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Land des Frühlings

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Buchtitelgestaltung der Originalausgabe von 1928

Land des Frühlings ist das einzige autobiografisch verfasste Werk von B. Traven. Es wurde 1928 erstmals verlegt.[1] Im Anhang der Originalausgabe von 1928 sind auf 64 Seiten 132 Fotografien (S/W) der Reise eingefügt.[2] Auf der letzten Seite des Anhanges sind 7 mexikanische Münzen abgebildet, alle Fotografien sind beschrieben, die längste Beschreibung ist ein Vierzehnzeiler. Die letzte Seite zeigt eine ausfaltbare Landkarte von Chiapas, diese ist umrahmt von den Landkarten Nordamerikas, Südamerikas und Mittelamerikas. Im späteren Nachdruck (Taschenbuchausgabe) der Büchergilde Gutenberg sind Bilder aus diesem Anhang in den Text integriert worden.[3]

Das Buch ist nicht in betitelte Kapitel unterteilt, sondern lediglich in Gedankensprünge aufgegliedert, die sich dadurch auszeichnen, dass ein auf die nächste Seite leitender Absatz eingefügt wird. Der neue Gedankensprung wird durch eine Zahl angezeigt (insgesamt 32) und deren Anfangsbuchstaben optisch durch Vergrößerung besonders betont.[4]

Inhalt

Esel waren das häufigste Reittier im Hochland von Chiapas

Das Buch handelt von einer Reise Travens mit einem indianischen Begleiter auf Eseln ins Hochland des mexikanischen Bundesstaates Chiapas. Traven beschreibt sehr detailreich die Flora, Fauna und Geografie des Landes, vor allem aber dessen Bewohner, die indianischen Ureinwohner und deren soziale Gewohnheiten.

Eine besondere Vertiefung erfährt der Reisebericht bei der humorvollen Betrachtung der stark ritualisierten religiösen Praktiken der nur anteilig christianisierten Maya-Völker.[5] So erwähnt Traven beispielhaft, dass es in den bereisten Landen immer wieder vorgekommen ist, dass Indianer freiwillig oder auch gezwungenerweise von Stammesangehörigen gekreuzigt worden sind, um sich durch die Kreuzigung kollektiv von Sünden befreien zu können.[6]

Besonders ausführlich schildert der Autor die Gebräuche, Rituale, Trachten und die Religion der Tzotzilmayas, die in der Gegend von Chamula siedeln. Auch die Besonderheiten der Tzotzilsprache werden in einem kurzen Abschnitt beschrieben.

Traven stellt in diesem Buch auch die Theorie auf, dass der Ursprung der Menschheit in Mexiko zu finden sei.[7]

Nachweise

  1. B. Traven: Land des Frühlings. Büchergilde Gutenberg, Berlin 1928, S. 6.
  2. B. Traven: Land des Frühlings. Büchergilde Gutenberg, Berlin 1928, S. 431-495.
  3. B. Traven als Photograph
  4. B. Traven: Land des Frühlings. Büchergilde Gutenberg, Berlin 1928, S. 1–431.
  5. B. Traven: Land des Frühlings. Büchergilde Gutenberg, Berlin 1928, z.B. S. 78–88.
  6. B. Traven: Land des Frühlings. Büchergilde Gutenberg, Berlin 1928, z.B. S. 78–80.
  7. B. Traven: Land des Frühlings. Büchergilde Gutenberg, Berlin 1928, z.b. S. 134–136.

Literatur

  • B. Traven: Land des Frühlings. Büchergilde Gutenberg, Berlin 1928, DNB 361772408.
  • B. Traven: Land des Frühlings. Büchergilde Gutenberg, Werkausgabe 1982, ISBN 3-7632-2083-6.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Land des Frühlings aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.