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Leo Smoschewer

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Leo Smoschewer (geb. um 1870; gest. 1938 in Breslau) war jüdischer Unternehmer und Kunstsammler deutscher Staatsangehörigkeit. Bekannt ist auch die Kunstsammlung der Eheleute Leo und Elise (?–1939), die vor seinem Tod zahlreiche Gemälde, Aquarelle und Grafiken umfasste.

Leben

Der Fabrikbesitzer Leo Smoschewer bewohnte zusammen mit seiner Frau Elise die Breslauer Villa in der Lindenallee 12. Die Familie gehörte der Synagogen-Gemeinde Breslau an. Leo Smoschewer war seit 1927 im Gemeindevorstand tätig. Er besaß das Unternehmen „Smoschewer & Co.“, das 1899 gegründet und 1938 arisiert wurde. Im Betrieb wurden Feldbahnen, Lokomotiv- und Walzen hergestellt. Zweigstellen des Unternehmens waren in Berlin, Danzig und Prag und in Rumänien zu finden. Leo Smoschewer selbst war seit 1924 und bis zu seinem Tod im Jahre 1938 rumänischer Generalkonsul in Breslau. Elise Smoschewer beabsichtigte noch zu emigrieren, beging jedoch im Mai 1939 Suizid.

Sammlung Leo Smoschewer

Die Kunstsammlung des jüdischen Unternehmers Leo Smoschewer umfasste vor seinem Tod zahlreiche Gemälde, Aquarelle und Grafiken. Vertreten waren vor allem deutsche zeitgenössische Maler wie Lovis Corinth, Wilhelm Leibl, Max Liebermann, Max Slevogt, Hans Thoma und Wilhelm Trübner, zudem Werke von Lehrern der Breslauer Akademie der bildenden Künste, darunter Alexander Kanoldt, Konrad von Kardorff, Carlo Mense, Oskar Moll, Hans Purrmann und Max Wislicenus. In der Kunstsammlung befanden sich auch Plastiken von August Gaul, Theodor von Gosen und Georg Kolbe. Leos Ehefrau Elise, die 1906 von Lovis Corinth porträtiert worden war, beging im Jahre 1939 Suizid.

Beispiele (Auswahl)

Restitution an die Erben

In verschiedenen Fällen wurde auch bereits um Restitution gestritten.[2][3][4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.schlesischesammlungen.eu/Kunstobjekte/Zeichnung/Thoma-Hans-Sinnendes-Maedchen-Frau-mit-Schimmel
  2. Restitutionsbericht 2001/2002 - Bundesministerium für Unterricht LEO UND ELISE SMOSCHEWER: aus der Österreichischen Galerie Belvedere. Max Slevogt: „Conrad Ansorge am Klavier“, 1912,. 60,5 x 81 cm,. Inv.Nr. 3794 (PDF; 64 kB)
  3. Beschluss Simon - Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur Leo und Elise Smoschewer ausführte, hat die Oberste Rückstellungskommission ausgesprochen, dass die Worte.. (PDF; 24 kB)
  4. Gabriele Anderl: wesentlich mehr Fälle als angenommen: 10 Jahre Kommission für, Böhlau Verlag Wien, 2009

    Auschwitz und die deutschen Pläne für eine neue europäische Ordnung, Frankfurt/M. 2004. 15 BGBl I 1998/181 und BGBl 1946/106. 16 Siehe die Begründung zum Beschluss des Kunstrückgabe-Beirats im Fall Leo und Elise Smoschewer. Seite 458“

    [1]

Literatur


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Leo Smoschewer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.