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Leo Meyer (Sprachforscher)

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Leo Meyer, Foto von ca. 1895

Leo Karl Heinrich Meyer (geb. 3. Juli 1830 in Bledeln; gest. 6. Juni 1910 in Göttingen) war ein deutscher Sprachforscher und russischer Staatsrat.

Leben

Meyer besuchte von 1844 bis 1848 das Lyzeum in Hannover und von 1848 bis 1849 das Gymnasium in Holzminden[1]. Von 1849 bis 1852 studierte er bei Theodor Benfey in Göttingen Philologie [2], wo er auch Mitglied des Corps Brunsviga[3] wurde. 1856 habilitierte er sich, 1862 wurde er a. o. Professor. 1865 folgte er dem Ruf an die Kaiserliche Universität zu Dorpat und übernahm den Lehrstuhl für deutsche und vergleichende Sprachkunde. Zu seinen Schülern in Dorpat zählten Nikolai Anderson und Peter von Bradke[2]. 1877 wurde er zum Kaiserlich Russischen Wirklichen Staatsrat ernannt. Von 1869 bis 1899 war Meyer Präsident der Gelehrten Estnischen Gesellschaft, von der er 1894 auch die Ehrenmitgliedschaft erhielt[1].

Im Januar 1899 aus seinem Amt in Dorpat entlassen, ging er später als ord. Honorarprofessor nach Göttingen zurück.

Werke

  • Der Infinitiv der Homerischen Sprache, ein Beitrag zu seiner Geschichte im Griechischen. Göttingen 1856.
  • Bemerkungen zur ältesten Geschichte der griechischen Mythologie. Göttingen 1856.
  • Vergleichende Grammatik der griechischen und lateinischen Sprache, 2 Bände.Göttingen 1861–1865.
  • Über die Flexion der Adjektiva im Deutschen. Göttingen 1863.
  • Ueber die in Dorpat vorkommenden Familiennamen. 1868. (Digitalisat)
  • Die gotische Sprache. Ihre Lautgestaltung, insbesondere im Verhältnis zum Altindischen, Griechischen und Lateinischen. Göttingen 1869.
  • Livländische Reimchronik. Paderborn 1876.
  • Handbuch der griechischen Etymologie, 4 Bände. Leipzig 1901/1902.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Baltische Historische Kommission (Hrsg.): Meyer, Leo. In: BBLd – Baltisches Biographisches Lexikon digital. Göttingen, 2012
  2. 2,0 2,1 Erika Kärner: Meyer, Leo Karl Heinrich. In Christoph König (Hrsg.): Internationales Germanistenlexikon 1800 - 1950 (Band 1), Walter de Gruyter, Berlin, 2003, S. 1217–1218
  3. Kösener Corpslisten 1930, 41, 412
Meyers Konversationslexikons logo.png Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Leo Meyer (Sprachforscher) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.