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Landpomeranze

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Landpomeranze ist vermutlich ein süddeutscher Studentenausdruck für eine ländliche Schöne mit mangelnder Weltbildung und wurde später als allgemeine Bezeichnung für Provinzler und Provinzlerinnen verwendet. Das Scherzwort bezieht sich auf die frische Farbe des Teints.

Die erste Verwendung ist in Wilhelm Hauffs Werk „Der Mann im Mond“ aus dem Jahr 1825 nachgewiesen

„[…] nein es war zu unverschämt; bei andern hatte er nach den ersten Präliminarien beinahe ohne Schwertstreich gesiegt, und dieses Landpomeränzchen hatte ihm so imponiert, daß er es nicht wagte, nachdem sie ihn einmal mit Verachtung abgewiesen hatte, noch einmal einen Versuch zu machen; […][1]

Der deutsche Sprachwissenschaftler Heinz Küpper definierte den Begriff wie folgt:[2]

  1. Frau mit ungewandtem Benehmen und ohne Kenntnis von Anstandsregeln (ältere Definition seit 1820).
  2. Ein in die Stadt übergesiedeltes Mädchen vom Lande. Meint eigentlich das Mädchen mit pomeranzenroten Pausbacken.

Literatur

  • A. Just: Landpomeranze, Posse mit Gesang in 4 Akten, 1900
  • Edmund Braune: Die Landpomeranze oder Cousin Harlekin, Danner, 1902
  • Otto Ladendorf, Historisches Schlagwörterbuch, 1906. Eintrag Landpomeranze
  • Felix von Stenglin: Die Landpomeranze, Hillger, Berlin 1907 [3]
  • W. Harb: Eine Landpomeranze, Weber, Heilbronn, Heilbronn, 1921 [4]

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Landpomeranze aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.