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Lappersdorf

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Dieser Artikel behandelt den Markt im bayerischen Landkreis Regensburg. Ein Ortsteil des Marktes Eichendorf im Landkreis Dingolfing-Landau trägt ebenfalls den Namen Lappersdorf, siehe Lappersdorf (Eichendorf).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Lappersdorf
Lappersdorf
Deutschlandkarte, Position des Marktes Lappersdorf hervorgehoben
49.052512.090277777778341
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Höhe: 341 m ü. NN
Einwohner:

13.181 (31. Dez. 2011)[1]

Postleitzahl: 93138
Vorwahlen: 0941, 09404
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 165
Marktgliederung: 30 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Rathausstr. 3
93138 Lappersdorf
Webpräsenz: www.lappersdorf.de
Bürgermeister: Christian Hauner (FW)
Lage des Marktes Lappersdorf im Landkreis Regensburg
Karte
Die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Lappersdorf ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern.

Der Markt grenzt unmittelbar nordwestlich an die Stadt Regensburg und stellt sich als wichtiger Schulstandort im Landkreis dar. Überregional ist Lappersdorf vor allem durch die Feuerwehrschule bekannt.

Geografie

Geografische Lage

Lappersdorf liegt in der Region Regensburg kurz vor der Mündung des Flusses Regen in die Donau. Vom Regen trennt den Ortskern die Bundesautobahn 93 (Ausfahrt Regensburg-Nord). Lappersdorf grenzt im Nordwesten unmittelbar an die oberpfälzische Bezirkshauptstadt und ist für Auswärtige, die das Ortsschild übersehen, oft nur schwerlich als eigenständige Gemeinde auszumachen. Den Namen Lappersdorf trägt die Gemeinde offiziell erst seit 1958 (vorher Oppersdorf).

Gemeindegliederung

Es gibt 30 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Hainsacker, Kareth, Lappersdorf und Schwaighauser Forst.

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Lappersdorf wurde 1185 zum ersten Mal als Leutfridestorf urkundlich erwähnt [3]. Später wurde es Amtssitz und gehörte zum Herzogtum Neuburg-Sulzbach und dessen Gericht Hainsacker; seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

20. Jahrhundert

Ursprünglich hieß die Gemeinde Oppersdorf und wurde am 19. März 1958 in Gemeinde Lappersdorf umbenannt. Im Rahmen der Gemeindegebietsreform, die am 1. Mai 1978 in Kraft trat, schlossen sich die Gemeinden Hainsacker, Kareth und Lappersdorf freiwillig zur heutigen Kommune zusammen.[4] Lappersdorf wurde am 20. September 1997 zum Markt erhoben. Zum 1. Oktober 2009 wurden Teile des aufgelösten gemeindefreien Gebiets Schwaighauser Forst eingemeindet.[5]

Einwohnerentwicklung

Wappen am Rathaus der Gemeinde
  • 1961: 06.645 Einwohner
  • 1970: 08.021 Einwohner
  • 1987: 10.908 Einwohner
  • 1991: 11.312 Einwohner
  • 1995: 11.667 Einwohner
  • 2000: 12.288 Einwohner
  • 2005: 13.850 Einwohner
  • 2010: 13.228 Einwohner
  • 2015: 13.215 Einwohner

Wappen

Blasonierung: „Geteilt durch einen gesenkten goldenen Zinnenbalken in Blau und Grün; oben ein gekrönter silberner Löwe, unten ein durchgehender silberner Wellenbalken.“ Das Wappen wird seit 1978 geführt.

Politik

aktuelle Sitzverteilung im Marktrat Lappersdorf (16. März 2014)
     
zur Vorlage
Von 24 Sitzen entfallen auf: Unter den Sitzen der Freien Wähler befindet sich der des 1. Bürgermeisters.

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit 2014 Christian Hauser (FW).[6] Zweiter Bürgermeister ist Stefan Königsberger, dritter ist Jan Kirchberger.[7]

Bürgermeister des Marktes Lappersdorf:

  • 0000–2002 Hans Todt (CSU)
  • 2002–2014 Erich Dollinger (CSU)
  • 2014–0000 Christian Hauner (FW)

Marktrat

Der Marktgemeinderat besteht aus 24 Mitgliedern.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Kirche St. Ägidius in Hainsacker, erbaut 1737 bis 1742
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Saalbau im Typus einer Chorturmkirche, mit Flankenturm, 1930 von Georg Holzbauer, unter Beibehaltung des mittelalterlichen Turms; mit Ausstattung)
  • Aurelium (Kulturzentrum und Veranstaltungshalle)

Baudenkmäler

Denkmal zur Markterhebung von 1997

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 10, im Produzierenden Gewerbe 605 und im Bereich Handel und Verkehr 389 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 356 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 3938. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe 17 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 60 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1854 Hektar. Davon waren 1750 Hektar Ackerfläche. Im Flurstück Schwaighauser Forst werden noch größere Mengen von Rüstungsaltlasten vermutet.[8]

Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 375 Kindergartenplätze mit 441 Kindern
  • Volksschulen: zwei mit 39 Lehrern und 730 Schülern
  • Gymnasium Lappersdorf

Staatliche Einrichtungen

Lappersdorf ist der Sitz der Feuerwehrschule Regensburg, der größten unter den drei bayerischen Feuerwehrschulen und eine der bekanntesten in Deutschland.

Panoramablick: Der Fluss Regen bei Lappersdorf

Weblinks

 Commons: Lappersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. Markt Lappersdorf in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. November 2017.
  3. Pfarrei Lappersdorf – Geschichte
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 658.
  5. www.regierung.oberpfalz.de
  6. http://www.lappersdorf.de/Wahlen/Kommunalwahl_2014/375165_000045/index.html
  7. Bürgermeister | Markt Lappersdorf. Abgerufen am 4. Mai 2018.
  8. Pressebericht Rüstungsaltlasten
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Lappersdorf aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.