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Laktizinien

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Laktizinien (Pl.) ist die mittellateinische Bezeichnung für aus Milch hergestellte Nahrungsmittel (z. B. Käse, Butter, Butterschmalz), deren Genuss nach mittelalterlichen Kirchenrecht früher an kirchlichen Fasttagen untersagt war. Die schriftlich gegen Bußzahlung erteilte Dispens seitens der Kurie oder eines Bischofs wurde Butterbrief genannt. Der als Buße erlegte sog. Butterpfennig wurde zur Finanzierung von Brücken oder Kirchen verwendet. 1491 wurden Laktizinien – wie auch Eier – für die meisten Fasttage aus dem Speiseverbot genommen. Aber noch 1512 wurden in Leipzig Butterbriefe zum Preis von einem Groschen und einem Heller verkauft.[1] In der Ostkirche besteht das Verbot für bestimmte Tage noch heute.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Karl Christian Kanis Gretschel: Kirchliche Zustände Leipzigs vor und während der Reformation im Jahre 1539. Fest'sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1839, S. 175 (digitalisiert)
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