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Kyriakos Mitsotakis

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Kyriakos Mitsotakis (2016)

Kyriakos Mitsotakis (griechisch Κυριάκος Μητσοτάκης, * 4. März 1968 in Athen) ist ein griechischer Politiker und seit dem 8. Juli 2019 griechischer Ministerpräsident. Seit dem 11. Januar 2016 ist er Vorsitzender der Nea Dimokratia (ND). Zuvor war er Minister für die Verwaltungsreform und E-Government im Kabinett Samaras, sowie von 2016 bis 2019 Oppositionsführer im griechischen Parlament.

Leben

Kyriakos Mitsotakis stammt aus einer der drei großen Politikerfamilien Griechenlands, die über mehrere Generationen die griechische Politik in weiten Teilen bestimmen. Er ist Sohn von Konstantinos Mitsotakis, dem früheren griechischen Premierminister und Ehrenpräsidenten der ND. Seine Schwester, Dora Bakogianni war von 2002 bis 2006 Oberbürgermeisterin von Athen und anschließend bis 2009 griechische Außenministerin. Eleftherios Venizelos, von 1910 bis 1933 mit Unterbrechungen über 15 Jahre griechischer Premierminister, war sein Großonkel. Sein Großvater und zwei Urgroßväter waren Parlamentsabgeordnete.

Kyriakos kam als sechs Monate altes Baby mit seiner Familie nach Paris, wohin sein Vater mit Familie ins Exil gegangen war, nachdem er bald nach dem Staatsstreich der griechischen Militärjunta mehrfach verhaftet worden war. Kyriakos kehrte als Sechsjähriger nach Ende der Diktatur im Jahre 1974 nach Griechenland zurück. 1986 beendete er dort das Athener College als Jahrgangsbester.

Er hat drei Kinder, Sophia, Konstantinos und Dafni. Er spricht fließend Englisch und Französisch sowie etwas Deutsch.

Werdegang

Mitsotakis studierte von 1986 bis 1990 Sozialwissenschaften an der Harvard University in Cambridge, Massachusetts und erhielt dort einen Bachelor mit summa cum laude.

Von 1990 bis 1991 arbeitete er als Wirtschaftsanalytiker bei der Chase Manhattan Bank in London und leistete anschließend seinen Wehrdienst in Griechenland ab. Danach erwarb er an der Universität Stanford in den USA seinen Master für „Internationale Wirtschaftsbeziehungen“ mit Schwerpunkt „Europäische Einigung“. Mit dem Erwerb eines weiteren Masters in Betriebswirtschaft an der Harvard Business School hat er seine Studien abgeschlossen. Zwischen 1995 und 2003 arbeitete er bei McKinsey und griechischen Banken.

Seit März 2004 ist er Abgeordneter der Nea Dimokratia im griechischen Parlament. Vom 25. Juni 2013 bis 26. Januar 2015 war er Minister für Verwaltungsreform und E-Government im Kabinett Samaras.[1]

Mitsotakis wurde am 10. Januar 2016 in einer Stichwahl von der Parteibasis und Unterstützern der Nea Dimokratia zum Parteivorsitzenden gewählt.[2]

Politische Ansichten und Werk

Mitsotakis wird auch parteiintern eher dem wirtschaftsliberalen Flügel der Nea Dimokratia zugeordnet. Er legte während seiner Amtszeit als Minister für die Verwaltungsreform detaillierte Pläne für Einsparungen im Staatsapparat vor, die unter anderem bei Staatsangestellten die Angleichung (einheitliche Besoldungsgruppen) nach unten von Gehaltsungleichheiten vorsahen. Im Gegenzug schlug er eine Senkung der Steuern um mindestens eine Milliarde Euro vor. Diese relativ radikale Reform wurde jedoch von damaligen Koalitionspartner der PASOK abgelehnt und wurde deshalb von der Regierung aufgegeben. Im Übrigen war er überwiegend mit Personalversetzungen und der Verbesserung der Elektronischen Datenverarbeitung beschäftigt, mit dem Ziel die Effizienz der Verwaltung zu erhöhen und den Bürgern unnötige Behördengänge zu ersparen. Des Weiteren schlug er auch ein Bewertungssystem für Staatsbeamte vor, das seiner Aussage nach jedoch nur zu Beförderungszwecken und zur Vergabe von Bonus-Zahlungen eingeführt werden sollte, keinesfalls sollte es jedoch zu Entlassung schlecht bewerteter Beamter kommen. Diese Pläne konnten vor dem Regierungswechsel am 26. Januar 2015 nicht umgesetzt werden und wurden von der neuen Regierung nicht weiterverfolgt.

Im Laufe seiner Kandidatur zum Parteivorsitzenden der Nea Dimokratia kam er auf seine früheren Einsparpläne zurück und schlug konkrete Einsparungen von 2 Milliarden Euro vor, um im Gegenzug ein Steuersenkungspaket zu finanzieren.

Umfragen deuteten bereits seit mindestens 2017 darauf hin, dass Mitsotakis nach der nächsten Parlamentswahl in Griechenland Ministerpräsident werden würde.[3] Bei der Europawahl am 26. Mai 2019 unterlag der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras der Opposition Kyriakos Mitsotakis’ deutlich, worauf jener noch am gleichen Abend vorgezogene Neuwahlen ankündigte.[4] Diese gewann Mitsotakis am 7. Juli 2019, woraufhin er einen Tag später als neuer Ministerpräsident vereidigt wurde.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ministerliste Kabinett Samaras 2012–2015 (griechisch)
  2. Kyriakos Mitsotakis soll Partei wieder an die Macht bringen, nzz.ch, abgerufen am 11. Januar 2016
  3. Michael Martens: „Reformen allein werden nicht reichen“ – Interview mit K. Mitsokakis. FAZ.net, 24. Juli 2017, abgerufen am 27. Mai 2019.
  4. Christian Oliver: Greece’s Tsipras calls snap election after EU poll drubbing. politico.eu, 26. Mai 2019, abgerufen am 27. Mai 2019 (english).
Vorlage:Navigationsleiste Kabinett Andonis SamarasVorlage:Navigationsleiste Parteivorsitzende der Nea Dimokratia
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Kyriakos Mitsotakis aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.