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Landkreis Ludwigslust-Parchim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Deutschlandkarte, Position des Landkreises Ludwigslust-Parchim hervorgehoben
53.4511.55
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Verwaltungssitz: Parchim
Fläche: 4.752 km²
Einwohner:

212.631 (31. Dez. 2014)[1]

Bevölkerungsdichte: 45 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Kreisschlüssel: 13 0 76
Kreisgliederung: 162 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Putlitzer Straße 25
19370 Parchim
Webpräsenz: www.kreis-swm.de
Landrat: Rolf Christiansen (SPD)
Lage des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern
Karte

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim ist ein Landkreis im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns, der im Zuge der Kreisgebietsreform am 4. September 2011 aus den Landkreisen Parchim und Ludwigslust gebildet wurde. Mit 4752 km² Fläche[2] ist der Kreis nach dem gleichzeitig gebildeten Landkreis Mecklenburgische Seenplatte der zweitgrößte Landkreis Deutschlands. Außerdem weist er die geringste Bevölkerungsdichte der Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern auf.

Geografie

Das Kreisgebiet grenzt im Norden an den Landkreis Nordwestmecklenburg, die Landeshauptstadt Schwerin und den Schweriner See, im Nordosten an den Landkreis Rostock, im Osten an den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, im Süden an den brandenburgischen Landkreis Prignitz, im Südwesten an die niedersächsischen Landkreise Lüchow-Dannenberg und Lüneburg und im Nordwesten an den Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein.

Plauer See und Elde

Die Dichte an Seen nimmt von der Sternberger Seenlandschaft im Nordosten über die Lewitz bis hin zur Griesen Gegend im Südwesten ab. Größere Seen sind der Plauer See, der Schaalsee, der Goldberger See und der Große Sternberger See. Markant sind auch die künstlich angelegten Fischteiche in der Lewitz. Die Elde, die im Nachbarkreis Mecklenburgische Seenplatte entspringt, zieht sich vom Plauer See nach Südwesten durch den Landkreis, nimmt dabei den Störkanal und kleinere Nebenflüsse auf und verzweigt sich bei Eldena in den Elde-Seitenkanal und die Alte Elde. Der Kanal mündet in Dömitz in die Elbe, die auf zwei Teilstücken dort und bei Boizenburg/Elbe die Grenze zu Niedersachsen bildet. Weiterhin entwässert die Sude mit den Nebenflüssen Schaale und Schilde in die Elbe und somit in Richtung Nordsee.

Die Quelle der Warnow liegt nördlich der Nordsee-Ostsee-Wasserscheide im Ort Grebbin. In einem Bogen durchzieht der Fluss den Nordosten des Kreises, nimmt dabei die Mildenitz auf und verlässt den Kreis in Richtung Rostock und Ostsee.

Die höchsten Erhebungen befinden sich mit den bis zu 176,8 m ü. NHN hohen Ruhner Bergen bei Marnitz im Süden des Landkreises. Der Ruhner Berg ist nach den Helpter Bergen die zweithöchste Erhebung im Land Mecklenburg-Vorpommern.

Geschichte

Siehe auch: Geschichte der Landkreise Parchim und Ludwigslust
Auswirkungen der Kreisgebietsreform 2011 in Mecklenburg-Vorpommern

Bereits für das Jahr 2009 war in Mecklenburg-Vorpommern eine Kreisgebietsreform vorgesehen, in der die bisherigen Landkreise Parchim und Ludwigslust zusammen mit dem Landkreis Nordwestmecklenburg, der Hansestadt Wismar und dem geplanten Kreissitz Schwerin, in einem Landkreis Westmecklenburg aufgehen sollten. Dieser geplante Landkreis entsprach dem Namen und der Ausdehnung nach der gesetzlich festgelegten Planungsregion des Landes.[3] Diese Planungen wurden nach Verfassungsbeschwerden mehrerer Landkreise in einem Urteil des Landesverfassungsgerichts Greifswald 2007 gestoppt.[4]

Die für 2011 angesetzte Kreisgebietsreform konnte nach Abweisung der Klagen mehrerer Landkreise durchgeführt werden. Der vorläufige Planungsname des neuen Großkreises war Landkreis Südwestmecklenburg. Beide bisherigen Kreisstädte rangen um den Erhalt des Kreissitzes, der Landtag entschied sich am 7. Juli 2010 für die einwohnerstärkere Stadt Parchim.[5]

Am Tag des Inkrafttretens der Kreisgebietsreform und gleichzeitig mit der Landtagswahl wählten die Bürger den neuen Kreistag und stimmten über den Kreisnamen ab. Dabei entschieden sich 55,4 % der Wähler mit gültigen Stimmen für die vom bisherigen Landkreis Ludwigslust vorgeschlagene Bezeichnung Landkreis Ludwigslust-Parchim. Zur Wahl stand auch der Name Landkreis Parchim-Ludwigslust.[6]

