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Lawrence Weiner

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Der 1991 von Lawrence Weiner umgestaltete Flakturm im Esterházypark in Wien: Zerschmettert in Stücke (im Frieden der Nacht) / Smashed to pieces (in the still of the night)

Lawrence Weiner (* 10. Februar 1942 in der Bronx, New York; lebt in Amsterdam und New York) ist ein US-amerikanischer bildender Künstler. Weiner gilt − neben Sol LeWitt, Robert Barry, Douglas Huebler und Joseph Kosuth − als ein Vertreter der Konzeptkunst, die in den 1960er-Jahren aus dem Minimalismus entstand.

Werke

Weiners frühe Arbeiten umfassten Experimente mit geformten Leinwänden und aus Teppichen ausgeschnittenen Quadraten. Seit 1960 wurde er in Einzelausstellungen präsentiert. 1968, nachdem LeWitt im Jahr zuvor seine Paragraphs on Conceptual Art formuliert hatte, schuf Weiner seine Declaration of Intent: [1]:

  1. Der Künstler kann das Werk herstellen. (The artist may construct the piece)
  2. Das Werk kann angefertigt werden. (The piece may be fabricated)
  3. Das Werk braucht nicht ausgeführt zu werden. (The piece need not be built)
    Jede Möglichkeit ist gleichwertig und entspricht der Absicht des Künstlers, die Entscheidung über die Ausführung liegt beim Empfänger zum Zeitpunkt des Empfangs. (Each being equal and consistent with the intent of the artist the decision as to condition rests with the receiver upon the occasion of receivership)

Weiners 1968 erschienenes erstes Buch „Statements“ (herausgegeben von der Louis Kellner Foundation und Seth Siegelaub), ein 64-seitiges Taschenbuch, in dem er mehrere Projekte beschrieb, gilt als eines der bedeutendsten Werke dieser Zeit zur Konzeptkunst. Im selben Jahr war er an dem, ebenfalls von Seth Siegelaub herausgegebenen, Xeroxbook und 1969/1970 an „When attitudes become form“ von Harald Szeemann in der Kunsthalle Bern beteiligt.

Seit den frühen 1970er-Jahren wurden Wand-Installationen Weiners bevorzugtes Medium. Daneben befasst er sich mit Videokunst, Filmkunst, Büchern, Audioaufnahmen, Performances, Plakaten, Multiples, Grafik und verschiedenen weiteren Formen der Präsentation seiner Textarbeiten, die er als Skulpturen versteht.

2007 nahm Weiner am Symposium Personal Structures Time-Space-Existence teil, ein Projekt initiiert durch den Künstler Rene Rietmeyer.

Sammlungen

Nord-Ost-Außenwand: Neues Museum Weserburg und Gesellschaft für Aktuelle Kunst in Bremen an der Weser.

Werke von Lawrence Weiner befinden sich u.a. in folgenden Einrichtungen:

Auszeichnung

Ausstellungen

Literatur

  • Benjamin H.D. Buchloh (Hrsg.): Lawrence Weiner: Posters November 1965-April 1986, Halifax/Toronto: The Press of the Novia Scotia College of Art & Design/Art Metropole, 1986
  • Dieter Schwarz (Hrsg.): Lawrence Weiner: Books 1968-1989, Köln/Villeurbanne: Verlag der Buchhandlung Walther König/Le Nouveau Musée, 1989
  • Bartomeu Mari & Alice Weiner (Hrsg.): Show & Tell: The Films and Videos of Lawrence Weiner, Gent: Imschoot, 1992
  • Alexander Alberro et al.: Lawrence Weiner, London: Phaidon, 1998
  • Lawrence Weiner. 5 Elements 2 Times; Dokumente unserer Zeit – Band XXIII, mit einem Text von Martin van der Koelen und einem Gespräch mit Heinz Gappmayr, Dorothea van der Koelen und Lawrence Weiner (deutsch, engl.) 80 S., ca. 60 Abb., davon 24 farbig, Mainz 1999, ISBN 3-926663-23-5
  • Gerti Fietzek & Gregor Stemmrich (Hrsg.): Gefragt und Gesagt: Schriften & Interviews von Lawrence Weiner 1968-2003, Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz, 2004
  • Ann Goldstein und Donna De Salvo (Hrsg.): Lawrence Weiner. As Far As The Eye Can See. Katalog Whitney Museum of American Art, New York und The Museum of Contemporary Art, Los Angeles, 2007
  • Gabriele Wix (Ed./Hg.): Lawrence Weiner: NACH BILDENDE KUNST / AFTER FINE ART Works presented in the German Language / Arbeiten vorgestellt im deutschsprachigen Raum. Ostfildern: Hatje Cantz, 2012

Weblinks

 Commons: Lawrence Weiner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Erstveröffentlichung in: January 5-31, 1969, Ausstellungskatalog, New York: Seth Siegelaub, 1969.
  2. dOCUMENTA (13) Homepage Researche Part 24. Nov. 2011


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Lawrence Weiner aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.