die Leitung industrieller Werke. Er trat der NSADP und stieg bis in die Reichsleitung dieser Partei auf. Auch wurde Daeschner SS-Mitglied.

1933 wurde Léon Daschner stellvertretender Leiter des Sozialalamtes der Deutschen Arbeitsfront (DAF). Wenig später wurde Daeschner zum beauftragten Treuhänder der Arbeit für Brandenburg ernannt. 1939 wurde er Sondertreuhänder der Arbeit für die Eisen- und Metallindustrie.[1]

Seine Ernennung zum SS-Standartenführer bei der Waffen-SS erfolgte am 9. November 1943.[2]

1944 wurde er als Nachfolger von Franz Schmelzer Sondertreuhänder für die Banken.[3]

Werke (Auswahl)

  • Handelsgesellschaftliche Gestaltungsformen. Eine Prüfung ihrer Zulässigkeit nach privatem und öffentlichem Recht unter besonderer Berücksichtigung der neuesten handelsrechtlichen Gesellschaftsformen und ihrer Stellung zu den einschlägigen Reichs-Steuergesetzen, Leipzig, Xenien-Verlag, 1923
  • Die deutsche Arbeitsfront (= Das Recht der deutschen Arbeit, 2), München, Heerschild-Verlag, 1934
  • (mit Bruno Schöttler) Die Urlaubsmarken-Regelung im Baugewerbe und in den Baunebengewerben. Die einschlägigen Verordnungen und Tarifordnungen nach dem Stande vom 1. Nov. 1936 mit Berechnungstabellen, Berlin, Elsner Verlagsgesellschaft, 1936
  • (mit Bruno Schöttler) Die Urlaubsmarken-Regelung im Baugewerbe und in den Baunebengewerben. Die einschlägigen Verordnungen und Tarifordnungen nach dem Stande vom 1. Jan. 1937 mit Berechnungstabellen, Berlin, Elsner Verlagsgesellschaft, 1937
  • Der Lohnstop, Berlin, Industrieverlag Spaeth & Linde, 1940

Literatur

  • Degeners Wer ist's?, Berlin 1935, S. 266.

Einzelnachweise

  1. Marie-Luise Recker: Nationalsozialistische Sozialpolitik im Zweiten Weltkrieg, Karlsruhe 1985, S. 38
  2. Lista 749 - SS-Standartenführerów Allgemeine SS i Waffen-SS
  3. Thomas Weihe: Die Personalpolitik der Filialgroßbanken 1919-1945, 2006, S. 66
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Léon Daeschner aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.