Ämter, Städte und Gemeinden

Ämter des Landkreises

(Einwohnerzahlen am 31. Dezember 2014[7])

Amtsfreie Gemeinden
  1. Boizenburg/Elbe, Stadt * (10.350)
  2. Hagenow, Stadt * (11.443)
  3. Lübtheen, Stadt (4735)
  4. Ludwigslust, Stadt * (12.243)
  5. Parchim, Stadt * (17.794)
Ämter mit amtsangehörigen Gemeinden und Städten

* Sitz der Amtsverwaltung

  • 1. Amt Banzkow (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 130765651 )
  1. Banzkow * (2748)
  2. Plate (3315)
  3. Sukow (1448)
  1. Bengerstorf (561)
  2. Besitz (424)
  3. Brahlstorf (708)
  4. Dersenow (447)
  5. Gresse (671)
  6. Greven (707)
  7. Neu Gülze (786)
  8. Nostorf (1105)
  9. Schwanheide (706)
  10. Teldau (955)
  11. Tessin b. Boizenburg (422)
  • 3. Amt Crivitz (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 130765653 )
  1. Barnin (476)
  2. Bülow (352)
  3. Crivitz, Stadt * (4917)
  4. Demen (858)
  5. Friedrichsruhe (868)
  6. Tramm (925)
  7. Zapel (438)
  1. Dömitz, Stadt * (3050)
  2. Grebs-Niendorf (557)
  3. Karenz (240)
  4. Malk Göhren (431)
  5. Malliß (1164)
  6. Neu Kaliß (1937)
  7. Vielank (1306)
  1. Gallin-Kuppentin (479)
  2. Gischow (258)
  3. Granzin (471)
  4. Karbow-Vietlübbe (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 13076066 )
  5. Kreien (392)
  6. Kritzow (457)
  7. Lübz, Stadt * (6282)
  8. Lutheran (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 13076091 )
  9. Marnitz (751)
  10. Passow (686)
  11. Siggelkow (896)
  12. Suckow (506)
  13. Tessenow (581)
  14. Wahlstorf (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 13076144 )
  15. Werder (411)
  1. Dobbertin (1138)
  2. Goldberg, Stadt * (3736)
  3. Mestlin (722)
  4. Neu Poserin (523)
  5. Techentin (706)
  1. Balow (326)
  2. Brunow (325)
  3. Dambeck (273)
  4. Eldena (1205)
  5. Gorlosen (518)
  6. Grabow, Stadt * (5645)
  7. Karstädt (601)
  8. Kremmin (241)
  9. Milow (400)
  10. Möllenbeck (198)
  11. Muchow (296)
  12. Prislich (708)
  13. Steesow (197)
  14. Zierzow (378)
  1. Alt Zachun (358)
  2. Bandenitz (478)
  3. Belsch (215)
  4. Bobzin (261)
  5. Bresegard bei Picher (295)
  6. Gammelin (463)
  7. Groß Krams (164)
  8. Hoort (590)
  9. Hülseburg (161)
  10. Kirch Jesar (617)
  11. Kuhstorf (750)
  12. Moraas (480)
  13. Pätow-Steegen (377)
  14. Picher (644)
  15. Pritzier (435)
  16. Redefin (551)
  17. Setzin (477)
  18. Strohkirchen (324)
  19. Toddin (456)
  20. Warlitz (420)
  1. Alt Krenzlin (764)
  2. Bresegard bei Eldena (203)
  3. Göhlen (340)
  4. Groß Laasch (964)
  5. Leussow (251)
  6. Lübesse (720)
  7. Lüblow (585)
  8. Rastow (1901)
  9. Sülstorf (856)
  10. Uelitz (427)
  11. Warlow (485)
  12. Wöbbelin (880)
  1. Blievenstorf (452)
  2. Brenz (519)
  3. Neustadt-Glewe, Stadt * (6581)
  1. Cambs (606)
  2. Dobin am See (1920)
  3. Gneven (339)
  4. Langen Brütz (482)
  5. Leezen * (2163)
  6. Pinnow (1921)
  7. Raben Steinfeld (1025)
  1. Damm (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 13076028 )
  2. Domsühl (1312)
  3. Groß Godems (410)
  4. Karrenzin (568)
  5. Lewitzrand (1414)
  6. Obere Warnow (790)
  7. Rom (809)
  8. Severin (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 13076124 )
  9. Spornitz (1294)
  10. Stolpe (359)
  11. Ziegendorf (604)
  12. Zölkow (791)
  1. Barkhagen (590)
  2. Buchberg (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 13076022 )
  3. Ganzlin (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 13076042 )
  4. Plau am See, Stadt * (6116)
  5. Wendisch Priborn (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 13076149 )
  1. Blankenberg (387)
  2. Borkow (431)
  3. Brüel, Stadt (2651)
  4. Dabel (1451)
  5. Hohen Pritz (368)
  6. Kobrow (432)
  7. Kuhlen-Wendorf (820)
  8. Langen Jarchow (250)
  9. Mustin (404)
  10. Sternberg, Stadt * (4300)
  11. Weitendorf (387)
  12. Witzin (456)
  13. Zahrensdorf (313)
  1. Dümmer (1449)
  2. Holthusen (890)
  3. Klein Rogahn (1308)
  4. Pampow (2915)
  5. Schossin (251)
  6. Stralendorf * (1349)
  7. Warsow (639)
  8. Wittenförden (2614)
  9. Zülow (152)
  1. Körchow (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 13076074 )
  2. Lehsen (Ungültiger Metadaten-Schlüssel 13076083 )
  3. Wittenburg, Stadt * (6247)
  4. Wittendörp (2913)
  1. Gallin (578)
  2. Kogel (675)
  3. Lüttow-Valluhn (834)
  4. Vellahn (2718)
  5. Zarrentin am Schaalsee, Stadt * (5140)

