Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Ladislav Hecht

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ladislav Hecht
Ladislav Hecht

Ladislav Hecht (geb. 31. August 1909 in Žilina, Österreich-Ungarn; gest. 27. Mai 2004 in New York City, New York, Vereinigte Staaten) war ein tschechoslowakischer Tennisspieler jüdischer Herkunft. In der Zwischenkriegszeit galt er als einer der erfolgreichsten Tennisspieler Europas.

Werdegang

Mit Tennis begann Hecht mit elf Jahren, lernte vor allem aus Büchern. In den Jahren 1931 bis 1938 spielte er für die Tschechoslowakei im Davis Cup. Hecht spielte 37 Partien, davon 29 Mal im Einzel (14 Siege, 15 Niederlagen) und 8 Partien im Doppel (4 Siege, 4 Niederlagen).[1] Hecht gewann im Jahr 1932 die erste Makkabiade im Tel Aviv. Achtmal spielte er im Wimbledon, sein bester Ergebnis im Einzel war Viertelfinale im Jahr 1938. Im Doppel kam 1937 er zusammen mit Roderich Menzel 1937 bis ins Halbfinale. Nach 46 Jahren wurde Hecht nach Wimbledon eingeladen, um in der königlichen Loge Platz zu nehmen. Hecht wurde 1938 von Adolf Hitler persönlich in die deutsche Davis-Cup-Mannschaft eingeladen, da Hitler nicht wusste, dass Hecht jüdischer Abstammung war. Roderich Menzel könnte für Deutschland spielen, Hecht lehnte ab und flüchtete im Jahr darauf in die USA, wo er während des Zweiten Weltkriegs in einer Munitionsfabrik arbeitete. Nach dem Krieg hatte Hecht eine Fabrik für Spielzeug und Malbedarf.[2][3]

In Bratislava, der Hauptstadt der Slowakei, wurde 1996 ein Stadion nach ihm benannt. Im Jahr 2005 wurde Hecht in die jüdische Ruhmeshalle des Sports eingetragen und im Jahr 2007 in die neugegründete Ruhmeshalle des slowakischen Tennis.[4]

Einzelnachweise

  1. Ladislav Hecht daviscup.com, abgerufen am 14. Dezember 2012
  2. Ladislav Hecht, 94, a Tactician On the Tennis Courts in the 30's nytimes.com, abgerufen am 14. Dezember 2012
  3. Ladislav Hecht Im Memoriam (PDF; 141 kB) stz.sk, abgerufen am 14. Dezember 2012
  4. Ladislav Hecht jewishsports.net, abgerufen am 14. Dezember 2012
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Ladislav Hecht aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.