Gebietsänderungen

Politik

Kreistag

Kreistagswahl 2011
Vorläufiges Ergebnis (%) [8]
 %
40
30
20
10
0
32,3
27,7
17,8
5,6
5,5
4,8
6,2
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009[9]
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+6,8
-6,1
-0,4
+1,2
+1,4
-3,6
+0,6

Der Kreistag des Landkreises Ludwigslust-Parchim besteht aus 77 Abgeordneten. Gemäß dem Ergebnis der Wahl vom 4. September 2011 setzt sich der Kreistag wie folgt zusammen:

Partei Sitze
SPD 25
CDU 21
Die Linke 14
Bündnis 90/Die Grünen 4
NPD 4
FDP 4
ABLR 3
Freie Wähler 1
Einzelbewerber, Olaf Hinrichs[2] 1

Die Wahlbeteiligung betrug 54,2 %.[8]

Landrat

Bei der gleichzeitig mit der Landtags- und Kreistagswahl stattgefundenen Landratswahl entfielen bei 53,9 % Wahlbeteiligung 45,7 % der Stimmen auf Rolf Christiansen (SPD), den bisherigen Landrat des Landkreises Ludwigslust, und 33 % auf Gudrun Stein (CDU), weiterhin traten Kandidaten der Linken und der NPD an. Da niemand die absolute Mehrheit erreichte, fand am 18. September 2011 zwischen dem Kandidaten der SPD und der Kandidatin der CDU eine Stichwahl statt.[10] Dabei setzte sich bei einer Wahlbeteiligung von 29,1 % Rolf Christiansen mit einem Stimmenanteil von 63,6 % durch.[11]

Wappen

Der neu gegründete Landkreis besitzt noch kein Wappen. Die Gemeindewappen des Landkreises sind in der Liste der Wappen im Landkreis Ludwigslust-Parchim aufgeführt.

Wirtschaft und Verkehr

Wirtschaft

Die Wirtschaft des Landkreises wird stark durch den Tourismus geprägt.

Größere Werke sind unter anderem die Fliesenwerke in Boizenburg/Elbe, der Nahrungsmittelhersteller Carl Kühne KG und Danone in Hagenow, die Lebensmittelhersteller Oetker und Stern-Wywiol in Wittenburg.

Verkehr

Eldeschleuse in Bobzin

Durch den Landkreis Ludwigslust-Parchim verläuft die Bundesautobahn 24 zwischen Berlin und Hamburg. Am Autobahndreieck Schwerin zweigt die Bundesautobahn 14 in Richtung Schwerin und Wismar ab. Der Lückenschluss der A 14 zwischen Magdeburg und Schwerin ist geplant. Durch das Kreisgebiet führen die Bundesstraßen 5, 103, 104, 106, 191, 192, 195, 198 und 321.

Im Schienenpersonennahverkehr werden die elektrifizierten und zweigleisigen Hauptstrecken Berlin–Hamburg, Ludwigslust–Wismar und Hagenow Land–Schwerin sowie die eingleisigen, nicht elektrifizierten Nebenbahnen Schwerin–Parchim, Parchim–Ludwigslust und Parchim–Karow(-Neustrelitz) bedient. Nur einzelne Züge der auf der Strecke Berlin–Hamburg verkehrenden ICE halten in Ludwigslust.

Die Müritz-Elde-Wasserstraße und die Stör-Wasserstraße sind als Bundeswasserstraßen ausgewiesen.

Kfz-Kennzeichen

Bis zum 01. August 2013 waren nur die Kennzeichen LWL und PCH für den Landkreis freigegeben. Mit diesem Datum wurden erstens das neue Unterscheidungskennzeichen LUP und zweitens die Kennzeichen HGN, LBZ und STB alternativ erstmals ausgegeben.

Weblinks

 Commons: Landkreis Ludwigslust-Parchim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Vorlage:Navigationsleiste Landkreise und kreisfreie Städte in Mecklenburg-Vorpommern

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Landkreis Ludwigslust-Parchim aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.